»Holocaust-Gedenktag 2012«
Als die deutsche Wehrmacht im Frühjahr 1940 in Frankreich einmarschiert, fliehen nicht nur zahllose Franzosen aus den besetzten Städten und Regionen. Mit ihnen suchen tausende deutsche Emigranten - Künstler, Interlektuelle, Politiker, Journalisten - Wege in die unbesetzte Zone im Süden Frankreichs. Viele von ihnen mit dem Ziel, Europa nun endgültig zu verlassen. Laut Waffenstillstand sind alle in Frankreich lebenden Deutschen "auf Verlangen auszuliefern", was das Ende des politischen Asyls bedeutet.
Bald trifft der amerikanische Journalist Varian Fry in Marseille ein - geschickt von einem New Yorker Hilfskommitee, das mit Unterstützung der Präsidentengattin Eleonore Roosevelt in den USA gegründet worden ist.
Ihm gelingt es in den folgenden Monaten, mehrere tausend Flüchtlinge vor ihren nationalsozialistischen Verfolgern zu retten. Im Sommer 1941 wird Fry aus Frankreich ausgewiesen. 1967 stirbt er in den USA, völlig unbekannt und vergessen.
Die Ausstellung der Volkshochschule Leverkusen präsentiert die Arbeit der Retter und die Stationen der Flüchtlinge: von Berlin über Paris und Marseille bis nach New York.
Die Ausstellung ist vom 26. Januar bis zum 8. Februar, täglich von 8.00 bis 18.00 Uhr und während der Veranstaltungen, zu sehen.
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