Stadt Leverkusen

Fusion zwischen ivl und regio IT gestoppt

Der Fusionsprozess zwischen der Informationsverarbeitung Leverkusen GmbH (ivl) und der regio iT, Gesellschaft für Informationstechnologie mbh, ist beendet worden.

Grund ist ein Veto der Gesellschafter der regio iT gegen die Fusion. Ein entsprechender Beschluss soll am heutigen Dienstag in der Gesellschafterversammlung der regio IT gefasst werden. Der Prozess musste daraufhin seitens der regio iT beendet werden. Die Entscheidung erfolgte nicht aus operativen oder wirtschaftlichen Gründen.

„Das ist ein herber Rückschlag“, erläutert Oberbürgermeister Stefan Hebbel. „Vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - aber auch für alle am Prozess Beteiligten. Für diesen Schritt gab es im laufenden Verfahren keine fachlichen oder wirtschaftlichen Anzeichen. Im Gegenteil: Die Gespräche waren konstruktiv, und der Prozess war bereits sehr weit fortgeschritten.“

Die ivl GmbH befand sich seit dem Ratsbeschluss vom 25.08.2025 in einem vertieften Prüfprozess (Due-Diligence-Phase) mit der regio iT GmbH. Die Prüfungen in den Bereichen Finanzen, Recht und Steuern verliefen ohne Feststellung transaktionsgefährdender Risiken. Auch in den zentralen strategischen und operativen Fragestellungen – Synergien, Zielbild, Integrationspfad, Transaktionsform (Ausgliederung) sowie Governance-Grundsätze – war in weiten Teilen Übereinstimmung erzielt worden.

Die wesentlichen Vertragswerke waren verhandelt und in großen Teilen abgestimmt. Die zentralen wirtschaftlichen und strukturellen Eckpunkte der geplanten Fusion standen. Auf dieser Grundlage lag ein tragfähiges wirtschaftliches Gesamtkonzept mit einem gemeinsamen Business Case vor.

„Wir haben eine sehr gute wirtschaftliche und strategische Ausgangsbasis für die Fusion gesehen. Die Verhandlungen waren inhaltlich weit fortgeschritten, zahlreiche Regelungen bereits abgestimmt. Nicht nur die ivl hätte von der Fusion profitiert, sondern auch die regio iT mit einem zusätzlichen starken Standort im Rheinland sowie hochqualifizierten und engagierten Mitarbeitenden“, sagt Thomas Eimermacher, kaufmännischer Geschäftsführer der EVL, der sich von der Geschäftsführung der regio IT ein früheres Signal gewünscht hätte, dass eine Fusion mit der ivl offenbar nicht in die Zukunftstrategie der regio IT-Gesellschafter passt. 

Die ivl verfügt über eine solide wirtschaftliche und organisatorische Grundlage, auf der nun die nächsten strategischen Schritte aufbauen. Die Gesellschafter der ivl, die Stadt Leverkusen und die Energieversorgung Leverkusen (EVL), halten unverändert an ihrem Ziel fest, die ivl strategisch weiterzuentwickeln und langfristig zukunftsfähig aufzustellen.

„Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der ivl, Holger Breuer, werden wir die strategische Weiterentwicklung nun zügig fortsetzen und die nächsten Schritte vorbereiten. Die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der ivl angesichts steigender Anforderungen an Digitalisierung, Informationssicherheit und Betriebsstabilität nachhaltig zu sichern, bleibt unser zentrales Ziel“, so Oberbürgermeister Stefan Hebbel.

„Auch wenn die ivl aktuell wirtschaftlich gut aufgestellt ist, müssen wir heute die richtigen Weichen für morgen stellen. An diesem Anspruch halten wir fest“, ergänzt Thomas Eimermacher.

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