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»Villa Römer«

Eindrucksvoll: das "Haus der Stadtgeschichte"

Er hatte den Plan und gab der Villa seinen Namen: der Fabrikant Max Römer (1855-1925), Erbauer und Hausherr des Gebäudes auf dem Opladener Frankenberg.
Kurz nach 1900 hatte er zunächst das umfangreiche Anwesen für sich und seine Familie erworben. Inmitten eines ausgedehnten Landschaftsgartens im englischen Stil stand bereits damals ein repräsentatives Gebäude. Es hatte bis 1836 dem Landrat Georg von Hauer, danach der Unternehmerfamilie Ulenberg als Wohnhaus gedient.

Römer ließ dieses Haus niederreißen und 1905 die heutige Villa an dessen Stelle erbauen. Architekt war der Solinger Paul Linder. Fabrikant Römer war Eigentümer zweier Türkischrotfärbereien, eine in Opladen, die andere in Leichlingen. 1923 zogen er und seine Frau Maria Antonie nach Stuttgart. Zwei Jahre danach übernahm die Aktien-Färberei Münchberg das Unternehmen "Färberei Alb. Römer GmbH". Das Opladener Werk musste infolge der Weltwirtschaftskrise 1930 schließen. Die Leichlinger Fabrik bleib bis 1965 in Betrieb.       
 
"Zeiträume Leverkusen"

Die "Villa Römer" diente ab 1933 der Stadt Opladen, später dem Rhein-Wupper-Kreis und nach der kommunalen Neuordnung der Stadt Leverkusen als Verwaltungsgebäude.
Heute steht sie als "Haus der Stadtgeschichte" den Leverkusener Geschichtsvereinen zur Verfügung.

Unter dem Titel "Zeiträume Leverkusen" präsentieren die Vereine gemeinsam mit dem Stadtarchiv eine Dauerausstellung zur Stadtgeschichte. Dort bereichern zudem Wechselausstellungen und Veranstaltungen zur Stadt- und Regionalgeschichte das kulturelle Leben der Stadt.    


Zur Architektur und Ausstattung

Das burgartige Gebäude mit Fachwerk- und Grünsandsteinfassade, historisierenden Architekturelementen (Turm, Erker, Balkone, Zinnen) und reich gegliederter Dachlandschaft ist ein typisches Beispiel großbürgerlicher Repräsentationsarchitektur.
Dem aufwändigen Äußeren entspricht das eindrucksvolle Innere: Die Empfangs-halle erschließt den ehemaligen Repräsentationsbereich mit Frühstücks- und Esszimmer, Billardraum und Salon sowie Wintergarten und heute nicht mehr vorhandener Terrasse.
Eine üppig verzierte Treppe führt in den damals der Familie vorbehaltenen Bereich im ersten Obergeschoss. Im östlichen Teil des etwa zehn Hektar umfassenden Anwesens befanden sich Obstplantagen. Von den Nebengebäuden (unter anderem Gewächshäuser, Wohnhaus des Gärtners) ist heute nur noch das im Landhausstil erbaute Kutscherhaus erhalten.


Weitere Informationen

  • Anschrift:
    Villa Römer - Haus der Stadtgeschichte
    Haus-Vorster Str. 6
    51379 Leverkusen 
    Busverbindung: Linien 202, 231, 232, 244, 253, 255, Haltestelle "Wupperbrücke"

  • Folgende Vereine haben ihre Geschäftsstelle in der Villa und sind unter der Anschrift zu erreichen:

    Haus der Stadtgeschichte Leverkusen e. V. - Trägerverein Villa Römer
    Vorsitzende und Ansprechpartnerin: Gertrud Liedtke
    Telefon (02204) 82 47 5
    Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

    Bergischer Geschichtsverein
    Abt. Leverkusen-Niederwupper e.V.
    Telefon (02171) 340 78 01
    Fax (02171) 340 78 05
    Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik
    Home: www.niederwupper.de

    Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V.
    Telefon (02171) 47 84 3
    Fax (02171) 23 15
    Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik
    Home: www.ogv-leverkusen.de

    Stadtgeschichtliche Vereinigung e. V.
    Vorsitzende und Ansprechpartnerin: Gabriele Pelzer
    Telefon (02171) 39 73 78
    Fax (0221) 70 99 36 93
    Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik