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»Schloss Morsbroich«

Museum und Schmuckstück mit Geschichte

Ansicht Schloss Morsbroich
Schloss Morsbroich mit Wasserspiel

Ein wenig versteckt im Grünen, passend für einen ehemaligen adligen Landsitz und ein Jagdschlösschen, liegt Schloss Morsbroich in Leverkusen-Alkenrath, nur gut einen Kilometer vom Zentrum entfernt. In seiner heutigen Barockgestalt wurde das Schloss in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet und im 19. Jahrhundert erweitert.

Museum von internationalem Rang

Schloss Morsbroich beherbergt heute das Städtische Museum für Zeitgenössische Kunst. Es umfasst mehr als 300 Werke der Malerei und Plastik sowie etwa 2.300 Arbeiten auf Papier. Zehn bis zwölf Mal im Jahr bieten wechselnde Ausstellungen eine internationale Szenerie der zeitgenössischen Kunst. Werke von Josef Beuys, Gerhard Richter, Günther Uecker, Ives Klein oder Alexander Calder sind dort zu sehen. Im Herbst des Jahres 2009 wurde Morsbroich vom Internationalen Kunstkritikerverband AICA, Sektion Deutschland, in Berlin zum "Museum des Jahres 2009" gekürt. Diese Auszeichnung wurde mit dem "bemerkenswert hohen Niveau der Ausstellungstätigkeit in Leverkusen" begründet.

"Spiegelsaal" für Trauungen 

Schloss Morsbroich ist mehr als ein Museum; sein weitläufiger Park ist Ziel vieler Spaziergänger, der "Morsbroicher Sommer" lockt mit zahlreichen Open-Air-Veranstaltungen. In den reich verzierten, prunkvollen Spiegelsaal lädt die Stadt zu festlichen Repräsentationsveranstaltungen ein. Außerdem können sich dort auch Brautpaare trauen lassen. 

Geschichte des Schlosses

Anstelle des heutigen Bauwerkes erhob sich ursprünglich eine spätmittelalterliche Burganlage. Schriftliche Erwähnung findet erstmals 1328 ein Johannes gen. Moir von dem Broiche. Die Burg dient als Sitz der bergischen Grafen und deren Lehensleuten. Über die Jahrhunderte wechselt die Burg unzählige Male ihre Eigentümer. 1619 kommt sie in den Besitz des Deutschen Ordens. 1775 wird die "gantz ruinöse" Burganlage abgerissen und als "Maison de plaisance" im Rokokostil neu errichtet. Um diese Zeit wird auch ein englischer Garten angelegt. 1806 verliert der Deutsche Orden das Barockschloß an Napoleon I, der die geistliche Institution säkularisiert. Bald darauf kommt es zur Übernahme des Rheinlands durch Preußen, und Schloß Morsbroich fällt 1817 einem Kölner Bankier zu. 1857 erwirbt der Kommerzienrat Friedrich Diergardt den gesamten Besitz.

1948 mietete die Stadt das stark beschädigte Bauwerk. Zuerst einmal war an die Errichtung eines Alters- oder Kinderheimes im Schloss gedacht. Schließlich entschloß man sich aber zu einem Museum. 1974 beschloß der Rat den Kauf des Besitzes. Nach der Grundsanierung wurde das Museum 1985 eröffnet.

Weitere Informationen

Sehenswert: Wasserspiel "Water Island"

Busverbindung: Linien 212, 214, Haltestelle "Museum Morsbroich"

Hochzeit im Schloss


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