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Holocaust-Gedenktag

Erinnerung an den Wald der Toten

Im "Wald der Toten", in Bikernieki bei Riga, wurden 1941/42 über 25.000 deutsche Jüdinnen und Juden umgebracht. Mindestens 12 stammten aus Leverkusen. Eine von ihnen war Therese Herz aus Hitdorf. Zum Holocaustgedenktag am 27. Januar 2020 erinnerte die Stadt mit einer Gedenkstunde an die Ermordeten und eröffnete die gleichnamige Ausstellung. Sie ist noch bis zum 19. Februar im Forum zu sehen. 2018 ist die Stadt dem im Jahre 2000 gegründeten "Riga-Komitee" beigetreten. Zweck des Komitees: Erhalt und Pflege der Gedenkstätte Riga-Bikernieki in Lettland.

Holocaust-Gedenktag 2020

Leverkusener Opfer

Die Namen der 12 Leverkusener Bürger, die in Riga umkamen, sind bekannt. 1941/42 wurden sie mit Zügen von Köln-Messe/Deutz und von Düsseldorf-Derendorf nach Lettland deportiert. 

Ausstellung bis 19. Februar

An ihr grausames Schicksal und der vielen anderen tausend Opfer erinnert die Ausstellung "Riga-Bikernieki - Wald der Toten": Sie dokumentiert die  Massenmorde in Fotos und Texten. Sie zeigt aber auch den Prozess der Aufarbeitung, die Planung der Gedenkstätte und gibt ein anschauliches Bild von den vielfältigen, internationalen Gedenk- und Bildungsveranstaltungen, die dort stattfinden. 

Die Ausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wird bis 19. Februar in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Leverkusen in der Galerie des Forums gezeigt. Winfried Nachtwei, einer der Initiatoren des Riga-Komitees, hielt zum Holocaustgedenktag am 27. Januar den einführenden Vortrag.

Wachsam in der Gegenwart sein

In seiner Rede erinnerte Oberbürgermeister Uwe Richrath an das Schicksal der Unschuldigen und mahnte Wachsamkeit gegenüber Antisemitismus und Fremdenhass in der Gegenwart an.

Musikalisch eingerahmt wurde die Feierstunde vom Klezmer-Ensemble der Musikschule Leverkusen.

  • Öffnungszeiten der Ausstellung: werktags von 9 Uhr bis 20 Uhr; an den Wochenenden während der Veranstaltungen im Forum. Info hier.

  • Das Kommunale Kino zeigt anlässlich des Gedenktages den Film "Synonymes", Frankreich 2019, frei ab 12 Jahren.

Brief aus israelischer Partnerstadt

Moran Fogel ist im Rathaus von Leverkusens israelischer Partnerstadt Nof Hagalil für die Partnerschafts-Beziehungen verantwortlich. Ende Januar bedankte sie sich bei der Stadt Leverkusen für die Berichte zum Holocaust-Gedenktag und zur Riga-Ausstellung.

Pflicht, die Erinnerung zu pflegen

Sie überschrieb ihren Brief mit einem Zitat aus der Rede, die der israelische Staatspräsident Ruvi Rivlin am 29. Januar im Deutschen Bundestag gehalten hat: "Deutschland hat die Verantwortung für die Verbrechen des Holocaust übernommen und Deutschlands beständige Anerkennung dieser Verbrechen machte es möglich, ein neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland zu eröffnen. Israel und Deutschland stehen eng zusammen, indem sie die Pflicht anerkennen, die Erinnerung zu pflegen und nie zu vergessen. Beide fühlen sich der Zukunft verpflichtet, die uns auffordert, nach vorne zu sehen, zusammen zu handeln und die Werte und Interessen gemeinsam zu teilen."

"Partnerstädte stehen zusammen"

Sie beendet ihren Brief in die Partnerstadt Leverkusen mit: "Und so tun wir als Partnerstädte es ebenso, indem wir zusammenstehen und Werte und gemeinsame Interessen teilen."

Vielen Dank fürs Teilen