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Fairtrade-Town

Ziel erreicht: Fairtrade-Town

Die Stadt Leverkusen darf sich ab sofort auch ganz offiziell "Fair Trade Stadt" nennen. Oberbürgermeister Uwe Richrath hat am 26. Juni 2017 die Urkunde von Manfred Holz, Ehrenbotschafter von Transfair e.V., entgegengenommen. Damit ist Leverkusen die 489. Stadt in Deutschland, die sich so nennen darf.  

Titel für "faire" Stadt

Der Beschluss, sich um den Titel als "Fair Trade Stadt" zu bewerben, ging auf die Initiative von 80 Vereinen und Organisationen unter der Federführung des „Arbeitskreises Eine Welt Leverkusen“ zurück. Viele von ihnen präsentierten sich auch bei der Feier anlässlich des neu erworbenen Titels im Gartensaal von Schloss Morsbroich. An ihren Ständen wurden Informationen und Produkte angeboten. Auch spezialisierte Einzelhandelsgeschäfte und auch große Lebensmittelmärkte und Warenhäuser waren mit ihren fair gehandelten Produkten vertreten. Die Verbraucherzentrale führte durch den Dschungel der Label für fair gehandelte Produkte.

Kabarettist Wilfried Schmickler und eine "faire" Modenschau standen auf dem Programm. Ein Buffet aus fair gehandelten Produkten rundete zusammen mit den Auftritten der Gruppe „Afinar es Cobarde“ und der Bläsergruppe der Gesamtschule Schlebusch den Abend ab.

"Faire Woche" - 5 Pioniere geehrt

Die „Faire Woche“ ist die größte Aktionswoche zum Fairen Handel in Deutschland. In diesem Jahr fand sie vom 15. bis 29. September 2017 statt.

Der „Weltladen“ in der evangelischen Christus-Kirche in Wiesdorf blickt 2017 auf sein 30jähriges Bestehen zurück. Er verkauft Waren aus fairem Handel wie Kaffee, Schokolade bis hin zu Taschen und Kunsthandwerk.

In diesem Weltladen ehrte Oberbürgermeister Uwe Richrath jetzt im Rahmen der Fairen Woche vier weitere Pioniere des Fairen Handels in Leverkusen:

  • die Initiative „Eine Welt e.V.“ mit dem Weltladen in Schlebusch
  • die Marienschule Opladen
  • die Gesamtschule Schlebusch
  • das Lise-Meitner-Gymnasium

OB Richrath sagte: „Ohne Ihre Initiative hätte Leverkusen den Titel „Fair Trade Town“ nicht erhalten, und ohne Sie wären das Thema und der Kauf von fairen Produkten hier in Leverkusen nicht so präsent.“ Als Dank für dieses bürgerschaftliche Engagement überreichte der Oberbürgermeister nun fünf Urkunden. Unterschrieben hatte sie Manfred Holz, der Ehrenbotschafter von „Transfair“.

Wer in Zukunft zielgerichtet einkaufen will, kann ab November im „FairFührer“ erfahren, wo es in Leverkusen Geschäfte und Gastronomiebetriebe mit fairen Produkten gibt. Der "Arbeitskreis Eine Welt Leverkusen" erstellt ihn in Zusammenarbeit mit der Stadt.

Der Weg zur Fair Trade Town

Transfair zeichnet mit diesem Titel Kommunen aus, die insgesamt fünf Kriterien erfüllen:

  • Ratsbeschluss: Der Stadtrat beschließt, dass die Stadt sich aktiv für den fairen Handel einsetzt. Im Bereich des Büros des Oberbürgermeisters sowie bei allen öffentlichen Sitzungen mit Bewirtung werden fair gehandelter Kaffee und ein weiteres fair gehandeltes Produkt angeboten.
  • Steuerungsgruppe: Es wird eine Steuerungsgruppe gebildet, die Aktivitäten zur Förderung des fairen Handels initiiert und koordiniert.
  • FairTrade-Produkte in Handel und Gastronomie: Abhängig von der Bevölkerungszahl bieten mindestens 27 Einzelhandelsgeschäfte sowie 14 Gastronomiebetriebe mindestens zwei Produkte aus fairem Handel an.
  • Schule, Vereine und Kirchen: FairTrade-Produkte werden in mindestens einer Schule, einem Verein und einer Kirche verwendet. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel umgesetzt.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Die örtlichen Medien berichten über Aktivitäten auf dem Weg zur FairTrade Stadt.

Der Beschluss, sich um den Titel als FairTrade Stadt zu bewerben, geht auf die Initiative von 80 Vereinen und Organisationen unter der Federführung des „Arbeitskreises Eine Welt Leverkusen“ zurück. Am 22. Juni 2015 stimmte der Rat mit großer Mehrheit dem entsprechenden Antrag zu.

Angebot an "fairen" Produkten

Leverkusen solle "in einer globalisierten Welt einen Beitrag zum fairen Handel leisten und das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für sozial gerechte und umweltschonende Produktionsbedingungen und Handelsstrukturen schärfen."

Im April 2016 trat erstmalig die Steuerungsgruppe unter Vorsitz des Oberbürgermeisters zusammen.
Eine Umfrage zur Feststellung der Leverkusener Angebote von „fairen“ Produkten und Aktivitäten erbrachte: 57 Einzelhandelsgeschäfte, 17 Gastronomiebetriebe, drei Schulen, zwei Kirchengemeinden und drei Vereine bieten diese an und machen Aktionen zur Thematik.
Reibungslos durchlief Leverkusen so das Bewerbungsverfahren.