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Wirtschaft & Arbeit
Standort Leverkusen
Einzelhandel/Vergnügungsstätten

Konzepte diskutiert

Was benötigt der Einzelhandel in Leverkusen, um zukunftsfähig zu sein? Wie kann die Ansiedlung von Spielhallen oder Wettbüros stadtverträglich gesteuert werden? Diese und andere Themen sind Inhalte des überarbeiteten Konzeptes für den Einzelhandel sowie des ganz neuen Konzeptes in punkto Vergnügungsstätten in der Stadt.

Damit hatte die Stadt das Gutachterbüro CIMA Beratung + Management GmbH aus Köln beauftragt. Eine umfassende Bestandsaufnahme sowie eine Passantenbefragung in den drei Zentren Wiesdorf, Opladen und Schlebusch läuteten im März 2016 den Projektauftakt ein. Erste Ergebnisse stellte die Stadt dann auf drei Infoveranstaltungen in den Stadtbezirken im März und April 2017 vor. Zu den Veranstaltungen waren alle Bürger, Politiker sowie Vertreter des Einzelhandels eingeladen. Sie leiteten das öffentliche Beteiligungsverfahren ein. Nach den Vorträgen konnten sich die Bürgerinnen und Bürger an Themenständen informieren, diskutieren, Fragen stellen und Anregungen geben. Der endgültige Entwurf wird vor den Sommerferien öffentlich im Baudezernat ausgelegt und anschließend im Rat beschlossen.

Thema: Einzelhandel

Der allgemeine Strukturwandel im Einzelhandel, Veränderungen in der räumlichen Verteilung des Einzelhandelsangebotes im Stadtgebiet sowie neue gesetzliche Rahmenbedingungen auf Bundes- und Länderebene: Das sind die Anlässe, das gesamtstädtische Einzelhandelskonzept zu überarbeiten.

Den Erhebungen zufolge wird in der Stadt der größte Umsatz mit "Nahrungs- und Genussmitteln" gemacht, gefolgt von den Sortimenten "Gesundheits- und Körperpflege", "Bekleidung und Wäsche", "Baumarktartikeln und Gartenbedarf". Die Bewertung der drei Einzelhandelszentren durch die befragten Passanten ergab: Das Zentrum in Wiesdorf erhält mit 2,26 die beste Gesamtnote, gefolgt vom Schlebuscher Zentrum mit 2,46 und dem Opladener mit 3,18. Bei den Einzelkategorien verändert sich das Ranking jedoch. So liegen Opladen und Schlebusch, etwa was die Beratung in den Geschäften sowie die Freundlichkeit der Bedienung angeht, vor Wiesdorf.

Das Konzept wird Grundlage für die planungsrechtliche Steuerung der Einzelhandelsentwicklung sein. Es dient Politik, Verwaltung und Unternehmen als Orientierungsleitfaden zur zukünftigen Entwicklung der Leverkusener Einzelhandelsstandorte.

Thema: Vergnügungsstätten

Im Stadtgebiet haben sich im Vergleich zu anderen Kommunen im Land überdurchschnittlich viele Vergnügungsstätten, insbesondere Spielhallen und Wettbüros, angesiedelt. Sie sind oft im direkten Einzugsbereich der Einkaufszonen sowie in Gewerbegebieten und gewerblich geprägten Bereichen. Verdrängungseffekte, Konflikte mit sensiblen Nutzungen sowie Wert- und Imageverluste sind direkte Folgen dieser vermehrten Ansiedlung.

Um solchen Tendenzen entgegenzuwirken und die städtebauliche Ordnung langfristig zu erhalten, hat die Stadt Leverkusen erstmalig ein gesamtstädtisches Konzept zur Steuerung von Vergnügungsstätten in Auftrag gegeben.

Übergeordnetes Ziel ist es dabei, künftige Vergnügungsstätten auf stadtverträgliche Teilräume zu lenken. Sowohl bei der Stadtverwaltung als auch bei den privaten Akteuren (Immobilienbesitzer, Spielhallenbetreiber, Gewerbetreibende und Bürger) soll so Planungs- und Investitionssicherheit geschaffen werden.