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»Obstweg Leverkusen«

Obstwiese
Streuobstwiese in Atzlenbach

Leverkusen ist um eine Attraktion reicher: Ende Oktober 2008 ist der erste "Leverkusener Obstweg" eröffnet worden. Er ist fünf Kilometer lang und beginnt am NaturGut Opladen. Von dort führt er im Stadtteil Bergisch-Neukirchen über Claasbruch, nach Atzlenbach und über Unterölbach zurück. Wer mehr wandern möchte, kann sogar bis Leichlingen gehen. Auf dem Lehrweg können Wanderer viel Spannendes und Wissenswertes über Obstsorten, die Streuobstwiesen und ihre Tier- und Pflanzenwelt lernen. Einen ähnlichen Erlebnispfad gibt es in Deutschland nur noch am Chiemsee in Bayern.

Der Weg ist ein neues Projekt der NABU Naturschutzstation Rhein-Berg. Es wird vom Landschaftsverband Rheinland finanziert und von der Stadt Leverkusen unterstützt. Das Kennzeichen des Wanderwegs ist ein schwarz-weißes "Apfel-Zeichen". Der NABU hat eine Infobroschüre zum Obstweg mit Karte und Details herausgebracht. Sie ist dort, in den Hofläden längs der Strecke und auch bei der Stadt Leverkusen erhältlich.     

Streuobstwiesen waren früher ein wichtiger Bestandteil der Landschaft. Sie dienten den Menschen vor allem zur Selbstversorgung mit Obst. Heute bieten sie noch vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat. So leben zum Beispiel Steinkauz, Siebenschläfer und Haselmaus in den alten Baumbeständen.

Mit dem "Obstwiesenwanderweg" will die Naturschutzstation auf diesen bedrohten Lebensraum aufmerksam machen. Gleichzeitig verdeutlicht sie damit, wie wichtig ihr Erhalt für Mensch und Umwelt ist. 

Der NABU bietet zudem  Exkursionen zum Thema "Erntezeit" an. Dabei dürfen die Teilnehmer auch selbst Obst probieren. Die Wanderung dauert etwa zwei bis drei Stunden und ist ein Erlebnis für Jung und Alt. Informationen und Anmeldungen gibt es hier.

Weitere Informationen

Infos des Fachbereichs Umwelt zu Obstwiesen