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Jugendliche präsentieren eigene KI-Projekte
Jugendliche der KI AG des <<lev-creation-lab>> tauchten ein halbes Schuljahr lang in die Welt der Künstlichen Intelligenz ein und gestalteten eigene KI-Projekte. Die Ergebnisse präsentierten sie nun bei einem eigenen Abschlussevent vor Publikum in der Covestro-Zentrale.
In der AG konnten die Schüler*innen erleben, welche Chancen und Risiken die Gestaltung mit KI mit sich bringt. Dabei erhielten sie auch einen Einblick in neu entstehende Berufsfelder rund um KI. „Doch dabei blieb die AG nicht stehen“, erläutert der Projektkoordinator des <<lev-creation-lab>>, Felix Schwanke: „Die Jugendlichen hatten viel Raum, sich selbst zu verwirklichen und Projekte zu gestalten, die hier auf der Bühne vor Publikum vorgestellt werden.“ In den vom Land NRW und der EU im Rahmen des Pakts für Informatik geförderten Bildungsangeboten des >>lev-creation-lab<< sollen neue Technologien wie Robotik und KI für Jugendliche greifbar und erlebbar werden.
„Diese Angebote wären jedoch nicht möglich ohne die Unterstützung von Referent*innen aus der Wirtschaft, die regelmäßig in die AG kommen und jeweils eine Stunde zu einem konkreten Thema mit den Jugendlichen durchführen“, so Schwanke. Projektpartner Covestro unterstützte die AG beispielsweise durch Referent*innen, die eine Einheit zum Einsatz von KI bei Covestro leiteten und mit den Jugendlichen einen eigenen KI‑Chatbot programmierten. „Künstliche Intelligenz prägt bereits heute unsere Arbeitswelt und viele weitere Lebensbereiche – und die Technologie ist gekommen, um zu bleiben.“ so Florian Frankenau von Covestro. „Deshalb ist es entscheidend, dass junge Menschen möglichst früh verstehen, wie KI funktioniert und wie sie diese bestmöglich für sich nutzen können. Als innovatives Unternehmen sehen wir es als unsere Verantwortung, Jugendliche dabei zu unterstützen, diese digitale Realität zu verstehen und zu gestalten“ – Wissen, das durch Covestro und weitere Referent*innen aus unterschiedlichsten Unternehmen in die AG eingebracht und in praktischen Übungen umgesetzt wurde – alles ehrenamtlich. Auch Leverkusens Oberbürgermeister zeigte sich begeistert über die von den Jugendlichen gestalteten KI-Projekte: „Das <<lev-creation-lab>> zeigt, welche Potentiale der Einsatz von KI nicht nur für junge Menschen in der Arbeits- und Lebenswelt hat und wie schnell sie damit eigene Projekte verwirklichen. Deshalb wollen wir die Chance nutzen, KI im Schulterschluss mit der Wirtschaft weiter zu etablieren und noch mehr Jugendliche verantwortungsvoll an das Thema heranzuführen.“
Mit den erworbenen Kenntnissen und den ersten praktischen Erfahrungen aus der AG entwickelten die Jugendlichen eigene Projekte. Zwar standen ihnen Mentor*innen aus der Praxis zur Seite, doch galt die Devise: Jetzt seid ihr dran. Und die Jugendlichen legten los. Bei der Projektvorstellung in der Covestro-Zentrale konnten die Gäste heute einen mit KI entwickelten Podcast aus dem Jahr 2055 über eine Weltwirtschaftskrise hören. Zwei Jugendliche entwickelten mithilfe von KI ein Brettspiel zum Thema „Gesundheit“. Zwei weitere Gruppen widmeten sich eigenen Game-Konzepten: eines über einen Wald, der gerettet werden muss, sowie eines über eine Zukunftswelt, in der die Menschheit den Kampf gegen die KI wagt.
Die freudige Aufregung war spürbar. Schließlich präsentierten die Jugendlichen ihre Projekte heute erstmals einer breiten Öffentlichkeit. Die Schüler*innen gestalteten den Abend bewusst mit: In einem Markt der Möglichkeiten konnten Besucher*innen die Projekte anschauen und teilweise selbst ausprobieren. Projektpartner*innen präsentierten ihre Beiträge zur KI‑AG und die Jugendhäuser zeigten Ergebnisse aus den dort durchgeführten Workshops. Die Podiumsdiskussion — moderiert von Jugendlichen der KI‑AG — brachte Oberbürgermeister Stefan Hebbel, Florian Frankenau (Covestro), Andrea Schmitz (St. Oberholz), Harry Voges (AGU) und Athisakthy Dederichs (Informatiklehrerin, Lise‑Meitner‑Gymnasium, erste Partnerschule der KI‑AG) zusammen; die Jugendlichen hatten zuvor spannende Fragen zu KI in Leverkusen erarbeitet. In der Podiumsdiskussion lobte Oberbürgermeister Stefan Hebbel die „schöpferische Kraft“ der Jugendlichen.
Vor der großen Preisverleihung stellten alle Projektgruppen ihre Arbeiten noch einmal persönlich auf der Bühne vor. „Alle Projekte verdienen Applaus, wenn man bedenkt, dass die Jugendlichen nur knapp 7 Stunden Zeit hatten“, sagte Projektkoordinator Felix Schwanke stolz kurz vor der Verleihung. Über die Platzierung entschied eine Jury von Projektpartner*innen. Nach intensiver Beratung wurde die Entscheidung feierlich auf der Bühne verkündet: Freuen konnte sich das Podcast-Projektteam, das den ersten Platz belegte. In der Präsentation vor den rund 80 Gästen und Projektbeteiligten stellten die Jugendlichen heraus, dass es Ihnen wichtig sei, neben den Chancen eben auch auf mögliche Gefahren von KI durch den Podcast hinzuweisen. Den Zweiten Platz belegte das Brettspiel-Team, welches ein Brettspiel mit Hilfe von KI gestaltete, um nach der Pandemie wieder mehr zusammenzukommen und gemeinsam Brettspiele zu spielen. „Es war eine sehr knappe Entscheidung: Alle Projekte waren beeindruckend, besonders, wie ganzheitlich junge Schüler KI gedacht und auch durchaus gesellschaftskritische Fragen aufgegriffen haben“, sagte Andrea Schmitz von St. Oberholz zur Begründung der Jury-Entscheidung.
Welche Idee beim nächsten Mal gewinnt, zeigt sich Mitte 2026. Denn im Februar startet die KI-AG erneut – diesmal am Landrat-Lucas-Gymnasium. Parallel dazu beginnt am Lise-Meitner-Gymnasium erstmals die Robotik-AG. Wer Lust hat, weiterzumachen, Ideen einzubringen oder einfach Neues auszuprobieren, findet dort erneut Raum, Praxis‑Mentor*innen und die Chance, eigene Projekte zu entwickeln.
Anmelden für die kommenden AGs und Workshops können sich alle Schüler*innen der Klassen 7 bis 9 in Leverkusen. Die Anmeldefrist für die AGs endet für die KI-AG am 17.02.2026 und für die Robotik-AG am 20.02.2026. Anmeldungen sind möglich über die Website des Projekts: clever-zdi.de/lev-creation-lab (Öffnet in einem neuen Tab)


