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Rhein-Ruhr-Express (RRX)
Ausbau in Leverkusen

Ausbau in Leverkusen

Auf der Schienenstrecke Leverkusen Chempark bis Leverkusen-Küppersteg sind im Rahmen des RRX-Projektes verschiedene Baumaßnahmen geplant.

Der Ausbau der Infrastruktur ist von Köln bis Dortmund planerisch in insgesamt 15 Abschnitte, sogenannte "Planfeststellungsabschnitte" (PFA), unterteilt. Der Abschnitt "PFA 1.2 (Leverkusen)" umfasst die Bahnstrecke Leverkusen Chempark bis Leverkusen-Küppersteg sowie Maßnahmen von Leverkusen-Rheindorf bis zur Stadtgrenze Langenfeld. Einige Änderungen, die unter anderem aus Forderungen der Betroffenen resultieren, wurden offiziell in das Verfahren eingebracht.
 
Das Eisenbahnbundesamt hat den Planfeststellungsbeschluss Anfang November 2018 erteilt.

Nachdem die Maßnahmen im Kölner Stadtgebiet weitgehend abgeschlossen sind, geht die DB Netz AG davon aus, dass Leverkusen einer der nächsten Abschnitte sein wird, in dem mit dem Bau begonnen werden kann. In Mülheim an der Ruhr ist im April 2018 der Bau gestartet.

In Leverkusen wird voraussichtlich Anfang 2019 mit den Bauvorbereitungen und Ausschreibungen begonnen. Die eigentlichen Bauarbeiten starten dann im Jahr 2020.       
Folgende Maßnahmen sind auf dem Gebiet der Stadt Leverkusen vorgesehen:

Zweites S-Bahn-Gleis

Das jetzige S-Bahn-Gleis wird auf einer Länge von rund drei Kilometern  durchgängig zweigleisig ausgebaut. Denn die S-Bahn auf unserem Stadtgebiet und im benachbarten Langenfeld verläuft bisher teilweise nur eingleisig. Sie kann keine weiteren Verkehre mehr aufnehmen.

Nach dem Ausbau der S-Bahn auf zwei Gleise ist geplant, vereinzelte Güterzüge über diese Gleise zu fahren, um Platz für den RRX auf der Fernbahn zu schaffen. Das sind die östlichen beiden Gleise, auf denen heute schon die ICE-Züge und Fernverkehrszüge fahren.

Durch die Maßnahmen in Leverkusen und Langenfeld ergeben sich direkt Vorteile für die Nutzer der S-Bahn. Denn dann müssen Bahnen in Leverkusen Chempark und in Leverkusen-Rheindorf im Verspätungsfall nicht mehr auf entgegengesetzte Bahnen warten. Der 15-Minuten-Takt des RRX ist jedoch erst möglich, wenn die übrigen Abschnitte, vor allem der sechsgleisige Ausbau auf Düsseldorfer Stadtgebiet, fertig gestellt sind.

Mitte: drei neue Aufzüge

Barrierefrei mit Aufzügen

In "Leverkusen-Mitte" wird mit dem Ausbau das jetzige Empfangsgebäude abgebrochen. Das kunstvolle "Weigmann"-Fenster im Gebäude soll dabei so abmontiert werden, das es erhalten bleibt und an anderer Stelle genutzt werden kann. 
Die Fläche wird für den Bahnsteig des zusätzlichen, neue S-Bahn-Gleises gebraucht. Der jetzige S-Bahn-Außenbahnsteig wird dann zum Mittelbahnsteig umgebaut. Die Station wird mit insgesamt drei Aufzügen ausgestattet und so der Zugang zu allen Gleisen barrierefrei und erheblich verbessert. Eine optimale Gestaltung der Umgebung des Bahnhofs wird zwischen DB Netz und der Stadt abgestimmt.  

Bis zum Beginn der Arbeiten für den RRX errichtet die Stadt Leverkusen den ersten Teil des neuen Busbahnhofs, da die heutigen Flächen teilweise für den Ausbau benötigt werden. Nach Abschluss der RRX-Bauarbeiten erfolgt dann die Erweiterung des Busbahnhofs um die direkt an die zukünftige Bahntrasse angrenzende Fläche.

Insgesamt müssen im Stadtgebiet Leverkusen unter anderem Brückenbauwerke erweitert beziehungsweise angepasst werden. Es geht um die Eisenbahnüberführungen Masurenstraße, Windthorststraße, Dhünn, Rathenaustraße, die Personenunterführung am Bahnhof in Leverkusen Mitte, Manforter Straße, Willy-Brandt-Ring und Carl-Rumpff-Straße. Einige von ihnen werden um eine eingleisige Brücke ergänzt. Zudem wird ein neues elektronisches Stellwerk gebaut.

Schallschutz
Eine Kombination von passivem und aktivem Schallschutz ist vorgesehen. Rund 3,6 Kilometer Schallschutzwände werden längs der Strecke auf einer Höhe zwischen zwei bis sechs Metern gebaut. Hinzu kommen passive Maßnahme an Gebäuden. Diese werden durch Gutachten im Einzelfall ermittelt und festgelegt.
Ein zusätzlicher Bauabschnitt beginnt nördlich des S-Bahn-Haltepunkts Leverkusen-Rheindorf und geht über in den Planfeststellungsabschnitt (PFA) 1.3. Auch in diesem Bereich wird die S-Bahn auf durchgängig zwei Gleise ausgebaut.

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