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Konzept für den Einzelhandel

Konzept für den Einzelhandel

Der Rat der Stadt Leverkusen verabschiedete am 18.12. 2017 ein neues Einzelhandelskonzept für die Stadt Leverkusen. Alle Einzelhandelsbetriebe wurden dafür erfasst und 1000 Passanten befragt. Über den Einzelhandel wird die Bevölkerung versorgt, aber er belebt und gestaltet auch die Stadt. Beschlossen wurde folgendes Vorgehen: Weitere Stärkung des Hauptstandortes Wiedorf und von Opladen und Schlebusch als Stadtbezirkszentren. Die Nahversorgung muss grundsätzlich für die Bürger im gesamten Stadtgebiet gewährleistet sein. Eventuelle weitere großflächige Ansiedlungen gehörten dann aber - wenn sie anstehen - in erster Linie nach Wiesdorf und nicht in Randlagen.

Das Konzept wurde vom Gutachterbüro CIMA Beratung + Management GmbH aus Köln erarbeitet. Es schreibt die bisherigen Handlungsgrundlagen der Stadt im Bereich Einzelhandel aus den Jahren 2002 (Handlungsprogramm Einzelhandel) und 2008 (Nahversorgungskonzept) fort.

Anlass waren der Strukturwandel im Einzelhandel und Veränderungen in der räumlichen Verteilung des Einzelhandelsangebotes im Leverkusener Stadtgebiet (u.a. Eröffnung der Rathaus-Galerie in 2010). Auch neue gesetzliche Rahmenbedingungen auf Bundes- und Länderebene machten die Fortschreibung notwendig.

Das Einzelhandelskonzept zeigt räumliche und strukturelle Perspektiven auf. Damit stellt es eine grundlegende Arbeitsbasis für zukünftige planerische Entscheidungen im Baugenehmigungsverfahren sowie in der Bauleitplanung dar.

Das Konzept dient sowohl Verwaltung und Politik, aber auch örtlichen Unternehmern als Standortbestimmung und Orientierungsleitfaden. Oberstes Ziel ist es, die städtischen Zentren in ihrer Versorgungsfunktion zu erhalten und zu stärken.

Grundlage der Analyse bildete eine Verkaufsflächenerhebung aller Einzelhandelsbetriebe im gesamten Leverkusener Stadtgebiet. Zusätzlich wurden rund 1.000 Passanten in den Hauptgeschäftslagen Wiesdorf, Opladen und Schlebusch  befragt. 

In drei Öffentlichkeitsveranstaltungen wurde das Konzept im Entwurf zudem im März 2017 auf Bezirksebene vorgestellt.

Das gesamte Konzept ist über den Link unten abrufbar. 


Zur Entstehung

Die Stadt hatte das Gutachterbüro CIMA Beratung + Management GmbH aus Köln beauftragt, das Konzept zu entwickeln. Eine umfassende Bestandsaufnahme sowie eine Passantenbefragung in den drei Zentren Wiesdorf, Opladen und Schlebusch läuteten im März 2016 den Projektauftakt ein. Erste Ergebnisse stellte die Stadt dann auf drei Infoveranstaltungen in den Stadtbezirken im März und April 2017 vor. Zu den Veranstaltungen waren alle Bürger, Politiker sowie Vertreter des Einzelhandels eingeladen. Sie leiteten das öffentliche Beteiligungsverfahren ein. Nach den Vorträgen konnten sich die Bürgerinnen und Bürger an Themenständen informieren, diskutieren, Fragen stellen und Anregungen geben.

Thema: Einzelhandel

Das Konzept wird Grundlage für die planungsrechtliche Steuerung der Einzelhandelsentwicklung sein. Es dient Politik, Verwaltung und Unternehmen als Orientierungsleitfaden zur zukünftigen Entwicklung der Leverkusener Einzelhandelsstandorte.
Den Erhebungen zufolge wird in der Stadt der größte Umsatz mit "Nahrungs- und Genussmitteln" gemacht, gefolgt von den Sortimenten "Gesundheits- und Körperpflege", "Bekleidung und Wäsche", "Baumarktartikeln und Gartenbedarf". Die Bewertung der drei Einzelhandelszentren durch die befragten Passanten ergab: Das Zentrum in Wiesdorf erhält mit 2,26 die beste Gesamtnote, gefolgt vom Schlebuscher Zentrum mit 2,46 und dem Opladener mit 3,18. Bei den Einzelkategorien verändert sich das Ranking jedoch. So liegen Opladen und Schlebusch, etwa was die Beratung in den Geschäften sowie die Freundlichkeit der Bedienung angeht, vor Wiesdorf.