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Friedhof und Bienen

Smoker und „süße“ Bienen

Friedhof ideale Adresse

Den Rauch aus dem „Smoker“ mögen Bienen gar nicht. Imkerin Birgit Neumann hat ihn genutzt, um ihre Bienenstöcke auch aus der Nähe zeigen zu können.
Friedhof Scherfenbrand, in einem versteckten Winkel, auf fünf Quadratmetern stehen zwei Bienenstöcke und zwei Ableger: Baudezernentin Andrea Deppe und Manfred Witowski, stellvertretender Fachbereichsleiter Stadtgrün, erklären gemeinsam mit Imkerin Neumann Sinn und Zweck des Bienendomizils ausgerechnet auf einem Friedhof.

Ruhe und ein gutes Angebot

Dort werden Bienen und Besucher nicht gestört. Außerdem bietet der städtische Friedhof mit seinen Sträuchern, Bäumen und Blumen viel Tracht, das heißt viel Pollen oder Nektar. „Wenn die Bienen viel Pollentracht finden, zeugt das von einem großen Blütenreichtum“, erläutert die Dezernentin. Dies sei nicht zuletzt eine gärtnerische Leistung des Fachbereichs Stadtgrün.
Dessen Mitarbeiter pflegen zudem die nicht genutzten Randbereiche extensiv, mähen zum Beispiel selten, so dass sich Wildblumen gut vermehren können. Was als Nahrung gut für die Bienen ist und zudem ökologisch höchst sinnvoll. Denn die Bienen verbreiten wiederum die Blütenpollen und tragen so zur größeren Vielfalt der Pflanzenarten bei.

Vorliebe für Lavendel und Co.

Denkbar ist es, Bienenstöcke auch auf anderen Friedhöfen in der Stadt zu platzieren, falls ein Imker interessiert ist.
Stichwort Imker: In Leverkusen sind 137 Imker gemeldet mit fast 1000 Bienenvölkern. Das sind rund 50 Millionen Bienen.
Für eine bienenfreundliche Umgebung, ob bei der Grabpflege oder im eigenen Garten, rät der Fachbereich Stadtgrün, keine Pestizide zu verwenden und auf Blumen und Sträucher mit gefüllten Blüten zu verzichten, da sie kaum Nektar haben. Bienen lieben zum Beispiel Lavendel, Zitronenmelisse oder Malven und Obstbäume, auch wenn sie nur auf den Balkon passen.