»Aktueller Umwelttipp«
Kälte und Schnee über Wochen - und Leverkusen soll zu den wärmsten Orten der Republik gehören?
Der Deutsche Wetterdienst hat hier für den Zeitraum 1961 bis 1991 eine Jahresdurchschnittstemperatur von 10,8 °C ermittelt. Damit ist die Stadt nach Duisburg-Laar offiziell Deutschlands "Wärme-Vize" - wie eine Zeitung vor kurzem berichtete. Ein scheinbar klarer Standortvorteil: Weniger Heizkosten und die Palmen gedeihen in Rheindorf schon als Straßenbäume.
Die Nachricht ist allerdings mit Vorsicht zu genießen! Jeder kennt den topografischen Gegensatz zwischen den Stadtteilen am Rhein und im Bergischen Land. Der niedrigste Punkt des Stadtgebiets liegt bei 35,1 m und der höchste bei 198,7 m über dem Meeresspiegel. Dieser Unterschied spiegelt sich auch in den klimatischen Bedingungen wieder. Die rund 1 bis 1,5 km breite Rheinuferzone hat grundsätzlich ein milderes Klima als das Bergische Land. Und am Rhein stand die Messstation. Dabei kann die Differenz der Durchschnittstemperatur zwischen Leverkusen-West und -Ost bis zu 2 °C betragen. Eine Verschiebung der Messstelle um wenige Kilometer gen Osten würde Leverkusen wohl andere Ergebnisse ergeben. Als "Wärmepol" lassen sich daher nur die rheinnahen Stadtteile bezeichnen. Dennoch, auch hier muss der Hausbesitzer an Wärmedämmmaßnahmen oder energieeffiziente Technik und die richtige Pflanzenauswahl für den Garten zu denken.
Weitere Informationen zum Thema Wetter und Klima finden Sie unten auf der Seite unter den angegebenen Links. Da der Deutsche Wetterdienst seine örtliche Klimastation 2008 geschlossen hat, wird es Leverkusen in dem "Wärme-Ranking" so wie bisher nicht mehr geben.
Bei Fragen zu bestimmten lokalen Wetterereignissen können Sie sich an die AVEA GmbH, Tel. 0214/ 8668-0, wenden. Sie betreibt im Stadtgebiet eine eigene Wetterstation.



