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Hohe Temperaturen für das Wochenende erwartet
Die Stadt Leverkusen hat die Lage für das kommende Wochenende, auch mit Blick auf die Großveranstaltung Opladener Bierbörse, bewertet und einige Vorkehrungen für die heißen Tage getroffen.
In den kommenden Tagen wird erneut mit einer extremen Belastung durch Temperaturen über 30 Grad Celsius gerechnet. Solch hohe Temperaturen können insbesondere bei älteren Menschen für gesundheitliche Belastungen sorgen.
Bei der zurückliegenden Hitzewelle Ende Juni sind die Einsatzzahlen der Rettungskräfte, Feuerwehr und Krankenhäuser massiv gestiegen. Sollten auch an diesem Wochenende die Einsatzzahlen steigen, hat die Feuerwehr Leverkusen bereits weitere Rettungsmittel als sogenannten Sonderbedarf eingeplant: Dabei werden Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr verstärkt im Rettungsdienst eingesetzt und die Löschfahrzeuge durch Besatzungen der Freiwilligen Feuerwehr ergänzt oder sogar eigenständig besetzt. Sollten darüber hinaus weitere Rettungsmittel benötigt werden, wird dies über den Spitzenbedarf abgebildet.
Der Fachbereich Soziales befindet sich weiterhin in einem engen Austausch mit den Trägern der stationären Pflegeeinrichtungen. Alle Einrichtungen wurden noch einmal sensibilisiert, an Hitzetagen kühle Orte innerhalb der Einrichtungen zu schaffen. Seitens der Träger wurde signalisiert, dass ein externer kühler Ort als Backup bzw. als Entlastung – wie am 28. Juni im Forum bereitgestellt – nicht benötigt wird.
Über die App „Gut versorgt in Leverkusen“ wird der Fachbereich Soziales vor dem Wochenende erneut darauf hinweisen, auf sich, aber auch auf Menschen, die Hilfe benötigen, zu achten.
„Zögern Sie nicht und klingeln Sie beim Nachbarn oder Nachbarin, und fragen nach, ob alles in Ordnung ist und bieten Sie konkrete Unterstützung an“, appelliert Alexander Lünenbach, Dezernent für Bürger, Umwelt und Soziales. Dazu gehört zum Beispiel, Getränke oder Lebensmittel zu besorgen, bei Arzt- oder Apothekenbesuchen zu helfen oder gemeinsam zu prüfen, ob genügend getrunken wird. Auch Hilfe beim Schließen von Rollläden oder beim Lüften der Wohnung in den kühleren Morgen- und Abendstunden kann bereits entlasten.
„Ein offenes Ohr, ein Anruf oder eine kleine Hilfestellung können viel bewirken“, betont Lünenbach. „Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass ältere Menschen sicher und gut versorgt durch die heißen Tage kommen.“
Zum Schutz vor Hitze helfen einfache Maßnahmen:
- regelmäßig trinken – Wasser oder andere, ungesüßte alkoholfreie Getränke – auch ohne Durstgefühl
- Lebensmittel mit hohem Flüssigkeitsgehalt zu sich nehmen, wie Gurken, Tomaten und Melonen
- Die Wohnung möglichst kühl halten. Unbedingt morgens und nachts lüften und tagsüber Fenster sowie Rollläden geschlossen halten.
- Körperliche Anstrengungen in den heißen Mittags- und Nachmittagsstunden vermeiden.
- Bei extremen Hitzetemperaturen – insbesondere mittags und nachmittags – nim Schatten aufhalten.
- Leichte, helle Kleidung tragen und eine Kopfbedeckung im Freien.
- Regelmäßige kühlende Umschläge an Handgelenken, Unterschenkeln oder im Nacken sowie Fußbäder mit kühlem Wasser tragen zur Abkühlung des Körpers bei. Regelmäßig lauwarm bis kühl duschen, nicht eiskalt.
- Wenn die Wohnung trotz aller Maßnahmen sehr warm wird, kann es hilfreich sein, für einige Zeit einen kühlen Ort aufzusuchen – zum Beispiel ein Einkaufszentrum, einen Drogeriemarkt oder andere angenehm temperierte öffentlich zugängliche Gebäude. Bieten Sie alleinstehenden oder gesundheitlich beeinträchtigten Angehörigen und/oder Nachbarn an, sie an einen solchen kühlen Ort zu bringen und zu begleiten. Schon wenige Stunden in einer kühleren Umgebung können den Körper entlasten.
Mögliche Anzeichen einer Hitzebelastung können Schwindel, starke Müdigkeit, Verwirrtheit, Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme sein. Wer erste Anzeichen bei sich oder nahestehenden Personen bemerkt, sollte sich oder die sofort mit kühlen feuchten Tüchern kühlen. Wenn möglich, für zusätzliche Kühlung im Raum (z.B. mit Eiswürfeln/ Icepacks vor oder am Ventilator) sorgen oder sich an einen kühlen Ort bringen. Bei ernsten Beschwerden die Notfallnummer 112 anrufen.
Bei pflegebedürftigen, bettlägerigen Personen kann es hilfreich sein, regelmäßig die Körpertemperatur zu messen, um rechtzeitig eine Überhitzung zu erkennen.
