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KJG-Kinderstadt

KJG-Kinderstadt

Eine besondere Stadt ist eine Woche lang in Leverkusen beheimatet. Ihre Einwohner: rund 200 Mädchen und Jungen, unterstützt von rund 90 Helferinnen und Helfern. Was das Zusammenleben in der Stadt ausmacht, was Demokratie bedeutet und wie Politik funktioniert, das erleben die Kinder ganz praktisch.

Noch bis Freitag gestalten Kinder aus der Stadt und der Region im Alter von acht bis zwölf Jahren ihre eigene Stadt, mit allem, was dazu gehört. Ihre geografische Lage: die Turnhalle der Marienschule in Opladen. Schimherr der Aktion ist Oberbürgermeister Uwe Richrath. 

Eigene Währung und Gesetze

In der Turnhalle ist sie aufgebaut, die Stadt mit fast 40 Geschäften und Betrieben, Feuerwehr, Müllabfuhr, Post, Bank, Amt oder Arbeitsagentur. Rund 200 Kinder sind dabei, sie arbeiten, bekommen "Tacken" als Gehalt, pro Stunde gibt es zehn Tacken brutto, davon werden zwei Tacken als Steuer an die Stadt abgezogen.
Die Berufe sind vielfältig, man kann ausprobieren und wechselt mehrmals täglich die Arbeitsstelle: Pizzabäcker und Brotbäcker, Feuerwehrfrau oder Müllmann, im Kinderstadtamt, im Beauty-Salon oder in der Druckerei - um nur einige der "Jobs" zu nennen. Wer arbeitslos ist, kann sich bei der Agentur für Arbeit melden und bekommt von dort solange "Tacken" zum Leben.
In jedem Betrieb hängt eine sogenannte "Wunschbox", in die Kinder ihre Anregungen und Beschwerden zur Stadt schriftlich loswerden können. Etwa, dass die Steuer zu hoch sei und warum sie überhaupt notwendig sei. Das war dann Thema im Rat aller Kinder.   

Rat aller Kinder

Im Rat aller Kinder reden sie jeden Tag ab 17 Uhr über das Stadtleben, über Beschwerden und suchen Lösungen. Thema Steuer: Ohne die Steuer könnten die städtischen Betriebe nicht finanziert werden und ohne die gäbe es keine Kinderstadt. Das erklärten Abgeordnete des Parlamentes. Es wurde von den Kindern zum Start der Woche gewählt.  
Im Rat werden auch Neuerungen oder Gesetze besprochen, die die Kinderstadt braucht. Ihr Grundgesetz hängt gut sichtbar für alle am Marktplatz, schräg gegenüber der Kirche.
Wählen werden die Kinder zudem noch den oder die Bürgermeister/in für ihre Stadt. Außerdem gibt es einen Staatsempfang mit erwachsenen Politikerinnen und Politikern. 

Online per Blog

Besuch ist erwünscht: Für ihn gibt es Stadtführungen. Auch online kann man das Stadtleben verfolgen. In einem Blog berichten die Einwohner über wichtige Ereignisse des Tages. Vor Ort gibt es auch eine eigene Zeitung und einen Radiosender. 

Ziel des Großprojektes der KjG DV Köln (Katholische Junge Gemeinde im Diözesanverband Köln) mit mehr als 90 Helferinnen und Helfer: Kinder erleben praktisch, wie Stadt, Demokratie und Politik funktionieren.

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