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Autobahnausbau

Autobahnausbau

Radweg vorläufig gesperrt

Ab Montag (9.4.) wird der Radweg zwischen Leverkusen-Rheindorf und Wiesdorf durch Straßen.NRW vorläufig gesperrt. Der Radweg führt unmittelbar an der A59 entlang und ist durch Arbeiten für ein neu zu bauendes Rampenbauwerk nicht befahrbar. Die Sperrung des Radwegs erfolgt zunächst voraussichtlich bis Ende Mai. Sobald unmittelbar neben der bisherigen Rheinbrücke Bautätigkeiten beginnen, muss der Radweg dauerhaft gesperrt werden.

Der Weg von Wiesdorf zur Schiffsbrücke an der Wuppermündung bleibt weiterhin offen, sodass während der Öffnungszeiten der Schiffsbrücke hier die direkte Verbindung zwischen Rheindorf und Wiesdorf möglich ist. Eine Umleitung durch das Leverkusener Stadtgebiet (Albert-Einstein-Straße, Nobelstraße) zum Radweg an der Dhünn wird von der Wacht am Rhein und umgekehrt vom Ortsausgang Rheindorf aus ausgeschildert.

Alle weiteren Details finden sich auf den Seiten von Straßen.NRW

Infomesse im Forum: 19. April

Zu den Planungen und zu den aktuellen Baumaßnahmen wird der Bauherr, der Landesbetrieb Straßen.NRW, am Donnerstag, 19. April 2018, interessierte Bürger informieren. Die Infomesse im Forum (Agamsaal) beginnt um 16 Uhr und endet um 20 Uhr.

Einhausung wird abgebaut

Wie Straßen.NRW am 6. April mitteilt, ist der Aushub des belasteten Erdreichs für den Bau des Regenklärbeckens abgeschlossen. Der letzte Container mit diesem Material wurde zur Entsorgung in die benachbarte Deponie gebracht. Die Einhausung, das ist das große, weiße, Spezialzelt wird, nachdem die Baugrube gesichert ist, abgebaut.

Für das neue Regenklärbecken wurde die Baugrube auf rund acht Meter Tiefe bis zum gewachsenen Boden ausgehoben. Spundwände umgeben sie und auf einer Tragschicht aus Kiessand wird die neue Beckenanlage schrittweise errichtet. Bis zum Sommer soll sie fertig sein. Dann wird die Fahrban wiederhergestellt.    

Wie die Arbeitsabläufe aussehen, erklärt Straßen.NRW auf der Seite zum Regenklärbecken N2.

Erster Spatenstich für Bau der Rheinbrücke

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW führte am 14.12. 2017 in Köln-Merkenich in Anwesenheit von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und weiteren Vertretern von Bund und Land den ersten Spatenstich für den Bau der neuen Rheinbrücke zwischen Köln und Leverkusen durch. Zum Projekt gehört neben der Brücke auch der Umbau des Autobahnkreuzes Leverkusen-West und der Ausbau der A1 auf acht Fahrspuren. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hatte im Oktober die Gültigkeit des Planfeststellungsbeschlusses vom November 2016 zum Bau der neuen Rheinbrücke bestätigt.

Das Bauvorhaben macht einen Eingriff in die Altlast Dhünnaue notwendig.

Für die betroffenen Städte Leverkusen und Köln nahmen Oberbürgermeister Uwe Richrath und die Kölner Verkehrsdezernentin Andrea Blome an dem Spatenstich teil.

Der Bau der Rheinbrücke stellt den ersten von drei Abschnitten beim Ausbau der A1 zwischen der Anschlussstelle Köln-Niehl und dem Autobahnkreuz Leverkusen dar. Die neue Rheinbrücke wird aus zwei Brücken bestehen. Die erste soll Ende 2020 fertig sein, die zweite Ende 2024.

Land unterstützt Tunnelforderung

Gemeinsam mit den direkt gewählten Leverkusener Abgeordneten traf Oberbürgermeister Uwe Richrath am 1. Dezember 2017 mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst zum Arbeitsgespräch zusammen. 

Der Oberbürgermeister machte dabei auf die großen Sorgen vieler Leverkusenerinnen und Leverkusener vor einer Öffnung der Deponie aufmerksam. "Dies ist ein sehr sensibles Thema. Ich appelliere an den Verkehrsminister, dass alle im gerichtlich bestätigten Emissionsschutz- und Entsorgungskonzept für die Bauarbeiten im Deponiebereich festgelegten Maßnahmen mit höchster Sorgfalt umgesetzt werden." Er forderte gleichzeitig in Baustellennähe intensive begleitende Informations- und Kommunikationsangebote zum Fortgang der Bauarbeiten. 

Richrath verdeutlichte darüber hinaus seine Erwartungshaltung gegenüber Land und Bund: "Leverkusen braucht eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur, es braucht aber auch dringend eine verkehrliche Entlastung. Der Rat der Stadt hat sich bereits klar für eine Tunnellösung im Bereich der heutigen A1-Stelze ausgesprochen. Auch für die A3 kann nur eine Tunnellösung in Frage kommen. Daher fordere ich vom Bund, seiner Verantwortung gerecht zu werden und im Sinne der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in Leverkusen Tunnellösungen umzusetzen." 

Dabei kann Leverkusen, so der OB, nun mit der Unterstützung des Landes rechnen: "Verkehrsminister Wüst hat zugesagt, dass das Land NRW die Bemühungen der Stadt Leverkusen um eine Finanzierung der Tunnellösung im Bereich der A1-Stelze beim Bund unterstützen wird. Ministerpräsident Laschet wird die Forderung nach Finanzierung einer Tunnellösung für die A1-Stelze in mögliche Sondierungsgespräche in Berlin einbringen. Das ist ein wichtiger und ermutigender Schritt nach vorne."

Das Urteil aus Leipzig betrifft den Neubau der Autobahnbrücke, nicht aber die weiteren Ausbauabschnitte auf dem Gebiet der Stadt. Daher bleibt es dabei: Für den weiteren Ausbau der Autobahn A1 fordert die Stadt von Bund und Land eine Tunnellösung statt einer breiten "Megastelze". Ergebnisse eines Gutachtens stützen die Forderung des Rates an die Verantwortlichen, einzig die Tunnellösung zu planen und umzusetzen.

Zeitplan für den Bau der Brücke

Der Zeitplan laut Straßen.NRW:

  • Die Aufträge für die Baulose werden noch in 2017 erteilt.
  • Ab November 2017 beginnen Erdarabeiten linksrheinisch.
  • Zur gleichen Zeit beginnt der Bau eines Regenrückhaltebeckens unter der Fahrbahn der Autobahn A59 im Autobahnkreuz Leverkusen-West.
  • Ab Frühjahr 2018 beginnen umfangreiche Arbeiten für den Umbau des AK Leverkusen-West.
  • Zeitgleich: Baubeginn der neuen Rheinbrücke und Beginn mit dem Umbau der Anschlussstelle Köln-Niehl
  • Ende 2020 Fertigstellung und Verkehrsfreigabe der ersten Hälfte der neuen Rheinbrücke. Die Umbauarbeiten in Niehl und dem Autobahnkreuz Leverkusen-West sind abgeschlossen.
  • Im Anschluss Abbruch der heutigen Rheinbrücke und Bau der zweiten neuen Rheinbrücke. 
    2024: Fertigstellung der zweiten neuen Rheinbrücke.     

Gericht: Urteil zu Rheinbrücke

Die Autobahnbrücke über den Rhein kann neu gebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig wies die beiden Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Köln ab.

Die Initiative "Netzwerk gegen Lärm, Feinstaub und andere schädliche Immissionen e.V." und eine Privatperson, hatten sich gegen den Planfeststellungsbeschluss vom 10. November 2016 für den Neubau der Autobahn A1 zwischen der Anschlussstelle Köln-Niehl und dem Autobahnkreuz Leverkusen-West gewandt. Sie hatten Klage und Anträge auf vorläufigen Rechtsschutz eingereicht. Antragsgegner war das Land Nordrhein-Westfalen. Ob die gesamte Planung der neuen Autobahnbrücke rechtmäßig ist, darüber hatte das Bundesverwaltungsgericht zu entscheiden.

Mit einem Bürgerbüro in der City informiert Straßen.NRW seit Ende Januar 2017 über den Autobahnausbau bei Leverkusen (A-bei-LEV). Im Büro können sich die Bürger Präsentationen, unter anderem vom Zustand der jetzigen Rheinbrücke über den Eingriff in die Dhünnaue bis hin zur Planung des neuen Autobahnkreuzes Leverkusen anschauen. Auch die originalen Planungsunterlagen zu allen Abschnitten sind einsehen. Ein Info-Terminal liefert dreidimensionale Einblick in die geplanten Bauwerke. Broschüren und die Bürgerzeitung "Dialog" rund um A-bei-LEV liegen zur Mitnahme bereit. Mit diesem Center vor Ort entspricht der Bauherr Landesbetrieb auch einer Forderung des Stadtrates nach verbesserter Information der Bürger.

  • Adresse: Das Büro ist im ersten Obergeschoss der "Luminaden" (Wiesdorfer Platz 34a, Leverkusen-Wiedorf).
    Die Öffnungszeiten sind dienstags und donnerstags von 14.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Experten aus der Projektgruppe von Straßen.NRW sind Ansprechpartner für die Bürger.

  • In den Osterferien ist das Büro nur an den beiden Dienstagen besetzt. Ab 10. April 2018 dann wieder zu den üblichen Zeiten.  

Ansprechpartner

Ihr Ansprechpartner bei der Stadt Leverkusen:
Koordinierungsstelle Ausbau A1/A3
Ralf Uttich
Telefon: 0214/406-8856
autobahnausbaustadt.leverkusende

Ihr Ansprechpartner bei Straßen NRW:
a-bei-levstrassen.nrwde