Stadt Leverkusen

Girls'Day und Boys'Day

Seit 2001 gibt es den Girls’Day und seit 2011 den Boys’Day. An diesem Tag lernen Mädchen und Jungen Berufe oder Studienfächer kennen, in denen der Anteil von Frauen, bzw. Männern jeweils unter 40 Prozent liegt. Das sind zum Beispiel bei den Mädchen die Bereiche IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik.

Girls'Day und Boys'Day
(v.l.n.r.): Cornelia Richrath (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Leverkusen), Lilli Daniel (Teilnehmerin Girls’Day), Emily Amsus (Teilnehmerin Girls’Day), Maja Ina Dayaghi (Gleichstellungsbeauftragte der Technischen Betriebe AöR), Claudia Lange (Gleichstellungsbeauftragte der Technischen Betriebe AöR)

Trotz besserer Schulabschlüsse entscheiden sich Mädchen im Rahmen ihrer Ausbildungs- und Studienwahl weiterhin überproportional häufig für „typisch weibliche“ Berufsfelder oder Studienfächer. Von 328 dualen Ausbildungsberufen in Deutschland begrenzen sich mehr als die Hälfte der Mädchen bei der Berufsauswahl auf lediglich zehn dieser Ausbildungsberufe, darunter kein einziger gewerblich-technischer Beruf (siehe: www.kompetenzz.de/datentool (Öffnet in einem neuen Tab)).

Am Girls’Day 2026 konnten insgesamt 34 Mädchen männerdominierte Berufsfelder bei der Stadt Leverkusen kennenlernen. Die Mädchen verbrachten den Tag u. a. bei der Feuerwehr, dem Fachbereich Stadtgrün, dem Fachbereich Kultur und Stadtmarketing (hier bei den Beleuchtungs- und Bühnentechnikern im Forum) und den Bäderbetriebe des Sportparks Leverkusen. In diesem Jahr konnten das erste Mal Plätze beim Fachbereich Umwelt angeboten werden: bei der Abteilung Zentrale Dienste (der Fokus lag hier auf Digitalisierung und IT) sowie bei der Abteilung Wasser, Abfall, gewerblicher Immissionsschutz.

Zwei Mädchen lernten die Berufe als Mechatronikerin bzw. Bauingenieurin bei den Technischen Betrieben AöR kennen. Mit einer Spezialkamera wurde ein Video von dem Kanal gemacht, um zu prüfen, ob Reparaturen notwendig sind. „Das sah anderes aus, als ich mir das vorgestellt hatte“, sind sich die beiden Teilnehmerinnen Lilli und Emily einig. 

Mit dabei auch die Gleichstellungsbeauftragten der TBL Claudia Lange und Maja Ina Dayaghi: „Wir nehmen schon sehr lange am Girls‘Day teil, um Mädchen für Berufe in Technik und Handwerk zu begeistern.“

Beim Boys’Day stehen soziale und pflegerische Berufe im Fokus. Der Männeranteil in der schulischen Ausbildung als Erzieher*in lag im Schuljahr 2024/25 bei unter 20 Prozent. Insgesamt wählt mehr als die Hälfte der männlichen Jugendlichen unter nur 20 Ausbildungsberufen aus (siehe: www.kompetenzz.de/datentool (Öffnet in einem neuen Tab)). 

In diesem Jahr war die Stadt Leverkusen mit insgesamt 18 Plätzen beim Boys’Day dabei. 14 Jungen haben in acht städtischen Kitas und Familienzentren den Beruf der Erzieher*innen kennengerlernt. Außerdem gab es zwei Plätze in der Abteilung Marketing/Veranstaltungsmanagement beim Sportpark Leverkusen. Neu dabei: Zwei Teilnehmer lernten die Personalentwicklung des Fachbereichs Personal und Organisation kennen. 

Alle Schüler*innen bekamen am 23. April einen Tag lang einen spannenden Einblick in technische beziehungsweise soziale Berufsfelder. Sie lernten dabei zugleich eine Arbeitgeberin kennen, der eine familienfreundliche Personalpolitik verspricht. 

Koordiniert wurde der städt. Girls’Day und Boys’Day vom Gleichstellungsbüro der Stadt Leverkusen.

Ansprechpartnerin: Fiona Hollmann
E-Mail: fiona.hollmannstadt.leverkusende
Telefon: 0214 406-8305

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