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Baugenehmigung 

Die Errichtung, die Änderung, die Nutzungsänderung und der Abbruch baulicher Anlagen bedürfen, soweit nichts anderes bestimmt ist, einer Baugenehmigung.

Die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen unterscheidet hier zwischen dem vereinfachten und dem normalen Baugenehmigungsverfahren.

  • Überblick

    Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren:

    Das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren wird für die Errichtung und die Änderung baulicher Anlagen durchgeführt, soweit kein normales Baugenehmigungsverfahren (Genehmigung von Sonderbauten) durchzuführen ist und soweit Bauvorhaben nicht genehmigungsfrei (Freistellungsverfahren) sind.

    Das "Vereinfachte Genehmigungsverfahren" ist das Regelverfahren für die Genehmigung von Bauvorhaben. Sofern es sich um Sonderbauten handelt, ist das normale Genehmigungsverfahren anzuwenden. (Vgl. hier: Genehmigung von Sonderbauten).

    Bitte reichen Sie Ihren erforderlichen Bauantrag schriftlich mit allen für seine Bearbeitung und Beurteilung erforderlichen Unterlagen (Bauvorlagen) beim Fachbereich Bauaufsicht ein.

    Der Bauantrag muss von Ihnen und der Entwurfsverfasserin oder dem Entwurfsverfasser, welche oder welcher bauvorlageberechtigt sein muss, durch Unterschrift anerkannt sein.

    Davon ausgenommen sind Bauvorlagen für bauliche Anlagen, die nicht Gebäude sind, Bauvorlagen für Garagen und überdachte Stellplätze bis zu 100 m² Nutzfläche, überdachte Fahrradabstellplätze, Behelfsbauten und untergeordnete Gebäude.

    Bauvorlageberechtigt ist, wer die Berufsbezeichnung Architektin oder Architekt führen darf, aber darüber hinaus auch weitere Personen, die z. B. aufgrund ihrer Ausbildung und Tätigkeit die Vorlageberechtigung erworben haben. Bitte erfragen Sie rechtzeitig vor der Auftragsvergabe, ob Ihr Auftragnehmer vorlageberechtigt ist.

    Nach der Vorlage Ihres Bauantrages beim Fachbereich Bauaufsicht wird Ihr Bauantrag registriert (Anlegung von Stammdaten - vg. Abgabe der Unterlagen/ Registrierung). Hierüber erhalten Sie eine Eingangsbestätigung.

    Im Anschluss durchläuft Ihr Antrag je nach Erfordernis weitere Organisationseinheiten der Verwaltung (Vorprüfung, Vermessung, Tiefbau, Planung, Umwelt, Verwaltungsabteilung zur Eintragung von Baulasten usw.). Soweit die Beteiligung anderer Ämter und Behörden, wie z. B. des staatlichen Umweltamtes, der unteren Landschaftsbehörde, der unteren Wasserbehörde etc. erforderlich ist, erfolgt dies unmittelbar nach der Registratur Ihres Antrages. Wenn aufgrund mehrerer notwendiger Beteiligungen weitere Antragsausfertigungen benötigt werden, wird der Fachbereich Bauaufsicht Sie oder Ihre Beauftragten unverzüglich benachrichtigen. Die Vorlage weiterer Antragsausfertigungen dient der Beschleunigung des Verfahrens.

    Ist der Umlauf durch die oben genannten Organisationseinheiten abgeschlossen und liegen alle notwendigen Stellungnahmen vor, erfolgt die abschließende Prüfung durch den Fachbereich Bauaufsicht. Sie erhalten die Baugenehmigung, es sei denn Ihr Vorhaben widerspricht den öffentlich-rechtlichen Vorschriften. In diesem Fall müsste Ihr Bauantrag abgelehnt werden (vgl. Ablehnung).

    Die Baugenehmigung wird in der Regel Auflagen und Hinweise - in manchen Fällen auch Bedingungen - enthalten. Bei Bedingungen wird die Baugenehmigung erst rechtswirksam, wenn die Bedingungen erfüllt sind.

    Mit Auflagen und Hinweisen wird Ihnen z. B. genannt, welche Unterlagen noch vor Baubeginn und auch danach vorzulegen sind. Auch wird z. B. der für Ihr Gebäude zuständige Bezirksschornsteinfeger benannt.

    Bitte teilen Sie den Baubeginn daher spätestens eine Woche vorher der Bauaufsichtsbehörde mit!

    Das Freistellungsverfahren:

    Das Freistellungsverfahren gilt für Wohngebäude geringer und mittlerer Höhe, Stellplätze und Garagen (Nebengebäude und Nebenanlagen) im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes nach §30 Abs. 1 oder 2 BauGB (gesondertes Antragsformular) - wenn:

    • das Vorhaben den Festsetzungen des Bebauungsplanes entspricht,
    • die Erschließung i.S.d. BauGB gesichert ist,
    • die Gemeinde nicht innerhalb eines Monats nach Eingang der Bauvorlagen erklärt, dass ein Baugenehmigungsverfahren durchgeführt werden soll.

    Ferner gilt das Freistellungsverfahren auch für Nutzungsänderungen von Gebäuden deren Errichtung oder Änderung bei geänderter Nutzung genehmigungsfrei wäre.

    Adresse

    Anschrift

    Elberfelder Haus
    Hauptstr. 101
    51373 Leverkusen

    Postanschrift

    Stadt Leverkusen
    Postfach 10 11 40
    51311 Leverkusen

    Kartenansicht

  • Details

    Unterlagen

    • Bauantragsformular einschließlich Baubeschreibung
    • ggf. Betriebsbeschreibung,
    • Lageplan,
    • Zeichnungen,
    • Berechnungen usw.

    Gebühren

    Die Gebühren richten sich nach der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung NRW (AVw-GebO NRW)

    Sie richtet sich bei Errichtung und Erweiterung des Gebäudes nach den Kubikmetern (cbm³) umbauten Raumes multipliziert mit dem Rohbauwert.

    Bei Änderungen richtet sich die Gebühr nach der Herstellungssumme. Ggf. zuzüglich Gebühren für evtl. erforderliche Abweichungen, Befreiungen, Beteiligungen, Baulasten.

    Rechtsgrundlagen

    • Bauordnung NRW (BauO NRW),
    • Baugesetzbuch (BauGB),
    • Baunutzugnsverordnung (BauNVO),
    • Bauprüfverordnung (BauPrüfVO),
    • Spezialgesetzgebung

    Die gesetzlichen Grundlagen und ein Merkblatt der IHK zur Baugenehmigung können unter Formulare / Medien auf dieser Seite als PDF-Dokumente heruntergeladen werden!

  • Kontakt

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