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Wohnungsmarktbericht

Wohnungsmarktbericht

Lage: angespannt bis sehr angespannt

Der neue "Leverkusener Wohnungsmarktbericht 2016" liegt vor. Er berichtet jährlich über Situation und Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt des Vorjahres. Der Bericht fasst überwiegend Daten aus dem Jahr 2015 sowie, soweit bei Redaktionsschluss vorhanden, aus 2016 zusammen. Der 40 Seiten starke „Wohnungsmarktbericht 2016“ hält für das Jahr 2015 als Quintessenz fest: "Der Leverkusener Wohnungsmarkt ist mit Ausnahme der Eigentumswohnungen angespannt bis sehr angespannt. Diese Marktanspannung wird sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern, eher noch weiter verstärken."

Nachfrage hält an

Am Immobilienmarkt sind im Neubau die Verkaufspreise für Eigenheime und Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen. Auch gebrauchte Immobilien werden immer begehrter. Die Angebote in den Anzeigen für Immobilien und Mietwohnungen sind ebenfalls teurer geworden. Bei den neuen Eigenheimen stiegen die Preise deutlich an, z.B. um zehn Prozent für ein neues Reihenhaus. Gebrauchte Doppelhaushälften im Angebotspreis deutlich um 7,5 Prozent gestiegen. Die Zahl der Angebote ist insgesamt weiter rückläufig. Ursache ist das gleichbleibend niedrige Angebot im Neubau, so dass sich die Nachfrage auf gebrauchte Eigenheime richtet.

Mietwohnungen sind für alle Wohnungstypen teurer inseriert worden als im Vorjahr. Die teuersten waren Einzimmerwohnungen sowie Häuser zur Miete. Die Kauf-, Miet- und Bodenpreise in Leverkusen steigen zwar weiter an; innerhalb der hochpreisigen Region Rheinland zählt die Stadt zwischen Köln und Düsseldorf jedoch nach wie vor zu den günstigeren Wohnstandorten.

Die Bevölkerungszahl ist im Oktober 2016 mit 166.144 Einwohnern gegenüber 2015 leicht um 321 Einwohner gestiegen. Nach wie vor sind die Sterbefälle in Leverkusen höher als die Geburten. Dieses Minus kann die Stadt jedoch seit Jahren durch ein positives Wanderungssaldo ausgleichen. Es ziehen mehr Menschen nach Leverkusen, als sie von dort wegziehen.
Der Wohnungsmarkt ist insgesamt angespannt. Das zeigen die steigenden Preise und auch die steigende Größe der Haushalte (Das ist die Zahl der Menschen, die sich eine Wohnung teilen.) Der Bedarf an zusätzlichen Wohnungen, auch für größere Haushalte, hält also weiterhin an.

Die Bautätigkeit ist 2015 in Leverkusen gesunken. Es wurden 153 Wohneinheiten fertiggestellt. Die Leerstandsquote ist rückläufig und bewegt sich mit nur noch einem Prozent weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Experten erwarten in den nächsten Jahren für Mietwohnungen im preiswerten Segment sowie für öffentlich geförderte Wohnungen eine deutlich steigende Nachfrage und entsprechend eine deutliche Anspannung in diesen Mietsegmenten. In allen übrigen Marktsegmenten soll die Nachfrage auf heutigem Niveau verbleiben beziehungsweise ansteigen.

Zum Bericht

Der Bericht gibt anhand von rund einem Dutzend Indikatoren zur kommunalen Entwicklung Aufschlüsse über die Nachfrage- und Angebotsseite des Wohnungsmarktes. Das sind auf der Nachfrageseite Daten zur Bevölkerungsentwicklung aber auch sozialökonomische Daten zum Einkommen und zur Arbeitslosenquote. Die Angebotsseite des Wohnungsmarktes wird über Daten zu Baugenehmigungen und Baufertigstellungen, Wohnungsleerständen aber auch anhand von Miet- und Kaufpreisen dargestellt.
Weitere Bausteine des Berichts sind die Auswertungsergebnisse einer Experten-befragung sowie von allen in 2015 geschalteten Wohnungs- und Immobilienanzeigen in den einschlägigen Internetportalen für Leverkusen.

Der jährliche Wohnungsmarktbericht erscheint seit 2003. Wer sich für ältere Berichte interessiert, kann diese anfordern bei: monika.mohrstadt.leverkusende