Stadt Leverkusen

Jugendliche der KI-AG stellen Ihre Projekte vor

Künstliche Intelligenz ist das Thema der Stunde: Schnell ist eine Frage an die KI gestellt und schon erhält man eine Antwort. Dass KI jedoch mehr ist als ein einfacher Chat am PC-Bildschirm, das konnten 15 Jugendliche ein halbes Jahr lang in der KI-AG des <<lev_creation_lab>> erleben. Dabei ging es nicht nur um das Verstehen sondern auch selber umsetzen: In Teams wurden mit Hilfe von KI eigene Ideen umgesetzt und Lösungen gebaut, die reale Probleme lösen. 

Diese Projekte stellten die Jugendlichen vergangenen Dienstag vor großem Publikum im Probierwerk Leverkusen vor. In der AG konnten die Schüler*innen erleben, welche Chancen und Risiken die Gestaltung mit KI mit sich bringt. Dabei erhielten sie auch einen Einblick in neu entstehende Berufsfelder rund um KI. 

Denn auch in dem zweiten Durchlauf der KI-AG waren wieder viele Referent*innen aus der Wirtschaft und der Stadt dabei und zeigten wie KI in der Berufspraxis eingesetzt wird. „Künstliche Intelligenz soll in der KI-AG greifbar und erlebbar werden. Neben Kompetenzaufbau geht es vor allem auch darum zu zeigen: Wie setzen Menschen KI in Berufen tatsächlich ein?“ erläutert Projektkoordinator Felix Schwanke. „Es soll klar werden: KI ist ein Werkzeug, das uns hilft unsere Ideen umzusetzen und Probleme zu lösen. Heute stellen die Jugendlichen genau das vor: Ihre eigenen Projekte, die sie mit dem Werkzeug ‚KI‘ umgesetzt haben“. 

In der KI-AG erhielten die Jugendlichen auch Unterstützung von Expert*innen des Leverkusener KI-Unternehmen „SODEFA“, welches als Partner die AG über das halbe Jahr hinweg mit betreute. „Für uns bei SODEFA ist KI dann erfolgreich, wenn sie Menschen befähigt, ihre Ideen einfacher und besser umzusetzen. Genau das haben die Jugendlichen in der KI-AG eindrucksvoll gezeigt. Mit unserer Lösung ‚TeamPilot‘ wollten wir ihnen nicht nur ein KI-Werkzeug an die Hand geben, sondern zeigen, wie moderne KI verantwortungsvoll für Zusammenarbeit, Projektplanung und Problemlösung eingesetzt werden kann. Besonders beeindruckt hat uns, mit welcher Kreativität und welchem Praxisbezug die Teams ihre eigenen Lösungen entwickelt haben“ erläutert Mareike Adamy von Sodefa. Neben einer Cyber-Security Expertin eines internationalen Software-Unternehmens, einem KI-Kreativitäts-Experten, einer Projektmanagerin von „St.Oberholz Consulting“ und einem KI-Experten der EVL war erstmalig auch der Fachbereich Digitalisierung der Stadt dabei. Thomas Fischer und Ronja Utescher gaben den Jugendlichen einen Einblick darin, wie die Stadt zukünftig Sensordaten erhebt und diese letztendlich mithilfe von Automatisierung und KI die Stadt smarter machen und Probleme lösen können. „Es war uns wichtig zu zeigen, dass KI nicht nur eine technische Spielerei und ein Hausaufgabenassistent ist, sondern uns als Gesellschaft auch tatsächlich bei kommunalen Herausforderungen helfen kann“ erläuterte Thomas Fischer. „Da wächst eine ganze Generation heran, die mit Unterstützung von KI demnächst die Umweltdaten noch effizienter auswerten und unsere Städte resilienter und lebenswerter machen können“ ergänzte Ronja Utescher. Auch blickten die beiden Expert*innen in Ihrer Einheit als Mentor*innen über die Schulter der Teams und gaben Feedback zu den Projekten. 

Die KI-AG öffnete dann am Dienstag ihre Türen im Probierwerk und die 6 Teams stellten ihre Projektideen und -Lösungen der Öffentlichkeit vor. In einem Markt der Möglichkeiten konnten Besucher*innen die Projekte anschauen und teilweise selbst ausprobieren. Die Vielfalt war groß: Von einer App, die beim Organisieren des Schul- und Lernalltags hilft, einem Spiel in welchem KI auf Basis der eigenen Entscheidungen das Spiel jedes Mal neu gestaltet, über einen Online-Escape Room, in welchem man Fakten über KI lernt, bis hin zu einer intelligenten Sensorlösung mit KI, die beim Lüften für den Schulraum hilft. Alles mit Hilfe von KI und tatkräftiger Unterstützung von Expert*innen entwickelt. 

Doch die große Hürde stand für die Jugendlichen noch bevor: Auf der Bühne stellten die Teams ihre Projekte in einer Präsentation den anwesenden Gästen vor. Dieser Pitch und die Leistung der Jugendlichen wurde durch eine Jury von Referent*innen der AG bewertet.  Die harte Aufgabe der Jury: Einen Sieger festlegen. „Die vorgestellten Projekte waren beeindruckend vielfältig und haben gezeigt, wie kreativ die Teams KI eingesetzt haben. Jedes Projekt hatte seine eigenen Stärken und überzeugte auf unterschiedliche Weise. Deshalb war es für uns als Jury alles andere als einfach, gemeinsam einen Sieger zu bestimmen. Die Entscheidung ist uns wirklich nicht leichtgefallen, denn das hohe Niveau und die unterschiedlichen Ansätze haben den Vergleich zu einer echten Herausforderung gemacht“, erläuterte Kai Wenk von der EVL, welcher die Jury als Referent der KI-AG verstärkte. 

Während der Jury-Beratung war die freudige Anspannung im Raum spürbar: „Wenn ich mir die Projekte anschaue muss ich sagen: Es haben bereits alle gewonnen! Jedes Team hat eine spannende und zukunftsweisende Idee mit Hilfe von KI umgesetzt. Das zeigt: In Leverkusen ist viel Potential und Ideenreichtum für die Gestaltung der Zukunft der Stadt vorhanden“ resümiert Bezirksbürgermeister Krampf vor der großen Preisverleihung. Nach intensiver Beratung wurde die Entscheidung für den Gesamtsieger des Wettbewerbs dann feierlich auf der Bühne verkündet: Freuen konnte sich das Team von Abhiram und Leonidas mit der App „Athletic IQ“. Mit dem Slogan „Mehr als nur Fitness – das ist Athletic IQ“ möchten die beiden Jugendlichen mit der App helfen, Talente in der Sportstadt Leverkusen zu fördern und bei dem individuellen Sport-Training zu unterstützen auf die notwendige Regeneration zu achten. Doch auch die anderen Projektteams gingen nicht leer aus. So hat zum Beispiel  das Team um Ananya und Rutvika den Award für die beste Präsentation gewonnen: Mit Ihrem Online-Escape Game „Aurora 7“ wollen Sie über Risiken zu KI aufklären. 

Auch Projektkoordinator Felix Schwanke, welcher die KI-AG konzipiert und koordiniert, zeigte sich glücklich: „Alle Teams haben gezeigt, wie viele Ideen noch warten geweckt und umgesetzt zu werden. Besonders hat sich kein Team von den vielen Feiertagen im Mai und der Hitze abbringen lassen. Für dieses Engagement alleine haben alle Applaus verdient“. 

Die AG und der Wettbewerb sowie die Angebote des <<lev_creation_lab>> werden durch die Förderung des Landes NRW und der EU ermöglicht. Welche Idee beim nächsten Mal gewinnt, zeigt sich ab September 2026. Denn dann startet die KI-AG erneut. Diesmal an der Sekundarschule Leverkusen.

Anmelden für die kommenden AGs und Workshops können sich alle Schüler*innen der Klassen 7 bis 9 in Leverkusen: Eine Anmeldung kann auf der Seite des lev_creation_labs erfolgen auf welcher in den nächsten Tagen neue Kurse freigeschaltet werden: lev_creation_lab – zdi Netzwerk cLEVer Leverkusen (Öffnet in einem neuen Tab)

Jugendliche der KI AG, hintere Reihe v.l.n.r.: Eine Mitarbeiterin des KI-Unternehmens „SODEFA“, Bezirksbürgermeister Krampf und Projektleiter Felix Schwanke
Jugendliche der KI AG, hintere Reihe v.l.n.r.: Eine Mitarbeiterin des KI-Unternehmens „SODEFA“, Bezirksbürgermeister Krampf und Projektleiter Felix Schwanke
Das Projektteam bei der Vorstellung der Fitness App „Athletic IQ“ die als Gesamtsieger den Hauptpreis erhielt
Das Projektteam bei der Vorstellung der Fitness App „Athletic IQ“ die als Gesamtsieger den Hauptpreis erhielt.
Leon, Simon und Anjolie stellen ihre App „HomePilot“ vor, die bei dem ersten Auszug in eine eigene Wohnung helfen soll.
Leon, Simon und Anjolie stellen ihre App „HomePilot“ vor, die bei dem ersten Auszug in eine eigene Wohnung helfen soll.

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