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Termine und Sicherheit

Autobahnbrücke: Bauen und Sicherheit

Im Januar 2018 startet der Landesbetrieb Straßenbau NRW die ersten Arbeiten zum Bau der neuen Autobahnbrücke über den Rhein.

Die Baustelleneinrichtung bringt auch Einschränkungen für Radfahrer und Fußgänger mit sich:

  • Seit dem 02.01. ist bis auf weiteres der Fußgänger-/Radweg auf der nördlichen Brückenseite gesperrt. Die beiden Rampen des Weges liegen unmittelbar im Baufeld der Widerlager der neuen Rheinbrücke
  • Seit dem 02.01. ist der Pendlerparkplatz an der Rheinallee bis auf weiteres gesperrt. Die Fläche wird für eine Baustraße benötigt.
  • An der A 59 entsteht ab Januar ein neues Regenrückhaltebecken, um für eine saubere Entsorgung des Fahrbahnwassers zu sorgen.

Dafür wird zum ersten Mal auch in die Altlast Dhünnaue eingegriffen. Straßen NRW begleitet die Arbeiten mit einem umfassenden Sicherheitskonzept:

  • Über eine "Einhausung" wird die Luft abgesaugt und gereinigt. So wird nichts nach außen getragen
  • Trockene Abfälle werden befeuchtet, damit kein Staub entsteht
  • LKW und Container werden gründlich gewaschen, bevor die Baustelle verlassen wird
  • Die Mitarbeiter auf der Baustelle tragen spezielle Schutzanzüge
  • Sollte es zu einem Unfall kommen, greifen Alarmpläne und Meldeketten der Feuerwehren, Rettungsdienste und Polizei

Sicherheitshinweise für die Bürger

Sollte es zu einem Schadensfall kommen, würde die  Bevölkerung über folgende Wege gewarnt und informiert:

  • Sirenen
  • Warnfahrzeuge
  • Radio
  • Warn-App "NINA"
  • Infotelefon
  • Fernsehen

Im Falle einer Freisetzung von gefährlichen Stoffen würde die Bevölkerung aufgefordert:

  • Gebäude aufzusuchen
  • Fenster und Türen zu schließen
  • Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten

Die genannten Verhaltensmaßnahmen entsprechen dem Verhaltens-Katalog, den die Feuerwehr Leverkusen der Bürgerschaft seit Jahrzehnten beim Eintritt von Schadensfällen in Leverkusen empfiehlt. 

Eine Evakuierung aus dem Gefahrenbereich ist nicht vorgesehen, da der sicherste Aufenthaltsort in einem solchen Falle die geschlossenen vier Wände sind.

Solide Sicherheitskonzepte für den Bau

Für den Bau der neuen Autobahnbrücke sind Eingriffe in die Altlast Dhünnaue notwendig. Der Bauherr, der Landesbetrieb Straenbau NRW, musste dafür einen Alarm- und Gefahrenabwehrplan vorlegen. Dieser Plan wurde mit der Stadt Leverkusen abgestimmt und im Juli 2017 vorgelegt.

Er ist Teil des Planfeststellungsbeschlusses. Er war Grundlage der höchstrichterlichen, positiven, Überprüfung durch das Bundesverwaltungsgericht Leipzig im September 2017.

Die Feuerwehr der Stadt Leverkusen hat ergänzend ein "Einsatzkonzept Dhünnaue" - für alle Ereignisse. Für beide Konzepte gilt: Sie sind dynamisch, so dass neue Erkenntnisse und Erfordernisse berücksichtigt werden können.

Umweltfachliche Belange

Auf die politische Anfrage, welche Schutzmaßnahmen im Extremfall ("erheblicher Gasausbruch") für die Bürger gelten, stellte der Fachbereich Umwelt in seiner Antwort zur Ratssitzung am 18.12. 2017 schriftlich fest:

  • Die Zusammensetzung der Bodenluft und das Auftreten von Deponiegas wurden in mehreren Untersuchungskampagnen untersucht
  • Es gab keine Hinweise auf Deponiegas oder Schadgase in relevanten Konzentrationen
  • Eine erhebliche Freisetzung gasförmiger Gefahrstoffe wird daher nicht erwartet
  • Der Aushubbereich wird jedoch vollständig eingehaust, um die Arbeiter auf der Baustelle sowie Bevölkerung und Umwelt unter anderem gegen Staubfreisetzung und Gerüche zu schützen
  • Sollte es dennoch zu einer Freisetzung gefährlicher Stoffe kommen, wird die Bevölkerung informiert und gewarnt
Die Leverkusener Autobahnbrücke über den Rhein
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