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Klimaschutz

Aktuelles zum Klimaschutz

Klimaschutz in Leverkusen ist ein Prozess, der schon einige konkrete Erfolge verzeichnen kann: Mit Solarkataster und Energiemanagement der städtischen Gebäude, mit ÖKOPROFIT und energieLux.

Einstiegsberatung gestartet

Die Stadt Leverkusen nimmt seit Februar 2017 an der "Einstiegsberatung kommunaler Klimaschutz" teil. Ziel des geförderten, einjährigen Vorhabens ist es, den gegenwärtigen Zustand der Klimaschutzarbeit in der Stadt zu erheben. Diese Erkenntnisse sollen dazu dienen, Hilfen zur Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes zu bieten. Das wäre im Anschluss an diese Einstiegsberatung dann der zweite Schritt.
Die Einstiegsberatung wird im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.  

Ausgezeichnete Klimaschutz-Kommune

Lob des Ministers und eine Auszeichnung, den European Energy Award in Silber. Das kann Leverkusen für sich verbuchen. Den Award hat die Stadt im November 2013 für ihre Erfolge und Leistungen bei Energie- und Klimaschutz erhalten.
Dazu zählen:

  • der Aufbau eines Energiemanagements für städtische Liegenschaften
  • das Energiesparprojekt an Leverkusener Kindertagesstätten und Schulen (EnergieLux)
  • die Verankerung von Klimaschutzaspekten in der Städte- und Bauleitplanung
  • der Bau eines Mehrfamilienpassivhauses durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft
  • die Teilnahme Leverkusener Betriebe an ÖKOPROFIT®
  • das mit Biogas betriebene Blockheizkraftwerk auf dem Gelände der neuen bahnstadt opladen.

Gemeinsam mit 21 anderen Kommunen und Kreisen wurde Leverkusen durch Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, geehrt. Insgesamt nehmen landesweit rund 115 Kommunen am kommunalen Energiemanagementverfahren teil. "Kommunen sind wichtige Verbündete, wenn es darum geht, unsere Klimaschutzziele zu erreichen", sagte Remmel . Den European Energy Award erhält eine Kommune, wenn sie mindestens 50 Prozent (Silber) beziehungsweise 75 Prozent (Gold) der geplanten Maßnahmen umgesetzt hat.

Der Weg zum Award

Der European Energy Award (eea®) ist ein Qualitätsmanagementsystem und ein Zertifizierungsverfahren. Damit sollen die Klimaschutzaktivitäten erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft werden. Das Programm dient der Energieeinsparung, der effizienten Nutzung von Energie und der Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien in Kommunen. Zudem bietet es Entscheidungshilfen für Investitionen. Es wird von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Im Oktober 2009 hatte sich die Stadt Leverkusen für den European Energy Award® beworben und ein Jahr später den Förderbescheid bekommen. Im Juli 2011, startet der eea®-Prozess. Das 19köpfige Energieteam fand sich zusammen. Dessen Aufgabe: die Energieeffizienz in städtischen Einrichtungen so zu erhöhen, dass Leverkusen mit dem European Energy Award® ausgezeichnet werden kann.

Dazu steht dem Team ein zertifizierter Energieberater zur Seite, außerdem Werkzeuge wie der Audit-Tool. Das ist ein Maßnahmenkatalog, der hilft, die durchgeführten Projekte strukturiert zu erfassen und zu bewerten.

Der Prozess begann mit einer "Ist-Analyse". Sie bildete die Grundlage, um die Projekte herauszufinden, die den höchsten Nutzen aufweisen und in das energiepolitische Arbeitsprogramm aufgenommen werden. Daraus wurden die energiepolitischen Ziele formuliert. Diese mündeten in einen verbindlichen Projekt- und Maßnahmenkatalog mit entsprechender Prioritätensetzung für das jeweils kommende Jahr. Eine jährliche Erfolgskontrolle und Anpassung der Maßnahmen ist Teil des Verfahrens.

Ist die erforderliche Punktzahl auf der Effizienz-Skala erreicht, kann die Zertifizierung beantragt werden. Mit 50 Prozent der Punkte (maximale Punktzahl: 500) erhält die Kommune den European Energy Award (Silber), mit 75 Prozent den European Energy Award GOLD.

Entscheidungshilfe für Investitionen

European Energy Award® bedeutet: Der Prozess der Zertifizierung und die Auszeichnung liefern aussagekräftige Kennzahlen und damit Entscheidungshilfen für Investitionen und Prioritäten auf dem Wege zur Energieeffizienz und Klimaschutz. Die Methode bietet eine fundierte Dokumentation der Tätigkeiten und gewährleistet die objektive und vergleichbare Betrachtung der erfolgreichen Projekte. Sie ist damit Basis eines interkommunalen Leistungsvergleichs und sichert europäische Standards.

Leverkusen wird mit rund 90 Prozent der Kosten für den jährlichen Programmbeitrag und die Kosten der Berater (insgesamt rund 33.800 Euro) vom Land gefördert. Die zehn Prozent Eigenanteil werden durch Sponsoring der Energieversorgung Leverkusen (EVL) aufgebracht.

Schon im Juni 2009 hatte der Rat der Stadt Leverkusen mit breiter Mehrheit ein Klimaschutzprogramm verabschiedet, das auch die Grundlage für den eea-Prozess bildet.