»Neues Wasserspiel "Water Island" «
Trockenen Fußes durch Wasserwände
Foto: Schloss Morsbroich
Am 18. Juli 2010 ist im Park von Schloss Morsboich die neue Brunnenanlage "Water Island" eingeweiht worden. Eine Wasser-Insel im wahrsten Sinne, das ist die Brunnenskulptur, die der dänische Künstler Jeppe Hein dort verwirklicht hat. Es fordert etwas Geschick und Spieltrieb, vom Äußeren dieses interaktiven Wasserkreises trockenen Fußes in seine Mitte zu gelangen. Denn die "Wände" des Brunnens bauen sich aus Wasserfontänen auf. Da gilt es zu erkunden, wann der richtige Zeitpunkt zum Durchgang gekommen ist.
Das Kunstwerk bildet einen neuen markanten Blickfang in der Auffahrt zum Schloss Morsbroich, zugleich das Städtische Museum für Zeitgenössische Kunst.
Perfekte Symmetrie
Foto: Schloss Morsbroich
Die kreisrunde Form der neuen Brunnenanlage spielt auf das barocke Ideal der perfekten Symmetrie an. Eine Spiegelgleichheit, die sich auf dem Gelände und auch an der Fassade des Schlosses wiederfindet. Was auf der rechten Seite zu sehen ist, findet sich auf der linken spiegelgleich wieder.
Das neue Wasserspiel ist zentral in der Auffahrt an der Stelle entstanden, wo zuvor bereits eine große, zuletzt ungenutzte Brunnenschale war.
Ermöglicht haben "Water Island" verschiedene Spenderinnen und Spender, unter anderem die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Museumshop Morsbroich. Auch die Sparkasse Leverkusen und die Energieversorgung Leverkusen unterstützten das Projekt.
Künstler aus Kopenhagen
Foto: Schloss Morsbroich
Der Künstler Jeppe Hein ist 1974 in Kopenhagen geboren. Er studierte an der dortigen Royal Danish Academy of Arts, danach an der Städel Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt. Der Installationskünstler lebt und arbeitet heute in Kopenhagen und Berlin. Dr. Markus Heinzelmann, der Leiter des Museums für Zeitgenössische Kunst Schloss Morsbroich über Heins künstlerischen Ansatz: "Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie ein Kunstwerk beschaffen sein kann, das unterschiedliche Menschen, die einander vielleicht noch nicht kannten, zum gemeinsamen Spiel anstiften kann."


