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Quartierstreffpunkt Wiesdorf ist nun komplett
Vor zwei Jahren war der erste Bauabschnitt fertigstellt: Die ehemalige Feuerwache in Wiesdorf konnte zusammen mit einem Neubau der GGS Dönhoffstraße bezogen und als Quartierstreff betrieben werden. Jetzt ist auch das benachbarte eingeschossige Gebäude mit Mehrzweckhalle und Gymnastikhalle fertig und kann voraussichtlich ab März genutzt werden.
„Mit diesem zweiten Bauabschnitt ist das Quartierszentrum Wiesdorf bis auf die Außenanlagen vollendet“, freut sich Andrea Pesch, Abteilungsleiterin Hochbau im Fachbereich Gebäudewirtschaft, „alle drei Gebäude bieten nun Möglichkeiten für schulische Angebote und für die Quartiersarbeit.“
In der Passage gegenüber der Feuerwache ist der Eingangsbereich zur Mehrzweck- und Gymnastikhalle als überdachte Nische gestaltet. Von hier aus geht es in ein Eingangsfoyer, das zwei Hallenräume erschließt. Die Gymnastikhalle wurde mit Parkett und einer Spiegelwand ausgestattet, die andere Halle mit markierten Spielfeldern und Sportgeräten. Die Wände im Eingangsbereich und in den Fluren sind schlicht in Sichtbeton gehalten und mit großen Fenstern strukturiert. Neue Schüler-WC-Anlagen für den Schulhof sind ebenfalls in dem Gebäude untergebracht. Daher führt ein weiterer Ein- und Ausgang vom bestehenden Schulgebäude direkt in den Umkleidetrakt, zu den Duschen und Sanitäranlagen.
Die neue Halle nimmt den Platz der abgerissenen Schulsporthalle ein, allerdings ist sie nicht parallel zur Moskauer Straße, sondern rechtwinklig zum bestehenden Schulgebäude ausgerichtet. „Damit bleibt das historische Gebäude der Feuerwache von der Moskauer Straße aus Blickfang und auch optisch Identifikationspunkt des Quartierstreffs“, betont Projektleiterin Heike Kuhla-Folkmann.
Ausführung und Technik dienen auch dem Klimaschutz und der Klimaanpassung
Für die Neubauten des Quartierstreffpunkts wurde ein hoher Wärmedämmstandard verwirklicht. Das Gebäude wurde mit Klinker-Riemchen auf Wärmedämmverbundsystem verkleidet. Zur Milderung der thermischen und lufthygienischen Belastung dieses innerstädtischen stark verdichteten Raums und zur Absorption von Oberflächenwasser wurde das Gebäude mit einer Fassadenbegrünung und die tiefer liegende Dachfläche mit einer extensiven Dachbegrünung versehen. Auf der höheren Dachfläche des Sporthallenbereichs wurde eine Photovoltaik-Anlage installiert. Das Gebäudeensemble wird mit Fernwärme versorgt. Die Lüftungsanlagen der Mehrzweckhalle wurden im gesonderten Technikbereich oberhalb des Eingangsbereichs installiert.
Aufeinander abgestimmte Nutzung
Im März soll die Mehrzweckhalle voraussichtlich in Betrieb genommen werden. Dann ist das Gebäudeensemble aus umgebauter Feuerwache, Neubau mit Mensa und der Mehrzweckhalle sowohl für schulische Veranstaltungen als auch für Veranstaltungen des Quartierstreffs nutzbar.
„Wir freuen uns besonders darauf, in Zukunft mehr sportliche Kurse anbieten zu können“, sagt Svenja Stettes, aus dem Team des Quartierstreffs. „In dem historischen Gebäude der Feuerwache war das bislang nur sehr begrenzt möglich.“ Ein Programm wird in Abstimmung mit der Schule noch entwickelt.
Ganz abgeschlossen ist die Maßnahme des Dezernats für Planen und Bauen voraussichtlich 2027, wenn der Quartiersplatz und der Schulhof nach den Plänen von „greenbox Landschaftsarchitekten“ neugestaltet sind. Der Auftrag dazu ist aktuell im Vergabeverfahren.
Kosten mussten angepasst werden
Der Baubeschluss zum Projekt Quartierstreff Dönhoffstraße/Alte Feuerwache erfolgte Anfang 2019. Die prognostizierten Baukosten lagen laut Kostenberechnung bei 11.500.000 Euro. Das Projekt wurde in zwei Bauabschnitte aufgeteilt und jeweils als Förderprojekt im InHK Wiesdorf angemeldet. Die Zusage für den ersten Bauabschnitt erfolgte mit 100 Prozent Förderung eine weitere Zusage für den zweiten Bauabschnitt erfolgte mit 80 Prozent Förderung. Allerdings haben sich die 2019 prognostizierten Baukosten wegen gestiegener Preise in den vergangenen Jahren auf ca. 16 Millionen Euro erhöht. Sie werden im Rahmen des „InhK Wiesdorf“ mit 10.311.000 Euro von der Städtebauförderung von Land und Bund refinanziert.



