»Schlebusch«
Beliebter Sommersitz
Schlebusch ist nach Wiesdorf und Opladen das dritte Zentrum Leverkusens. Sein Mittelpunkt ist die Anfang der 1990er errichtete Fußgängerzone Bergische Landstraße. Das "Dorf", wie es häufig genannt wird, gilt durch seine ruhige und beschauliche Lage auch als eine gute Wohngegend. Das gilt unter anderem auch für die Waldsiedlung.
Der Stadtteil bietet seinen Bewohnern eine schöne Kombination von dörflichem Charme und gut sortierten Fachgeschäften vieler Branchen. Am Donnertag gibt es sogar einen Wochenmarkt. An Naherholungsgebieten sind die bergisch-ländliche Umgebung, das Dhünnufer oder der Wuppermannpark zu nennen. Das Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer fasziniert mit seiner spannenden Geschichte.
Infrastruktur
- Klinikum
- acht Apotheken
- zahlreiche Arztpraxen
- Wohnpark Altschlebusch/ Caritas Altenzentrum an St. Andreas
- zehn Kindertagesstätten
- Gemeinschaftsgrundschule Waldschule
- GGS Morsboicher Straße
- Katholische Grundschule Gezelin-Schule
- KGS Thomas-Morus-Schule
- Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
- Katholische St. Andreas-Kirche
- Evangelischen Kirchengemeinde
- gute Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr
Geschichte:
Schlebusch wird 1268 erstmals erwähnt. Im Mittelalter gab es dort drei Rittersitze: Schlebuschrath, Schlebusch -der sogenannte "Binnester Hof"- und Morsbroich. Das heutige Haupthaus des Binnester Hofs entstand Ende des 18. Jahrhunderts. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der 1889 errichtete Neubau der St. Andreas-Kirche mit dem "Klösterchen", das ehemalige Bürgermeisteramt und die Hofanlage Herkenrath aus dem Jahren 1740. Die Schriftsteller Anton Wilhelm und Vincenz von Zuccalmaglio wuchsen ebenfalls hier auf. Das geschieferte Fachwerkhaus der Familie steht heute noch in der Fussgängerzone. Im Jahre 1837 übernahm der Schmied Kuhlmann einen Stahlhammer an der Dhünn und richtete dort eine Sensenfabrik ein. Im Frühjahr 2005 eröffnete dort das gleichnamige Industriemuseum "Freudenthaler Sensenhammer" seine Pforten. Dieses bietet auch Platz für Vernissagen bekannter Künstler und kulturelle Veranstaltungen wie die Leverkusener Jazztage. Von der Beliebtheit Schlebuschs als Sommersitz im 19. Jahrhundert zeugen noch die Villa Peill, Haus Nazareth und die Villa Wuppermann. Diese wird heute als Tagungs- und Kongresszentrum genutzt.
1930 vereinigte sich Ortschaft mit Steinbüchel, Rheindorf und der Stadt Wiesdorf zur neuen Stadt Leverkusen. Die Gemeinde hatte zu diesem Zeitpunkt rund 6.300 Einwohner. Am 31.232012 lebten in Schlebusch-Süd 9.165, in Schlebusch-Nord 13.462 und in der Waldsiedlung 3.256 Menschen.


