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"Leverkusen blüht auf"

"Leverkusen blüht auf"

Wildblumenwiesen an Straßen, Nisthilfen für Insekten, Beratung für die Bürger: Bei der Kampagne "Leverkusen blüht auf" kann jeder und jede mitmachen für mehr Artenschutz in der Stadt.

Fürs Frühjahr vorbereiten

Damit Wildbienen und Co. einen guten Start ins neue Jahr bekommen, sollten jetzt im Garten Vorbereitungen getroffen werden, erklärt Matthias Rawohl vom NaturGut Ophoven. Er ist mit seinen Kollegen auf dem Gelände des NaturGuts Ophoven bereits jetzt für das Frühjahr aktiv. "Wir stecken die Flächen ab, auf denen im Frühjahr Wildwiesen entstehen, damit sie nicht niedergetrampelt werden und setzen Zwiebeln in die Erde." Die heimischen Elfenkrokusse, der zweiblättrige Blaustern oder der doldige Milchstern sind Frühblüher, die den Bienen erste Nahrung bieten. Bis Ende November sollten die Zwiebeln der Frühblüher in der Erde sein.

Pflanzzeit für Sträucher

Außerdem sei es jetzt die richtige Pflanzzeit für Sträucher und Bäume. "Obstbäume beispielsweise, Obststräucher, Weiden oder Ebereschen sind wichtig im Garten da ihre Blüten den Bienen Nahrung bieten", so der Landschaftsgärtner. Auch sollten jetzt alte Bäume fachmännisch zurückgeschnitten werden, damit sie in den nächsten Jahren wieder prächtig blühen und Nahrung für die Insekten bieten.

Nisthilfen 

Während Nisthilfen für Vögel jetzt gesäubert werden können, sollte man die Nisthilfen für Insekten in Ruhe lassen. Hinter den mit Lehm verschlossenen Löchern im Holz oder Ziegeln der Nisthilfen haben sich die Bienen entwickelt. „Lediglich unbewohnte Löcher sollten kontrolliert und eventuell an den Rändern nachgefeilt werden“, so Rawohl. Durch die Witterung seien die Einfluglöcher oftmals ausgefranst und damit gefährlich für die Bienen. „Beim Herein- und Herausfliegen können sie sich die Flügel verletzen“, so Rawohl.

Eine professionelle Wildbienenstation bietet das NaturGut Ophoven an. Die Nisthilfe „Modell Leverkusen“ ist speziell mit der Lebenshilfe Leverkusen für die Kampagne entwickelt worden.
Sie kann unter bestellungnaturgut-ophovende für 70 Euro (75 Euro mit Spechtschutz) bestellt werden.

Beratungen und Informationen zum Thema an: www.naturgut-ophoven.de/leverkusen-blueht-auf

Das erste Jahr: Bilanz

Vor rund einem Jahr ist die städtische Kampagne gestartet. Jetzt sind die ersten Ergebnisse präsentiert worden. An der Rennbaumstraße etwa blüht die eingesäte, mehrjährige Wildblumenwiese. Sie wurde von Oberbürgermeister Uwe Richrath und Umweltderzernent Alexander Lünenbach vor kurzem begutachtet. Margarithe, Kornblume oder Ochsenzunge sind nur einige der blühenden Blumen. Deren Pollen und Nektar dient Insekten, vor allem auch Wildbienen als Nahrung.

Die Anzahl von Insekten und vieler Arten nimmt immer mehr ab. Dafür steht nicht zuletzt die Wildbiene. Um dem etwas entgegenzusetzen, ist die Kampagne ins Leben gerufen worden. Ziel ist es Wildbieneschutz, Artenvielfalt und Stadtnatur voranzutreiben.

Nisthilfen und Stationen
Die Bilanz des ersten Jahres: 
- mit 16 Schulen und Kitas sind Nisthilfen für Wildbienen aufgestellt worden,
- auf Friedhöfen (St. Aldegundis und Bielertkirche) wurden große Insektennisthilfen errichtet,
- Wildbienenstationen und Wildblumenwiesen gibt es bei der AVEA, dem Freibad Wiembachtal und dem Klinikum,
-
Fassadengrün an der neuen Schallschutzwand der neuen Bahnstadt mit 614 Pflanzen wilden Weins,
- n
eun Beratungstermine wurden den Bürgern angeboten zu Themen wie Dach- udn Fassadenbegrünung, Entsiegelung und Natur am Haus und im Garten.  

Die Beratung geht auch in Corona-Zeiten weiter. Jeder kann seine Fragen stellen und bekommt kundige Auskunft: - per Mail an leverkusenbluehtaufnaturgut-ophovende

Weitere, rund 5000 Quadratmeter Blumenwiesen sollen angelegt werden, an Schulen, Kitas und auf Friedhöfen. Davon sind bis dato etwa 500 Quadratmeter geschafft.

Es gibt weiterhin Wildblumenmischungen für Blühwiesen sowie Nisthilfen im heimischen Garten über das Naturgut zu bestellen: bestellungnaturgut-ophovende
Was bestellt werden kann sowie Infos zur Kampagne: Leverkusen blüht auf

2019 ist die Kampagne im Rahmen des "Leitbild Grün" der Stadt gestartet. Sie ist auf mehrere Jahre angelegt. Gefördert wird sie von der "Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW" und der "Postcode-Lotterie".

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