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Wohnhaus für Senioren

WG feiert Fünfjähriges

Fünf Jahre Senioren-WG: Jetzt haben die Mieter im Haus an der Myliusstraße in Leverkusen-Bürrig ein kleines Jubiläum gefeiert. Seit 2013 gibt es ihre Wohngemeinschaft. 19 Frauen und Männer leben in dem Gebäude in einer der insgesamt 13 Mietwohnungen, eigenständig in eigenen Haushalten. Hinzu kommt eine Gemeinschaftswohnung im Erdgeschoss. Betreut wird die Wohngemeinschaft von Andrea Bigalke von der Arbeiterwohlfahrt Leverkusen. Die Teilnahme an den Angeboten ist freiwillig. "Wir verstehen uns alle sehr gut", sagt Ute Vogt. Sie zog als eine der ersten Mieterinnen und Mieter in das Haus ein. Für den Umzug aus ihrer vorherigen Wohnung nach Bürrig ausschlaggebend war die Barrierefreiheit und der Aufzug im neuen Haus.

Gemeinschaft in Wohnung 14

Entstanden ist die Idee zu diesem Wohnkonzept in der Arbeitsgruppe "Wohnen im Alter" im Rahmen der "Sozialen Stadt Rheindorf" und in der AWO-Begegnungsstätte Rheindorf. Aus der Idee wurde ein Plan, die Stadt half bei der Suche nach einem geeigneten Standort. Die Wohnungsgesellschaft Leverkusen schließlich kaufte das städtische Grundstück und hat das Haus gebaut. Es ist barrierearm, hat einen Aufzug und moderne Gebäudetechnik, nutzt zudem Erdwärme und Solarenergie. Es gibt 13 Zweizimmer- und eine Dreizimmerwohnung, die alle vermietet sind. Die zur Zeit älteste Hausbewophnerin ist 86 Jahre alt. Wohnung Nummer 14 im Erdgeschoss ist für die Gemeinschaft da.

"Großes Los" und "Riesenbedarf"

Die Mieter kommen dienstags zum gemeinsamen Frühstück zusammen, am Mittwoch ist Spielenachmittag, auch gibt es gemeinsame Feiern. Andrea Bigalke von der AWO unterstützt sie dabei, hilft aber auch bei praktischen Fragen rund um das Älterwerden.

Mit dem Einzug in das Haus habe sie das große Los gezogen sagt Renate Jansen.
Das Wohnkonzept unter der Devise "eigenständig und gemeinsam" ist aus Sicht der Stadt ein voller Erfolg. "Unsere Gesellschaft wird immer älter. Dieses Projekt möchten wir gerne weiter auch in anderen Stadtteilen etablieren", sagt Oberbürgermeister Uwe Richrath. Auch für WGL-Geschäftsführer Wolfgang Mues ist das Wohnprojekt eine Erfolgsgeschichte. Die er gerne fortführen möchte: "Wir sind ständig auf der Suche nach geeigneten Grundstücken."
Petra Jennen von der AWO, die das Projekt von Beginn an mit entwickelt hatte, sieht einen "Riesenbedarf an solchen Wohnformen". Denn ältere, gerade alleinstehende Menschen möchten in ihrer Wohnung leben und zugleich Gemeinschaft und Betreuung vor Ort erleben.