Stadt Leverkusen

15 Integrationsprojekte mit Landesgeldern gefördert

Integration, Teilhabe und Zugehörigkeit stärken Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dafür erhielt das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Leverkusen Mitte 2025 Landesgelder, die an Vereine und Verbände mit ehrenamtlicher Integrationsarbeit in Leverkusen weitergeleitet wurden. Auch für 2026 ist erneut eine Förderung beantragt; eine Informationsveranstaltung für interessierte Träger und Vereine ist geplant.

Starke Strukturen vor Ort werden gestärkt

Die Institutionen und Vereine, die im vergangenen Jahr Fördergelder für Projekte erhalten haben, sind allesamt in Leverkusen aktiv: Die Arbeiterwohlfahrt, das Diakonische Werk Leverkusen, die Evangelische Kirchengemeinde Leverkusen-Mitte sowie die Vereine Alevitischer Kulturverein Leverkusen und Umgebung e.V., das Leverkusener Bildungs-Center, G.O.E.K. e.V., Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, das Maghariba Zentrum Leverkusen, Mawka, die Tanz- und Kulturbühne und der Sportverein SSV 1927 Lützenkirchen e.V. 

„In unserer Stadt gibt es dank einer engagierten Zivilgesellschaft beachtlich viele Angebote zur Integration und Teilhabe von Geflüchteten und Zugewanderten“, betont Sozialdezernent Alexander Lünenbach. „Mit diesem Engagement gestalten Vereine, Verbände und Träger aktiv unsere Demokratie mit und übernehmen Verantwortung. Wir als Stadt Leverkusen nutzen die Landesgelder, um unsere ohnehin schon starken Strukturen vor Ort noch weiter zu stärken.“   

Ermöglicht wird das Landesförderprogramm durch Gelder aus dem Maßnahmenpaket zu den Bereichen Sicherheit, Migration und Prävention. Aus diesem Maßnahmenpaket stellt das Integrationsministerium NRW den Kommunalen Integrationszentren in Nordrhein-Westfalen Gelder zur Verfügung, die im Rahmen von Fördervorgaben weitergeleitet werden können.  

Im Jahr 2025 leitete die Stadt Leverkusen 38.000 Euro an Landesgeldern zur Förderung lokaler Projekte an Institutionen und Vereine weiter. Die Projekte richteten sich an Neuzugewanderte aus unterschiedlichen Ländern und sollten insbesondere Wissen über das demokratische Zusammenleben in Deutschland sowie das Gefühl der Zugehörigkeit stärken. In allen Projekten engagierten sich Neuzugewanderte auch ehrenamtlich und übernahmen Verantwortung.

15 ehrenamtliche Projekte und Maßnahmen zur Prävention von Radikalisierung

Der Schwerpunkt der Aktivitäten im vergangenen Jahr lag auf sozialen Projekten. Fünf Maßnahmen widmeten sich der Stärkung von Zugewanderten in ihrem sozialen Umfeld, zwei davon richteten sich ausdrücklich an Frauen. In Workshops lernten sie ihre Rechte und Möglichkeiten in der demokratischen Gesellschaft besser kennen. In einem weiteren Projekt setzten sich Jugendliche mit den Gemeinsamkeiten von Religion und Demokratie auseinander.

Offenes Kicken, Café Welt und Malen verbindet: Vielfältige Angebote

Das Programm unterstützte gemeinsame kulturelle Aktivitäten als Brücke zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft. So wurden ein Chorprojekt und zwei Tanzgruppen umgesetzt, die Kostüme dafür wurden teils selbst hergestellt. Kreativ waren auch die Teilnehmenden des Eltern-Kind-Kurses „Malen verbindet“, in dem geflüchtete Familien Kunst nutzten, um negative Erfahrungen aus Kriegsgebieten zu verarbeiten.

Fördergelder erhielten auch die Deutschkurse des „Café Welt“ der Evangelischen Kirchengemeinde Leverkusen-Mitte. Seit zehn Jahren verbessern Neuzugewanderte hier ihre Deutschkenntnisse auf zwei unterschiedlichen Niveaus; die parallele Kinderbetreuung ermöglicht insbesondere Müttern die Teilnahme.

Sportangebote, die oft ein wichtiger Motor für Integration sind, wurden ebenfalls unterstützt: Beim SSV Lützenkirchen können junge Geflüchtete außerhalb des regulären Trainings zwanglos zusammenkommen. Dabei lernen sie Ansprechpersonen vor Ort kennen und erhalten Hilfe, zum Beispiel bei der beruflichen Orientierung.

Eine weitere Besonderheit im Jahr 2025 war eine selbst organisierte Fortbildungsreihe für ehrenamtliche Frauen des Vereins „Mawka“: Hier erhielten die Ehrenamtlichen unter anderem Schulungen zu den Themen „Gewaltfreie Kommunikation“ und „Selbstfürsorge im Ehrenamt“.

Die von der Diakonie geleiteten Nachbarschaftstreffs in Manfort und Alkenrath organisierten Ausflüge zu Kultur- und Bildungseinrichtungen. Dazu gehörte ein geführter Rundgang in einfacher Sprache im NS-DOK Köln, bei dem etwa 20 Neuzugewanderte sich intensiv mit der NS-Zeit und deutscher Geschichte auseinandersetzten.

Café und Essen nebenbei läuft ein Video
Das „Empowerment Café“ des Leverkusener Bildungs-Centers verbindet Deutschkenntnisse mit der Stärkung sozialer Kompetenzen.
Junge Menschen spielen Fußball auf Kunstrasen
Junge Geflüchtete trafen sich immer montags beim SSV Lützenkirchen zum „Offenen Kicken“ mit Ansprechpartnern für Fragen des Alltags.

Förderantrag 2026 bereits gestellt: Kommunales Integrationszentrum informiert Vereine und Träger

Für 2026 wurde erneut ein Förderantrag gestellt. „Wir hoffen auf einen baldigen Zuwendungsbescheid“, erklärt Susann Peters, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums. „Die Zwischenzeit nutzen wir, um Vereine und Träger auf die Bewerbung um die Fördermittel vorzubereiten.“

Bewerbung, Antrag, Umsetzung oder Verwendungsnachweis – für viele Vereine und ehrenamtliche Strukturen ist der bürokratische Aufwand oft eine Herausforderung. Das Kommunale Integrationszentrum unterstützt dabei mit Informationsveranstaltungen und individuellen Beratungsterminen.

Wer als Verein oder Träger Interesse hat, sich in diesem Jahr für Fördermittel zu bewerben, kann an folgender Informationsveranstaltung teilnehmen:

Am Mittwoch, 11. Februar 2026, um 16:30 Uhr 

Informationsveranstaltung „Fördermittel Prävention und Ehrenamt“

Anmeldung und Information unter:

Stadt Leverkusen

Kommunales Integrationszentrum

Tel: 0214 – 406 5246

kistadt.leverkusende 

Bei der Anmeldung wird auch der Veranstaltungsort bekanntgegeben. 

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