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Kultur
Gedenktage
Leverkusen steht gemeinsam für Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz. Um die Demokratie zu stärken, übernehmen wir alle zusammen historische Verantwortung. Jährlich wird in Leverkusen den Opfern des Holocausts und von Rassismus gedacht. Den gegenwärtigen Gefahren der Demokratie stellen wir uns entschlossen entgegen.
Holocaust-Gedenktag
Plakat der Ausstellung "Freiheit in der Ferne" in der Galerie im Forum 2026
Blick in die Ausstellung mit Vitrine von Erinnerungsstücken und Gemälde
Ausstellung "Freiheit in der Ferne"
Anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27. Januar präsentiert die Volkshochschule Leverkusen in der Galerie des Forums bis zum 22. März 2026 die Ausstellung "Freiheit in der Ferne - Vom jüdischen Leben in der neuen Heimat Leverkusen". Sie widmet sich der Situation der jüdischen Kontingentflüchtlinge, die nach dem Zerfall der Sowjetunion in den 1990er-Jahren nach Deutschland kamen.
Emotionale Gemälde, Interviews mit Erstzeugen sowie Fotografien und interaktiven Videoinstallationen geben eindrucksvolle Einblicke in die Erfahrungen von Flucht, Identität und Neuanfang.
Die Ausstellung ist noch bis zum 22. März in der Galerie des Forums zu sehen (Öffnungszeiten gemäß Information des Forums).
Erweitert wird das Ausstellungsprojekt, das von der Bürgerstiftung und der Sparkasse Leverkusen unterstützt wird, durch ein Veranstaltungsprogramm mit öffentlichen Führungen, Workshops für Schüler*innen, Filmen im Kommunalen Kino, einem Musikkonzert am 7. März und einer kultur-kulinarischen Ausstellungs-Finissage am 19. März. Diese gibt Einblicke in die Gegenwart und Zukunft der jüdischen Gemeinschaft in Leverkusen. Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten unter www.vhs-leverkusen.de (Öffnet in einem neuen Tab).
Zur Eröffnung vor etwa 100 Teilnehmenden betonte Oberbürgermeister Stefan Hebbel in seiner Rede zum Holocaust-Gedenktag, dass der "Massenmord an den europäischen Juden mit Antisemitismus und Ausgrenzung begann und sich schließlich zu staatlich organisierter Vernichtung steigerte. Gerade heute müssen wir deshalb unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zur Seite stehen und all denen, die sich gegen Antisemitismus einsetzen."
Die Kampagne #WeRemember ("Wir erinnern") richtet sich nicht nur gegen Antisemitismus und alle Formen von Völkermord, Hass und Fremdenfeindlichkeit, sondern will auch zur weiteren Aufklärung über den Holocaust beitragen.
Ins Leben gerufen hat die Aktion der "World Jewish Congress (Öffnet in einem neuen Tab)" im Jahr 2017 gemeinsam mit der UNESCO. Unter dem Hashtag #WeRemember werden Menschen aller Kulturen und Religionen weltweit gebeten, ein Foto mit diesem Slogan auf ihren digitalen Kanälen zu veröffentlichen.
Info: Holocaust-Gedenktag
Rund sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens wurden durch das nationalsozialistische Regime ermordet. Der internationale Holocaust-Gedenktag am 27. Januar erinnert an diese Opfer. Er erinnert als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zudem an die Millionen anderer Opfer der NS-Diktatur, wie Sinti und Roma, Einwohnende Polens und der Sowjetunion, politisch Andersdenkende oder behinderte Menschen.
Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee (Armee Sowjetrusslands) das Konzentrationslager Auschwitz. Dort waren zu dem Zeitpunkt noch rund 7 000 Menschen gefangen, die der Katastrophe, der "Shoah", so entkommen konnten. Mehr als eine Million Menschen kamen allein in Auschwitz ums Leben.
2005 haben die Vereinten Nationen diesen Tag der Befreiung zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt. Die Stadt Leverkusen richtet zu dem Tag alljährlich eine Ausstellung mit Begleitprogramm zum Thema aus.
Gedenk- und Mahnmal mit Kränzen am Platz der Synagoge
In der Nacht vom 9./10. November 1938 wurden in Deutschland Synagogen angezündet, Geschäfte von jüdischen Mitbürgern geplündert und zerstört. Mitmenschen jüdischen Glaubens wurden misshandelt, verhaftet oder ermordet. Auch in Opladen wurde die Synagoge in Brand gesteckt und zerstört. Die Stadt erinnert alljährlich mit einer Gedenkstunde an dieses Novemberpogrom. Der Rat der Religionen, die Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und der Integrationsrat der Stadt tragen sie mit.
Viele Leverkusenerinnen und Leverkusener kommen zur jährlichen Gedenkstunde an den Platz der Synagoge in Opladen. Auch Schulen gestalten das Gedenken mit.
Leverkusen ist jung, sozial und gemeinsam stark. Viele Menschen engagieren hier ehrenamtlich im sozialen Bereich. Mehrere Organisationen unterstützen vor allem Jugendliche bei ihrem Engagement.
Kunst schafft Räume. Kultur macht Menschen. Gemeinsam kreativ sein ist der kulturelle Anspruch in unserer Stadt. Deshalb hat Leverkusen ein vielfältiges Kulturangebot, das begeistert.
Seit Jahrzehnten gestalten die Menschen hier gemeinsam Zeitgeschehen, Demokratie und Kultur. Leverkusens Museen und das Stadtarchiv sind kulturelles Gesicht und Gedächtnis der Stadt zugleich.