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Gedenkstunde Pogromnacht

Gedenkstunde am Platz der Synagoge

Reichspogromnacht 9. November 1938: Auch in Leverkusen wurden jüdische Mitbürger misshandelt und verhaftet, die Synagoge in Opladen angezündet.

Am „Platz der Synagoge“, Ecke Lessingstraße/ Altstadtstraße hat Oberbürgermeister Uwe Richrath am Mittwoch, 9. November 2017, zusammen mit Repräsentanten der Leverkusener Glaubensgemeinschaften mit Kranzniederlegungen an die Opfer des Holocaust erinnert.

Für die Synagogengemeinde Düsseldorf sang Kantor Benjamin Deutsch. Die christlichen Konfessionen waren durch Pfarrer Ulrich Sander, Superintendent Gert Loerken und Pfarrerin Dagmar Jetter vertreten. Ismalj Memishi, der Vorsitzende des Rates der Islamischen Gemeinschaften Leverkusen,sowie Lev Ismikhanov vom Verein Davidstern gedachten ebenfalls der Opfer. Die Musikschule Leverkusen untermalte den Festakt mit ihrem Klezmer-Ensemble.

Mädchen und Jungen des Landrat-Lucas-Gymnasiums und der Montanus-Realschule gestalteten die Gedenkstunde mit Wortbeiträgen zum Thema "Erziehung und Schule im Nationalsozialismus". Vom Platz der Synagoge ging es zur Jugendkirche. An den "Stolpersteinen" in der Fußgängerzone wurde an das Schicksal der jüdischen Mitbürger, die dort lebten, erinnert.      

Zur Synagoge

Die Opladener Lehrerin Lene Boosen hatte 1934 die Fronleichnamsprozession von ihrem Dachzimmer aus fotografiert. Das Bild ist das einzige überlieferte, auf dem das ganze Synagogen-Gebäude zu sehen ist.

Heute erinnert nur noch der "Platz der Synagoge" mit der Gedenkstele an das Gotteshaus an der Altstadtstraße.