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Industriemuseum Sensenhammer

Industriemuseum Sensenhammer

Von Sense und Sichel

Dem Besucher der ehemaligen Sensenfabrik, dem heutigen Museum Freudenthaler Sensenhammer, bietet sich das Bild eines weitläufigen, vollständig erhaltenen Fabrikensembles des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Zur Fabrik gehören, neben den Schmiede- und Hammerwerksgebäuden, auch die historische Wasserkraft- und Stromerzeugungsanlage mit Stauteich, Wasserturbinen, Kraftwerk und Transmission. Hinzu kommen die ehemaligen Arbeiterwohnhäuser und die Fabrikantenvillen mit Landschaftsgarten und Taubenturm.

An Vorführtagen werden die gewaltigen Transmissionen und Schmiedehämmer in Betrieb gesetzt und die Schmiedeöfen gezündet. Die Besucher erhalten einen sehr anschaulichen Eindruck von der schweren und vielfältigen Arbeits- und Lebenswelt ihrer Vorfahren. Eine Ausstellung zur Kulturgeschichte von Sense und Sichel, der Bau- und Werksgeschichte sowie die Darstellung historischer Handwerks- und Herstellungstechnologien ergänzen dieses Angebot.

Darüberhinaus bietet das Industriemuseum auch Schmiedekurse, Workshops, Geschichts- und Kunstausstellungen an. Die große Schmiedehalle bildet zudem ein ideales Ambiente für Ausstellungen, Theater-, Tanz- und Konzertveranstaltungen.

Geschichtliches

Die historische Fabrik geht auf eine Gewerbeansiedlung aus dem späten 18. Jahrhundert zurück und stellte als "Freudenthaler Sensenfabrik H. P. Kuhlmann Söhne" zwischen 1835 und 1987 landwirtschaftliche Schneidgeräte her.

Die beginnende Mechanisierung der Landwirtschaft und eine zunehmende Konkurrenz aus so genannten Drittländern sorgte in der Folge für immer größere wirtschaftliche Schwierigkeiten und zu einem dramatischen Rückgang der Produktion. 1987 stellte der größte und am Ende auch letzte Betrieb dieser Art im gesamten Rheinland seine Produktion ein.

In einen betriebsfähigen Zustand gebracht wurde das Fabrikensemble von dem 1991 gegründeten Förderverein "Freudenthaler Sensenhammer e.V.".

Kartenausschnitt: Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer
Kartenausschnitt: Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer