Zur Hauptnavigation springen ι Zur Zielgruppennavigation springen ι Zur Suchmaschine springen ι Zum Inhalt springen ι Zur rechten Infobox springen ι


Leverkusen für...

Schnelleinstieg

Schnelleinstieg

Schnelleinstieg



»25 Jahre Frauenbüro«

25 Jahre Frauenbüro

Das Frauenbüroteam: Sabine Rusch-Witthohn (v.l.), Simone Fey-Hoffmann, Anna Schwiertz
Das Frauenbüroteam: Sabine Rusch-Witthohn (v.l.), Simone Fey-Hoffmann, Anna Schwiertz

Am 17. Mai feierte das Frauenbüro der Stadt seinen 25. Geburtstag. 1985 war es vom Leverkusener Rat  als "Gleichstellungsstelle für Frauen" gegründet worden. Im Rahmen eines Pressegespräches stellten Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und die Frauenbeauftragte Simone Fey-Hoffmann die Geschichte und den Werdegang der städtischen Gleichstellungsstelle vor. Später wurde deren Namen in Frauenbüro umbenannt.

Oberbürgermeister Buchhorn sagte: "Das Frauenbüro hat große Forschritte für die Gleichberechtigung erzielt - und dies nicht nur für die Frauen, die in der Stadtverwaltung arbeiten, sondern das Frauenbüro ist ein hoch anerkannter Ansprechpartner und Ratgeber für alle Frauen in Leverkusen."

Schon 1988 legte die erste Frauenbeauftragte Dr. Dagmar Schlapeit-Beck den ersten Frauenförderplan vor. Geschlechtsneutrale Stellenausschreibungen sowie die Vorgabe, "bei gleicher Eignung und Befähigung" bevorzugt Frauen einzustellen, wurde lange vor Inkraftreten des "Landesgleichstellungsgesetzes" im Jahr 1999 in Leverkusen praktiziert. "1985", so Simone Fey-Hoffmann, "gab es in Leverkusen keine einzige Dezernentin, alle 36 Amtsleiterstellen waren von Männern besetzt, es gab noch nicht einmal eine Abteilungsleiterin." Dies sei heute anders: 60 Prozent aller Arbeitsplätze in der Stadtverwaltung Leverkusen werden von Frauen ausgefüllt, 25 Prozent sind in Führungspositionen tätig. 


Das Frauenbüro widmete und widmet sich darüber hinaus auch erfolgreich anderen Themen wie zum Beispiel dem "Sexuellen Missbrauch am Arbeitsplatz", der "Betreuung von Grundschulkindern in den Ferien", die "Situation Alleinerziehender" oder die "Häusliche Gewalt". Es koordiniert auch die Einrichtung eines Runden Tisches zwischen Polizei, Beratungsstellen, Frauenhaus, Ärztinnen und Ärzten.

Die Arbeit des Büros sehen Oberbürgermeister Buchhorn und die Frauenbeauftragte im Jahre 2010 noch nicht als beendet an. Trotz der schon erzielten Erfolge. Einen großen Schwerpunkt sieht Fey-Hoffmann in der Arbeit von Migrantinnen und Migranten für Migrantinnen und Migranten. Aber auch die berufliche Gleichstellung sei noch nicht erreicht, so Fey-Hoffmann. Und dafür gelte es nach wie vor zu kämpfen.

Weitere Erfolge, Informationen und Themen des Frauenbüros finden Sie unter auf der Seite unter dem Link "Pressemitteilung". Dort finden Sie auch die Gratulationsrede von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn.

Interview mit Simone Fey-Hoffmann

Simone Fey-Hoffmann
Simone Fey-Hoffmann


Frau Fey-Hoffmann, 1985 wurde die "Gleichstellungsstelle für Frauen" bei der Stadt Leverkusen gegründet. Ihr Ziel ist die Gleichstellung von Frauen in allen Lebensbereichen. Sie sind seit 1989 die Frauenbeauftragte der Stadt Leverkusen. Was würden Sie als echte Errungenschaft bezeichnen?

Als echte Errungenschaft würde ich es bezeichnen, dass sich die Stadt Leverkusen von einer männerdominierten Verwaltung zu einer Verwaltung gewandelt hat, in der inzwischen Frauen in allen Bereichen zu finden sind und dass sie heute eine echte  Chance haben, eine Führungsposition einzunehmen. Als die Gleichstellungsstelle gegründet wurde, gab es keine einzige Dezernentin, alle 36 Ämter wurden von Männern geführt, es gab keine Abteilungsleiterin. Das ist heute glücklicherweise anders. Und das hat das Frauenbüro bewirkt. Seitdem es das Frauenbüro gibt, sind geschlechtsneutrale Stellenausschreibungen Pflicht, und bei gleicher Eignung und Befähigung müssen Frauen bevorzugt eingestellt werden. Heute beträgt der Frauenanteil 60 Prozent, davon rund 25 Prozent in Führungspositionen.

Setzt sich das Frauenbüro nur für Frauen in der Stadtverwaltung ein?

Nein, das Frauenbüro ist Ansprechpartner für alle Frauen in Leverkusen und auch deren Kinder. Und ich bin stolz darauf, dass wir schon seit langem anerkannter Gesprächspartner für die verschiedensten Institutionen sind - von den Beratungsstellen über die Kirchen bis zu den Leverkusener Unternehmen. Wir haben viel bewirkt in diesen 25 Jahren. So haben wir uns dafür eingesetzt, das Thema "Häusliche Gewalt" aus der privaten Tabuzone zu holen. Es gibt einen "Runden Tisch" zu dem Thema, an dem wir gemeinsam mit der Polizei, mit dem Frauenhaus, den Ärztinnen und Ärzten aus Leverkusen und den Beratungsstellen sitzen. Wir haben uns immer bemüht, Themen, die für Frauen wichtig sind, voranzubringen: So haben wir uns schon ganz früh für eine Betreuung von Grundschulkindern in den Ferien eingesetzt. Aber auch Themen wie "sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz" oder sexueller Missbrauch von Kindern haben wir uns schon gewidmet, als noch niemand darüber sprach.

Wofür haben Sie am stärksten gekämpft?

Am Anfang: Ganz eindeutig darum, ernst genommen zu werden. Heute ist das Frauenbüro eine Institution, an der niemand mehr rüttelt.

Was sind Ihre Ziele für die Zukunft?

Das oberste Ziel ist es, uns überflüssig zu machen. Ich wünsche mir, dass Frauen irgendwann zu allen Bereichen des Lebens wirklich denselben uneingeschränkten Zugang haben wie Männer. Aber daran müssen wir noch arbeiten. Ich glaube sowieso, dass die erste Frauenbeauftragte Sisyphus war.

Weitere Informationen

Pressemitteilung zum 25-jährigen Geburtstag des Frauenbüros

Infos zum Frauenbüro der Stadt Leverkusen

Rede anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Frauenbüros