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Städtepartnerschaften
50 Jahre Partnerschaft mit Oulu

Festabend im Forum

"Goldene Hochzeit" gefeiert

Festakt in Großen Saal des Forums: mit Musik, zwei Ehrenpreisen, einer Videogrußbotschaft und Reden haben die Gäste am 6. Dezember das 50jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft Oulu und Leverkusen gewürdigt. Anschließend wurde mit einem Bürgerfest im Terrassensaal weiter gefeiert.

Oberbürgermeister Uwe Richrath begrüßte zum Auftakt des Abends besonders die Gäste aus Oulu, allen voran seine Amtskollegin Päivi Laajala und den Stadtdirektor Oulus, Kyösti Oikarinen. Sie sowie sieben weitere Gäste aus der finnischen Partnerstadt besuchten als offizielle Delegation für vier Tage Leverkusen.

OB Richrath erinnert an den 7. Juni 1968, den Tag, an dem die offizielle Partnerschaftsurkunde im Rathaus von Oulu unterschrieben worden war. Die Unterzeichner damals: Stadtdirektor Arvo Heino und Wilhelm Dopatka, der damalige Oberbürgermeister von Leverkusen.

Für Leverkusen war es die erste Partnerschaft dieser Art, die eigentlich keine "Liebe auf den ersten Blick", vielmehr vom Deutschen Städtetag vermittelt worden war. Doch beide Städte passten, so der OB, einfach gut zueinander. "Dass sie sich so gut entwickeln konnte, war und ist das Verdienst von ungezählten Aktiven beider Städte." Richrath zählte einen Teil der vielen Aktivitäten auf. Er dankte besonders Bernhard Marewski, dem Vorsitzenden der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Leverkusen für sein jahrzehntelanges Engagement. "Eine Städtepartnerschaft braucht solche Persönlichkeiten."

"Arbeit für geeintes Europa"

Diesem Lob schloss sich Bürgermeisterin Päivi Laajala an. Oulu und Leverkusen seien in Europa ein beispielhaftes Partnerschaftspaar. Sie erinnerte an den Kulturaustausch besonders in Kunst und Musik, an viele gemeinsame Konzerte mit dem Blasorchester der Musikschule etwa, an schöne Begegnungen, auch in Gastfamilien, an Praktika finnischer Studenten bei der Bayer AG in den 70er Jahren. So manche hätten ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland gefunden. "Das ist Arbeit für ein geeintes Europa, ein Europa der Bürger, diese Zusammenarbeit von Städten und Regionen."

Glückwünsche zum Jubiläum und ein verstärktes Zusammenarbeiten in den kommenden Jahren - das war der Tenor der Reden von Professor Klaus Becker von der Technischen Hochschule Köln/Campus Leverkusen und Professer Arto Maaninen von der Universität Oulu. Denn auch der Wissenaustausch soll in Zukunft zwischen den beiden Hochschulen gefördert werden.

Eintrag ins Goldene Buch und Ehrenpreis

Dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt folgte dann die Verleihung eines neuen Ehrenpreises für städtepartnerschaftliches Engagement. Leverkusen würdigte damit zum einen die Verdienste der Bürger Oulus selbst. Zudem erhielt Gottfried Effe aus Oulu den Preis persönlich für sein 40jähriges bürgerschaftliches Engagement um die Partnerschaft. Als "schwäbischer" Finne lebt er seit mehreren Jahrzehnten in Oulu und ist seit vielen Jahren Vorsitzender des Finnland-Deutschland-Vereins Oulu.
Der 6. Dezember ist in Finnland Unabhängigkeitstag und so erhielt die Videogrußbotschaft von Paula Risikko, der Präsidentin des Finnischen Parlamentes besonderes Gewicht. Die Nationalhymnen der beiden Länder wurden dann zum Abschluss des offiziellen Festaktes angestimmt.

1. Polar Bear Pitching 

Nach einer Pause wechselten die Gäste in den Terrassensaal zum eher lockeren Teil des Abends. Das 1. Polar Bear Pitching Deutschlands in Leverkusen war ein besonderer Programmpunkt. Ein Bottich mit eiskaltem Wasser stand bereit. Zwei Teilnehmerinnen am Pitching kletterten dort hinein, um ihre Geschäfts- beziehungsweise Projektidee vorzustellen. Unter den Bedingungen galt es, schnell auf den Punkt zu kommen. Das "Polar Bear Pitching" ist eine Erfindung aus Oulu und wird dort im Rahmen eines Wettbewerbs vor allem für Start-Ups, junge Gründer mit Geschäftsidee, veranstaltet.

Begleitet wurde der gesamte Abend vom Blasorchester der Musikschule, vom Chorensemble "Art Tonale", vom Cellisten Manuel Lipstein, von Pierto Pittari am Klavier, Tim Kayser am Akkordeon, der Sängerin INKA Auhagen und dem tanztrieb.Ensemble.

"Arctic Attitude meets German Pragmatism" lautet der Slogan des Kongresses STEPsCON 2018, der heute (7. Dezember 2018) im Leverkusener Forum stattfindet. Er wird gemeinsam von der TH Köln mit seinem Campus Leverkusen, der Universität Oulu und der Stadt Leverkusen zum Thema "Nachhaltigkeit" veranstaltet.

Bürgermeister Bernhard Marewski eröffnete am Morgen den sehr gut besuchten internationalen Kongress. Im Mittelpunkt steht der Austausch zwischen jungen Studierenden und Hochschulabsolventen mit renommierten Wissenschaftlern. Viele Studierende der Fachrichtungen Pharmazeutische und Angewandte Chemie des Campus Leverkusen sind als Kongressteilnehmer mit dabei.  

Zentrales Thema: Nachhaltigkeit

Zentrales Thema des Kongresses ist die Nachhaltigkeit im Bereich der Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie in der Industriellen Biotechnologie. In vier parallelen Sessions werden aktuelle Forschungsthemen aus dem Bereich Nachhaltigkeit präsentiert:

  • Nachhaltige Medizin und Pharmazeutika
  • Ressourcen und Bioremediation
  • Nachhaltige Chemie & Industrielle Biotechnologie
  • Innovative Materialien und Formulierungstechnologie

Die Fachtagung dient besonders dem Ideen- und Wissensaustausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – von Masterstudierenden und Promovierenden bis hin zu etablierten Forschenden aus Hochschule und Industrie. "Die STEPsCON ist der erste große wissenschaftliche Kongress, den unsere Fakultät hier in Leverkusen organisiert. Inhaltlich greifen wir vor allem Themen auf, die sowohl an der Universität Oulu als auch an der TH Köln bearbeitet und erforscht werden. Wir sehen die Konferenz als Startpunkt für künftige Kooperationen und einen weiteren vertieften Austausch in Lehre und Forschung zwischen den beiden Hochschulen", sagt Prof. Dr. Matthias Hochgürtel, Dekan der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften.

120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Wissenschaft und Industrie nehmen an der Tagung teil, darunter auch 35 Gäste von anderen Hochschulen und aus der Industrie. In 40 Vorträgen und 20 Posterpräsentationen stellen die Forscherinnen und Forscher ihre Arbeiten vor.

Der Name des Kongresses ist "STEPsCON 2018" - nach dem Foschungsinstitut STEP`s der Technischen Hochschule (TH) Köln. Er soll dem Austausch zwischen jungen und erfahrenen Wissenschaftlern dienen. "Dieser Kongress wird Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem hohen Norden mit deutschen Kollegen zusammenführen und Leverkusen als Hochschulstandort profilieren", sagte OB Uwe Richrath bei der ersten Vorstellung des Kongresses im Sommer.

Bürgerform "Meet the Scientist"

Einen Tag nach der wissenschaftlichen Konferenz zu Nachhaltigkeit und Innovation STEPsCON, stand ein Bürgerforum auf dem Programm. Alle Leverkusenerinnen und Leverkusener waren eingeladen, sich am Samstag, 8. Dezember, zwischen 10 Uhr und 12 Uhr mit Wissenschaftlern unter dem Motto "Meet the Scientist" auszutauschen. Die Stadt Leverkusen und die Technische Hochschule Köln mit ihrer Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften, dem Campus Leverkusen, erwartetn die Besucher. 

Der Dekan der Fakultät, Dr. Matthias Hochgürtel, gab zunächst eine kurze Einführung zum Campus Leverkusen - an dem mittlerweile 850 junge Menschen studieren - und zu den Inhalten der Konferenz. Danach erläuterten Professoren und Studierende Konferenzthemen vom Vortag anhand von Posterpräsentationen in "Alltagssprache".

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