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Perspektiven für Hitdorf

Hitdorf: Entwürfe für die Hafen- und Platzgestaltung

Für den Hitdorfer Hafen und die Plätze entlang der Hitdorfer Straße wurde ein landschaftsarchitektonischer Wettbewerb durchgeführt. Die Empfehlung des Preisgerichts dient nun der Bezirksvertretung I als Grundlage für die Beratung am 26. Juni 2017.

Gewinner steht fest

Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis nahm Gunter Fischer vom Büro (f) landschaftsarchitektur aus Bonn entgegen. Über den zweiten Preis in Höhe von 6.000 Euro freute sich Thomas Dietrich vom Büro Planergruppe Oberhausen. Der mit 4.000 Euro dotierte dritte Preis ging an Franz Reschke Landschaftsarchitektur aus Berlin.

Die Siegerentwürfe

Der Siegerentwurf vom Büro (f) landschaftsarchitektur nimmt die vorhandenen industriegeschichtlichen Elemente auf und integriert sie in eine funktionale Gestaltung. So könnten nach diesem Entwurf die noch vorhandenen Schienen für mobile hölzerne Sitzgelegenheiten genutzt werden.

Das Urteil des Preisgerichts lautete dazu: „Den Verfassern des Siegerentwurfs gelingt unter Beibehaltung des vorhandenen Natursteinbelags und durch Hinzufügen sorgfältig gewählter zeitgenössischer Flächenbefestigung eine Hafengestaltung mit höchstmöglichem Geschichtsbezug und Authentizität.“

Im zweitplatzierten Entwurf wird die Grundidee der neuen Kaimauer zum Bau eines „Hafenbalkons“ genutzt. Durch das tiefer gelegte Niveau entstünde so ein Ruhebereich mit hoher Aufenthaltsqualität. Auch die Arbeit des Büros Franz Reschke – 3. Platz - verwendet vorhandenes Material in einem der Ufermauer vorgelagerten Aufenthaltsstreifen.

Im Bereich des Kirmesplatzes erhalten alle drei Entwürfe den vorhandenen Baumbestand und ergänzen auf unterschiedliche Art und Weise die vorhandenen Grünflächen – mal durch Staudenpflanzungen, mal durch Rasenflächen. Es entstehen zur Straße hin definierte Platzflächen, die in unterschiedlicher Art und Weise genutzt werden können und mal mehr oder weniger intensiv mit Sitzmöbeln, Stauden und Spielelementen ausgestattet sind.

Da sich die anderen beiden Plätze vor St. Stephanus und im Rheinpark nicht im städtischen Eigentum befinden, sollen die Planungskonzepte hierfür als Grundlage für künftige Gespräche mit den jeweiligen Eigentümern dienen.

Hintergrund des Wettbewerbs

Der Anlass einen Wettbewerb für die gestalterische Aufwertung des Hafenareals auszuloben, war die anstehende Erneuerung der Kaimauer des Hitdorfer Hafens. Diese eröffnet zugleich auch Entwicklungsmöglichkeiten für die benachbarten Flächen. Die Stadt Leverkusen hat diese Flächen vom Wasser- und Schifffahrtsamt Köln gepachtet. Dieses signalisierte im Vorfeld eine große Offenheit für die geplanten Aufwertungsmaßnahmen.

2015 hat der Rat der Stadt Leverkusen zudem das Integrierte Handlungskonzept (InHK) für Hitdorf auf den Weg gebracht. Bestandteile dieses InHKs sind neben der Neugestaltung des Hafengeländes und der Attraktivierung von öffentlichen Flächen wie dem Kirmesplatz unter anderem auch der Umbau der Hitdorfer Straße. Im Zuge des Integrierten Handlungskonzeptes für Hitdorf wurde im August 2015 eine Bürgerwerkstatt durchgeführt. Die dort erarbeiteten Anregungen bildeten unter anderem die Grundlage für den nun entschiedenen Wettbewerb.

Die Stadt Leverkusen hat als Ausloberin des Wettbewerbs im Januar 2017 unter Berücksichtigung zuvor bekanntgegebener Kriterien aus 22 Bewerbungen aus ganz Deutschland zwölf Büros für die Teilnahme am Wettbewerb ausgesucht. Drei weitere Büros wurden direkt zur Teilnahme eingeladen. Insgesamt haben 13 Büros ihre Entwürfe eingereicht.

Das Preisgericht setzte sich zusammen aus unabhängigen Landschaftsarchitekten, Vertreterinnen und Vertreter der politischen Fraktionen des Leverkusener Rates und der Stadtverwaltung. Als beratendes Mitglied gehörte zudem eine Vertreterin des Rheinischen Amts für Denkmalpflege im Landschaftsverband Rheinland der Jury an.

Ausstellung zum Wettbewerb

Sämtliche Wettbewerbsbeiträge sind vom 30. Mai bis zum 20. Juni 2017 in einer Ausstellung im Foyer des Elberfelder Hauses (Hauptstraße 101, 51373 Leverkusen) zu sehen (Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 8.30 – 16.00 Uhr, Freitag: 8.30 – 13.30 Uhr).

Der Siegerentwurf wird zudem vom 30. Mai bis zum 20. Juni 2017 in den Geschäftsstellen der Stadtsparkasse an der Hitdorfer Str. 200a und der VR Bank an der Langenfelder Str. 37 zu den jeweiligen Öffnungszeiten ausgestellt.