»25. April: Der Tag gegen den Lärm «
Motto "Emission: Impossible"
Tom Cruise, der den Helden im amerikanischen Actionfilm "Mission: Impossible" verkörpert, würde sich vermutlich wundern. Denn der diesjährige Internationale Aktionstag gegen den Lärm steht unter dem ganz ähnlich klingenden Motto "Emission: Impossible". Das ist sicher kein Zufall.
Wörtlich übersetzt bedeutet Emission: Impossible: "Aussenden unmöglich". Das heißt, Lärm soll schon an der Quelle vermieden werden. Denn das ist die wirkungsvollste Art, schädlichen Umweltlärm zu bekämpfen.
Warum aber wird dies nicht viel öfter und viel früher getan? Im Falle des Verkehrslärms liegt das am Alter der Verkehrseinrichtungen hierzulande wie Straßen, Bahnstrecken, Parkplätze und -häuser und am Alter der Fahrzeuge.
Lärmschutz an der Quelle
Beispiel Straßenverkehr: Beim Auto gibt es zwei Lärmquellen, den Motor und den Kontakt des Reifens zur Fahrbahn. Bis zu Geschwindigkeiten von etwa 50 Kilometern pro Stunde hört man hauptsächlich den Motor, bei höherem Tempo mehr die Abrollgeräusche.
Beim Auto gibt es daher zwei Ansatzpunkte: leise beziehungsweise gedämmte Motoren und leise Fahrbahnbeläge sowie Reifen mit einem geringen Rollwiderstand. Eine leise Fahrbahnoberfläche ist der relativ neue, so genannte "Flüsterasphalt". Er ist offenporig und kann so die Schallwellen einkapseln. Er wird bei neuen Straßen verwandt. Im bestehenden Straßennetz ist er selten. Aber auch eine neue Fahrbahndecke kann oftmals schon eine spürbare Lärmminderung bewirken.
Trotz erheblicher Anstrengungen im Bereich des Lärmschutzes steigt der Verkehrslärm weiterhin an. Denn der Verkehr hat in den vergangenen 15 Jahren enorm zugenommen. Das bedeutet, die Gewohnheiten des Einzelnen im Verkehr spielen eine große Rolle.
Dies ist der dritte Ansatzpunkt, Lärm an der Quelle zu verhindern. Überdenken Sie die Wahl Ihrer Verkehrsmittel und testen Sie neue Verhaltensweisen.
Mehr Ruhe heißt leisere Verkehrsmittel wählen:
- zu Fuß oder mit dem Fahrrad
- mit einem Elektrorad
- den öffentlichen Personennahverkehrs nutzen, notfalls mit Park & Ride, das bedeutet mit dem Auto die kurze Strecke zum Parkplatz und dann mit Bus oder Bahn die lange Strecke zum Ziel
- Mitfahrgelegenheit in einer Fahrgemeinschaft suchen
- auf die eine oder andere Fahrt verzichten.
Tipp:
In der Leverkusener Nachbargemeinde Burscheid startet am 25. April ein zentraler Aktionstag für Nordrhein-Westfalen mit vielen Angeboten im Rahmen der dortigen Umweltwoche.
Weitere Informationen unter: http://www.burscheid.de/
