»Erinnern am Platz der Synagoge«
Bei der jährlichen Gedenkstunde am 9. November am Platz der Synagoge in Opladen hat Leverkusen der Opfer der Reichspogromnacht von 1938 gedacht. Damals wurde auch die Opladener Synagoge von den Nazis geschändet und niedergebrannt. Daran und an die Verschleppung und Ermordung vieler jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Leverkusen erinnerten Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, Rabbiner Zwi Kaplan, Kaplan Heinrich Liesen von der katholischen Kirche, Superintendent Gert-René Loerken und Pfarrer Manfred Jetter von der evangelischen Kirche sowie Iman Amir Dzeladini von der islamischen Gemeinde.
Reinhard Buchhorn appellierte in seiner Rede: "Wenn dieses jährliche Gedenken hier einen Sinn haben soll und davon bin ich überzeugt, dann, weil wir es als Mahnung nehmen - und vor allem schätzen, was uns davor beschützt und verhindert, dass so etwas in Deutschland wieder möglich wird. Und das ist zum einen die Moral. Moralische Werte aber werden geschützt von rechtsstaatlichen Prinzipien und Strukturen. Ein Grundgesetz, das sich auf die Menschenrechte gründet, das die bürgerlichen Rechte schützt und die Rechtsstaatlichkeit zur Grundlage aller nachfolgenden Gesetze macht, schützt uns alle. Die Gewaltenteilung verhindert zu große Machtfülle der einzelnen staatlichen Funktionen".
Die Gedenkstunde am Platz der Synagoge wurde von Schülerinnen und Schülern des Landrat-Lucas-Gymnasiums und der Montanus-Realschule mitgestaltet. Das Klezmer-Ensemble der Musikschule mit der israelischen Sängerin Jeanne Rabin setzte den musikalischen Rahmen. Anschließend verlief der Weg der Erinnerung vorbei an den Stolpersteinen in der Fußgängerzone Opladen und endete an der Jugendkirche, der ehemaligen Aloysiuskapelle.
Weitere Informationen
Um PDF-Dateien anzeigen oder bearbeiten zu können, benötigen Sie den (kostenlosen) Adobe Reader, den Sie mit dem folgenden Link herunterladen können: http://www.adobe.de/products/acrobat/readstep2.html



