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Natur & Umwelt
Rund um Baum und Grün

Linden für die Kastanienallee

Auf Initiative von Werner Nolden, der mit seinem Veranstaltungsbüro die Opladener Bierbörse im August organisiert, wurden Ende Januar 2020 insgesamt elf Winterlinden an der traditionsreichen Kastanienallee gepflanzt.

Hintergrund: Die Kastanien kränkeln seit geraumer Zeit, sie leiden unter der Kastanien-Miniermotte und einem Bakterium. In den letzten Jahren mussten die städtischen Gärtner daher über 30 Bäume fällen. Die Allee weist  deutliche Lücken auf, eine erneute Pflanzung von Kastanien ist  ausgeschlossen.

In Absprache mit den Fachbereichen Stadtgrün und Umwelt wurden daher nun die widerstandsfähigen und noch jungen Winterlinden (sechs Meter hoch, 25 Zentimeter Stammumfang) als Ersatz ausgewählt und gepflanzt. Ausgewachsen wird die Winterlinde, auch Herzlinde genannt, bis zu 40 Meter hoch und viele hundert Jahre alt.

Die Besucher können sich daher in Zukunft wieder auf Spaziergänge unter einem vollen grünen Laubdach freuen. 

Weitere Sponsoren für Bäume gesucht

Werner Nolden selbst finanzierte zwei der robusten Laubbäume, weitere private Sponsoren, darunter auch Oberbürgermeister Uwe Richrath, beteiligen sich. Zusätzliche Spender für eine vollkommen wieder hergestellte "Kastanienallee" sind willkommen. Infos: bierboerseveranstaltungsbuerode

Bezirksvorsteher lobt das Engagement

Die PolitikerInnen der Bezirksvertretung II, zuständig für Opladen, stimmten dem Verfahren zu. Bezirksvorsteher Rainer Schiefer nahm jetzt an der Baumpflanzung teil und dankte den Spendern für ihr Engagement.

2019: Klimafeste Bäume gepflanzt

In Leverkusen wurden im Februar 2019 ca. 98 Bäume im Rahmen von "Ersatzpflanzungen" in den Stadtteilen neu gepflanzt. Neben Linde, Eiche und Ahorn sind auch immer mehr "Zukunftsbaumarten" wie der klimafeste Amberbaum oder die Ungarische Eiche mit dabei. Im Herbst 2019 folgten in einer zweiten großen Aktion noch einmal ca. 170 Bäume.

34 Baumarten und Sorten gegen Pflanzenkrankheiten

Mit jetzt 34 verschiedenen Baumarten und Sorten vergrößert der Fachbereich Stadtgrün auch bewusst das Artenspektrum. So will man besser gegen sich immer mehr ausbreitende Pflanzenkrankheiten gewappnet sein. 

Gefällte Bäume werden ersetzt

So genannte Ersatzpflanzungen finden in der Regel dort statt, wo zuvor gefällt werden musste. Allerdings ist es nicht an jedem Standort sinnvoll, wieder neue Bäume zu pflanzen. Bäume, die entnommen wurden, um eine zu dichte Vegetation auszulichten, werden normalerweise nicht ersetzt.

Bei Ersatzpflanzungen haben die Bäume einen Stammumfang von 18 bis 20 Zentimetern. Sie zeigen wesentlich bessere Anwuchserfolge als Bäume mit einem größeren Stammdurchmesser. Darüber hinaus setzt der Fachbereich Stadtgrün auf spezielle Baumsubstrate. Diese Substrate sollen dem Baum helfen, besonders tief zu wurzeln und sich besser zu verankern.

Zusätzlich zu den Ersatzpflanzungen werden regelmäßig auch neue Bäume bei Straßenumbau oder Straßenneubau gepflanzt. 2019 waren dies noch einmal ca. 30 Bäume.

Foto: Bau- und Planungsdezernentin Andrea Deppe und Ulrich Hammer (rechts) griffen bei der Pflanzaktion an der Friedrich-Ebert-Straße symbolisch zum Spaten.

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