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Standortkonzept Museum Morsbroich

Konzept fürs Schloss

Der Museumsverein Morsbroich e.V. legte am 17.1.18 ein umfangreiches "Standortkonzept für die Zukunftssicherung von Schloss Morsbroich in Leverkusen" vor.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG legte 2016 den Bericht "Optimierungspotenziale der KulturStadtLev" vor. Eine Empfehlung lautete, das Museum Morsbroich zu schließen und die Sammlung aufzulösen.  

Museumsverein schreibt Konzept

Der "Museumsverein Morsbroich e.V". bot daraufhin an, ein Entwicklungskonzept für das Schloss und Museum Morsbroich zu verfassen. Der Rat der Stadt nahm das Angebot an. Gleichzeitig entschied er ein "Moratorium", das heißt, das Thema bis zur Vorlage des Konzepts ruhen zu lassen. 

Am 17.1.2018 stellte das siebenköpfige Autoren-Team um den Vereinsvorsitzenden Dr. Gottfried Zaby nun das Gutachten "Zukunftssicherung von Schloss Morsbroich" Vertretern aus Politik, Kultur und Presse erstmals öffentlich vor. Es enthält eine Situationsanalyse, Verbesserungsvorschläge, Vorschläge zur Umsetzung und zur Finanzierung.

Oberbürgermeister Uwe Richrath nahm die 150 Seiten starke Ausarbeitung im Schloss Morsbroich entgegen. Über das Konzept werden nun der "Betriebsausschuss Kultur" am 23. Januar und der Rat im Sommer beraten und entscheiden.

OB Richrath: Jetzt sind die Politik und die Gesellschaft gefragt

OB Richrath bedankte sich beim Museumsverein für das "modulare Handlungskonzept" und betonte: "Mein Ansatz ist: Wir wollen das Museum, das Schloss und den Park weiterentwickeln, aber als Stadtrat allein können wir das nicht stemmen. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Politik und Gesellschaft müssen nun ja oder nein sagen." 

Rechtsanwalt Manfred Hüttemann sagte bei der Vorstellung: "Wir wollen das Schloss und den Park wieder als emotionalen Ausflugsort an seine Bürger zurückgeben und damit auch die Popularität des Museums steigern."

Eckpunkte vorgestellt

Als Eckpunkte stellte er unter anderen vor: 

  • Museum, Schloss und Park gehören zusammen und sind eine Einheit
  • Schloss und Museum bleiben in städtischer Hand
  • Revitalisierung durch: 
  • Vermietungen des Erdgeschosses, eine erneuerte  Gastronomie, Ausrichtung von Märkten und Events im Schlosspark und durch eine hochwertige gärtnerische Aufwertung des Parks mit u.a. einem Spielplatz

Für das Museum schlug der Verein einen "Zubau" mit 1050 Quadratmeter Ausstellungsfläche vor, um dort Wechselausstellungen und Kunst zu präsentieren, die bislang nicht gezeigt werden können. 

In einer Talkrunde tauschten sich Gottfried Zaby, Markus Heinzelmann, Direktor des Museums Morsbroich, Rechtsanwalt Manfred Hüttemann und Reimar Molitor, Geschäftsführer der Region KölnBonn e.V., mit Oberbürgermeister Richrath über Chancen und Perspektiven aus. 

Vorschläge zur Finanzierung

Zur Finanzierung der Vorschläge wurde seitens des Museumsvereins festgestellt, dass es belastbare Kontakte zu Investoren und privaten Förderern gebe. Außerdem könnten staatliche Fördertöpfe zum Tragen kommen.