Stadt Leverkusen

Stadt legt Schulwegsicherungs­konzept vor

Mehr Kinder sollen ihren Schulweg eigenständig zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Das fördert sowohl die Selbstständigkeit als auch die Gesundheit der Kinder und schont zugleich die Umwelt. Im Alltag geraten Kinder jedoch häufig in unübersichtliche Situationen. Dazu tragen leider auch Elterntaxis bei.

Mit dem Schulwegsicherungskonzept möchte der Fachbereich Mobilität und Klimaschutz den Schulweg zu Fuß oder per Rad attraktiver und sicherer machen. Das Schulwegsicherungskonzept geht nun in den politischen Beratungsturnus. Am 18. Mai wird die Vorlage dem Rat der Stadt Leverkusen zum Beschluss vorgelegt. 

Umfrage als Basis

Anfang 2024 entwickelte der Fachbereich Mobilität und Klimaschutz eine Umfrage für 24 Leverkusener Grund- und 16 weiterführende Schulen inklusive Förderschulen.  Die Umfrage diente der Bestandaufnahme: Zum einen wurden die Verkehre zur Schule abgefragt, zum anderen die Beweggründe für das Elterntaxi. Darüber hinaus sollte herausgefunden werden, wie die Verkehrsmittelwahl verändert werden kann. Im Juni/Juli 2024 konnten Eltern und Schülerschaft dann an der Online-Umfrage teilnehmen. „Die hohe Beteiligung von 2.115 Eltern und Schülerinnen und Schülern sowie weitere Zuschriften zeigen: Alle wollen sichere Schulwege“, fasst Christiane Jäger, Leiterin des Fachbereichs Mobilität und Klimaschutz, zusammen. 

Die ermittelten Ergebnisse wurden umfassend ausgewertet, für jede Schule wurde ein individuelles Datenblatt erstellt. Zudem wurden die Ergebnisse den Schulen übermittelt und Ortsbegehungen bzw. Diskussionen der Ergebnisse – auch mit den Eltern – angeboten:  All dies fasst das Konzept zur Schulwegsicherung für alle Schülerinnen und Schüler der Stadt Leverkusen zusammen. Es enthält rund 80 teils umfangreiche Maßnahmen. 

Einige Maßnahmen wie das Einrichten von Halteverbotszonen sind bereits umgesetzt. Zu den umfangreicheren Maßnahmen gehört die Prüfung und Einrichtung von Querungshilfen sowie die Markierung, Beschilderung und Beleuchtung von Zebrastreifen oder das Absenken von Bordsteinen.

Enge Einbindung der Bezirksvertretungen

Wie bereits bei der Verwaltungsvorlage zur Parkraumbewirtschaftung im Jahr 2024, wurden Anfang März Abstimmungstermine mit dem Bildungsausschuss sowie den Bezirksvertretungen für die Stadtbezirke I-III vereinbart, in denen die Datenblätter zu den einzelnen Schulstandorten je Bezirk vorbesprochen wurden, um einzelne Wünsche und Anregungen der politischen (Bezirks-) Vertreter noch vor Veröffentlichung mit in das Konzept aufnehmen zu können. 

Welche Maßnahmen im jeweiligen Schulumfeld sinnvoll und machbar sind, wird individuell entschieden, in enger Zusammenarbeit mit den Schulen, Eltern, der Polizei sowie dem Fachbereich Schulen, dem Fachbereich Ordnung und Straßenverkehr sowie dem Fachbereich Tiefbau. Die Maßnahmen werden im Rahmen der personellen und finanziellen Kapazitäten unter Berücksichtigung von Förderkulissen umgesetzt. Einzelmaßnahmen werden aus Mitteln der laufenden Verwaltung finanziert.

Zudem werden in Abstimmung mit der Polizei Kontrollen und Aufklärungsarbeit intensiviert und Aktionen zur Toter Winkel-Sensibilisierung weitergeführt. Beim jährlichen Stadtradeln wird ein besonderer Fokus auf das Schulradeln gelegt.

Das Schulwegsicherungskonzept ist im Ratsinformationssystem (Öffnet in einem neuen Tab) abrufbar.

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