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NaturGut Ophoven

NaturGut Ophoven

Natur in der Großstadt

Das NaturGut Ophoven in Opladen ist das Zentrum für Umweltbildung für Kinder und Erwachsene in der Stadt. Auf einem denkmalgeschützten Gutshof, dem Gut Ophoven, inmitten eines 60 000 Quadratmeter großen Natur-Erlebnisparks betreiben die Stadt Leverkusen und der Förderverein seit 1988 das Umweltzentrum. Für sein Konzept und seine Arbeit ist es mehrfach national und international ausgezeichnet.   

Das Gut Ophoven ist zugleich das älteste nichtkirchliche Gebäude Leverkusens. Die Namensendung "hoven" deutet auf die Zeit der fränkischen Landname im 6./7. Jahrhundert hin. Von der ursprünglichen Wasser-Burganlage ist nur noch ein Teil erhalten. Das Drei-Raum-Haus mit seinen historischen Kreuzstockfenstern weist noch viele Details, wie Kamin und Backofen, aus dem 15. Jahrhundert auf.

Vom Gutshof geht es auf das Gelände des NaturGutes, einen natürlichen Erlebnispark für Jung und Alt. Heckenlabyrinth, Aromaweg, kleiner und großer Teich, Amphitheater, Insektenwohnhaus und Spielelandschaft erwarten den Spaziergänger.

Als Ausstellung für alle angelegt, bietet das Kinder- und Jugendmuseum   "EnergieStadt" auf rund 1 000 Quadratmeter Spaß, Spiel und Wissen rund um das Thema Natur- und Umweltschutz. Ob Wochenendausflug, Schulveranstaltung, Kindergeburtstag oder ein Besuch im Bistro: Für alle ist etwas dabei.


Karte: NaturGut Ophoven
Karte: NaturGut Ophoven

1. August: Ab morgen lebt die Menschheit auf Pump!

Die Forschungsorganisation Global Footprint Network hat den 1. August als den Tag festgelegt, an dem die Menschen alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht haben, die die Erde innerhalb eines Jahres produzieren kann. Der Tag heißt Earth Overshoot Day.

„Die Wissenschaftler haben sich gefragt, wie viel gesunden Boden, gute Luft oder Materialien die Erde generieren würde, wenn man sie einfach in Ruhe lassen würde. Anschließend wurde untersucht, wie viele Ressourcen von uns Menschen jährlich verbraucht werden“, so Hans-Martin Kochanek vom NaturGut Ophoven.

Das Ergebnis ist ernüchternd: "Global gesehen benötigen wir 1,7 Erden, wenn wir so weiter machen wie bisher. Geht man vom deutschen Niveau aus, benötigten wir sogar 3,5 Erden. Diese Rechnung wird nicht ewig aufgehen."

Die Ressourcen auf der Erde sind endlich: “Wir stoßen mehr Kohlendioxid aus, als Wälder und Ozeane absorbieren können, fischen schneller als sich die Bestände erholen oder fällen mehr Bäume als nachwachsen.“

Vor 30 Jahren fiel der Earth Overshoot Day noch auf den 19. Dezember. Heute ist er weltweit am 1. August, in Deutschland bereits am 2. Mai.

Tipps für ein nachhaltiges Leben

  1. Nutze Ökostrom! Davon profitiert das Klima am meisten. Man kann knapp zwei Tonnen CO2 damit in einem 4 Personen- Haushalt einsparen.
  2. Fahre kurze Strecken ab jetzt mit Bus und Bahn oder dem Fahrrad! Bei  10 Kilometern und einem durchschnittlichen Benzinverbrauch von 6 Litern kann man schnell 270 kg CO2 im Jahr einsparen.
  3. Fliege weniger! Flüge erzeugen enorm viel CO2. Ein Inlandsflug quer durch Deutschland belastet die Umwelt mit 340 kg dieses klimaschädlichen Gases, ein Langstreckenflug nach New York sogar mit 1600 Kilogramm.
  4. Greife zu biologisch und regional erzeugten Nahrungsmitteln! Damit kann man 20 – 50 Prozent CO2 einsparen.
  5. Der Sonntagsbraten reicht! Wer nicht jeden Tag Fleisch ißt, entlastet das Klima mit etwa 400 kg pro Jahr und tut seiner Gesundheit gutes.
  6. Im Winter die Heizung runter drehen! Ein Absenken der Raumtemperatur von nur einem Grad kann den CO2 Ausstoß einer vierköpfigen Familie um rund 350 kg im Jahr senken und den eigenen Geldbeutel entlasten.
  7. Die Waschmaschine voll machen und mit geringerer Temperatur waschen! Die meiste Wäsche wird schon bei 30-40 Grad sauber. 95 Grad Wäschen sollten die Ausnahme sein. Den Trockner nur, wenn es nicht anders geht. Hierbei kann man bis 330 kg CO2 im Jahr pro Person einsparen.
  8. Es muss nicht immer neu sein! Bei der Produktion von Handys, Autos, Spielzeug wird immens viel CO2 freigesetzt. Die meisten Sachen gibt es aber schon gebraucht: Tauschbörsen und Gebrauchtmärkte sind wahre Fundgruppen. Gebrauchte Sachen kaufen, entlastet das Klima und schont den Geldbeutel.

Mehr Infos:

Britta Demmer, Tel. 02171/73499-44 E-Mail: britta.demmernaturgut-ophovende

Aktuell: Neues pädagogisches Programm 2018

Der Förderverein NaturGut Ophoven hat sein pädagogisches Programm auf Herz und Nieren geprüft und für 2018 komplett überarbeitet.

Neue Kurse, Spiele, Experimente

Es bietet jetzt 91 Angebote für Kinder aller Altersklassen - vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe 2. "Wir haben Anregungen von Lehrerinnen und Lehrern aufgenommen, Spiele und Experimente überarbeitet und neue Kurse entwickelt", sagte Marianne Ackermann, Vorsitzende des Fördervereins. 

Neben den seit Jahren bewährten Klassikern wie "Naturforscher unterwegs" oder "Vom Getreide zum Brot" legt das NaturGut jetzt einen ganz besonderen Schwerpunkt auf Klimaschutz.

Klimaschutz im Fokus

Marianne Ackermann und Hans-Martin Kochanek, dem Leiter des Umweltbildungszentrums, ist dies ein großes Anliegen: "Wir alle müssen unsere Aktivitäten in Richtung Klimaschutz erweitern und mehr Zeit in dieses Thema stecken." So können jetzt Kurse gebucht werden wie "Erdbeeren im Winter", "Stadtfieber" oder "Planet gesucht - Klimaschützer im Weltall".

Lob von Oberbürgermeister und Schulrat

Großes Lob für die seit 1984 geleistete herausragende pädagogische Arbeit sprachen Oberbürgermeister Uwe Richrath und Thomas Wieners, Schulrat der Stadt Leverkusen, dem Team des NaturGutes Ophoven aus. OB Richrath sagte:  "Auf dem NaturGut Ophoven können wir den Kindern Erfahrungen bieten, die im Klassenraum nicht möglich sind. Ich hätte mir gewünscht, dass es das zu meiner Schulzeit auch gegeben hätte."