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Leverkusener Löwe

Leverkusener Löwe für Jürgen Ohrem

Zum 14. Mal wurde am 29. Mai 2019 der "Leverkusener Löwe" für besondere Verdienste um Leverkusen verliehen. Preisträger in diesem Jahr ist Jürgen Ohrem - seit 1987 Chef der städtischen Musikschule Leverkusen. Den Preis verleiht der Verein "Wir für Leverkusen - ein starkes Stück Rheinland".

Die Laudatio hielt Oberbürgermeister Uwe Richrath.

"Musikschule zu einer Institution gemacht"

Oberbürgermeister Richrath lobte Jürgen Ohrem dafür, dass er sein ganzes berufliches Leben dem Ziel widme, Musik und gemeinsames Musizieren zu einem elementaren Bestandteil des Lebens werden zu lassen. "Sie haben die Musikschule Leverkusen zu einer Institution gemacht", sagte er.

Besonders die musikalische Früherziehung liege Ohrem am Herzen.

 So gehe auf dessen Initiative zurück:

  • die Einführung der musikalischen Früherziehung für jetzt 4 bis 6-jährige
  • der massive Ausbau der Orchester-, Chor-, Ensemble-, und Bandarbeit
  • der Ausbau des sonderpädagogischen Angebotes
  • die Gründung des "Chor der Kulturen" mit über 80 Flüchtlingen

Heute bildeten, so der OB, die Schülerinnen und Schüler der Musikschule insgesamt 46 Ensembles, Chöre und Bands. Sie treten 250 bis 300 Mal pro Jahr bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten auf und bieten von alter Musik über sinfonische Werke, Kammermusik bis hin zu Rock/Pop/Jazz und Folk fast alle Musikstile.

All dies sei nicht zu erreichen, wenn man "Dienst nach Vorschrift" mache, sagte der Oberbürgermeister. Jürgen Ohrem und sein Kollegium seien auch abends und am Wochenende mit dabei, um Auftritte ihrer Schüler möglich zu machen. Und die Musikschule versuche möglichst viele Kinder in den Stadtteilen mitzunehmen: Deshalb fahren die MusiklehrerInnen im Rahmen des Offenen Ganztags dorthin, wo die Kinder sind: zu insgesamt 35 Grundschulen in ganz Leverkusen.

Klarinettist und internationaler "Brückenbauer"
Aber Jürgen Ohrem sei nicht nur Musikpädagoge aus Leidenschaft, sondern auch ein anerkannter Künstler. So habe der Klarinettist Jürgen Ohrem bereits mit Giora  Feidmann oder dem Woody-Herman-Trompeter Willie Thomas auf der Bühne gestanden.

Mit dem Klezmer-Ensemble in Israel
Ein ganz besonderer Verdienst von Jürgen Ohrem, so der Oberbürgermeister, sei aber, dass dieser sich seit vielen Jahren als musikalischer "Brückenbauer" für die Freundschaft zwischen Deutschland und Israel einsetze. Auf zehn Konzert- und Begegnungsreisen sei er mit dem Klezmer-Ensemble der Musikschule in Israel aufgetreten. In über 30 Seniorenheimen habe das Ensemble vor Überlebenden des Holocaust musiziert.

Jürgen Ohrem: Dank an die Lehrkräfte 
In seiner Antwort gab der Geehrte das Lob an die Lehrkräfte der Musikschule weiter. Er sagte, Musik-Erziehung" dürfe keine so genannte "freiwillige Aufgabe" bleiben. Der Staat müsse seiner Auffassung nach mehr Geldmittel in diese Bildungsaufgabe investieren.  

Laudatio
Die Laudatio auf Jürgen Ohrem findet sich in der Info-Box. 

Zur Musikschule geht es hier.

5.000 Euro von der VR-Bank

Hans-Jörg Schaefer und Alexander Litz vom Vorstand der VR Bank eG Bergisch-Gladbach-Leverkusen überreichten zu Beginn der Preisverleihung zusätzlich noch einen Geldbetrag in Höhe von 5.000 Euro. Die Summe wird Jürgen Ohrem für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stellen.

Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro für gemeinnützige Zwecke ist Mitte Juni symbolisch übergeben worden. Musikschüler Nicolas stellte dafür seine Kindertuba als Füllhorn zur Verfügung.
Das Geld geht zu gleichen Teilen an den Förderverein der Musikschule und an die Bürgerstiftung Leverkusen, unter deren Dach der Stiftungsfonds "Bürger für Musikschule" arbeitet.
Darüber freuten sich Manuel Bast für die Bürgerstiftung der Sparkasse, Regina Marchand vom Stiftungsrat „Bürger für Musikschule“, Uwe Beenen vom Verein „Wir für Leverkusen – ein starkes Stück Rheinland“, Anke Osiewacz, Fördervereinsvorsitzende der Musikschule Leverkusen und Hans-Jörg Schaefer, Vorstand der VR Bank eG Bergisch-Gladbach-Leverkusen, die das Preisgeld spendete.
 

Der Leverkusener Löwe

Der "Leverkusener Löwe" ist eine Bronze-Skulptur, die der verstorbene Leverkusener Künstler Kurt Arentz geschaffen hat. Mit Zustimmung der Familie von Kurt Arentz wird eine Nachbildung - eine kleine Statue - seit nun 14 Jahren an verdiente Leverkusener verliehen.

Der Preis wird vom Verein "Wir für Leverkusen - ein starkes Stück Rheinland" unter Leitung von Uwe Beenen verliehen.

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