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Jugendliche entwickeln autonome KI-Roboter für Wettbewerb
Spannung im Probierwerk Leverkusen: Drei selbst gebaute Roboter navigierten am Dienstag beim „KI-Robotik Wettbewerb“ völlig eigenständig durch unterschiedliche Welten: einen neu bewohnten Planeten, eine Büromaterialfabrik und einen Bahnhof mit einem Roboter als Blindenhund.
Die Parcours sind das Ergebnis wochenlanger Arbeit von Jugendlichen der autonomen Robotik-AG des "lev_creation_labs".
Anders als bei klassischen Robotik-Wettbewerben mussten die Teilnehmenden beim Event am Dienstag nicht nur den Roboter programmieren, sondern hatten auch die Aufgabe den Parcours selbst zu gestalten. „Die Jugendlichen haben in der AG von Grund auf die Reise mitgemacht, wie ein Roboter mit Hilfe von KI programmiert werden kann: Vom Zusammenbau über die Programmierung bis hin zum Training für das Lösen der Aufgaben in einer eigens ausgedachten Parcours-Welt", erklärt Projektkoordinator Felix Schwanke. Das Ziel dahinter: eine direkte Verbindung zu realen Herausforderungen in der Alltags- und Berufswelt herstellen.
Die Veranstaltung wurde von Marc Adomat, Dezernent für Bildung, Jugend und Sport eröffnet: „Die Relevanz solcher Angebote besteht darin, eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis, Schule und Wirtschaft herzustellen“ betont Marc Adomat die Bedeutung des Angebots.
Die Grundlagen erarbeiteten sich die Jugendlichen Schritt für Schritt: Was steckt hinter maschinellem Lernen? Wie trifft ein autonomer Roboter selbstständig Entscheidungen? Was gilt es beim Programmieren zu beachten? Theorie und Praxis verzahnten sich dabei eng, unter anderem bei einem Ausflug ins Deutsches Museum Bonn mit einer Robotik- und KI-Ausstellung in Bonn.
Begleitet wurden die Jugendlichen von Experten des Leverkusener Unternehmens AGU, die ihnen bei der Programmierung der KI-Roboter halfen, beratend zur Seite standen und mit in der Jury saßen. AGU entwickelt IT-Softwarelösungen zur Digitalisierung von Laboren - unter anderem für 25 der weltweit größten Pharma-unternehmen - sowie Automatisierungslösungen für regionale Industrieunternehmen und wurde dafür bereits mehrfach ausgezeichnet, etwa 2021 mit dem „Großen Preis des Mittelstandes". Geschäftsführer Harry Voges sieht in der Förderung junger Menschen eine wichtige Chance, Begeisterung für zukunftsweisende Technologien zu wecken: „Nur wenn Kreativität und Innovation im Fokus stehen, können wir die Fachkräfte von Morgen erfolgreich ausbilden“ so Voges.
Das Ergebnis der Arbeit war am Dienstag für alle sichtbar: Drei Gruppen präsentierten ihre Roboter und Szenarien der Öffentlichkeit: Ein Roboter transportierte Materialien autonom zum richtigen Ziel auf einem fremden Planeten, der nächste navigierte durch eine vollständige autonome Büromaterialfabrik und ein anderes Team lies den Roboter als Blindenhund selbstständig Hindernisse erkennen und entsprechende Signale senden.
Nach dem Wettbewerb war die Anspannung im Raum zu spüren. Die Überleitung zur Preisverleihung kam von Stefan Thielen, Schulleiter des Lise Meitner Gymnasiums, der ersten Schule in Leverkusen, die sowohl die KI-AG als auch die Robotik-AG des "lev_creation_labs" ausgerichtet hat.
Den Hauptpreis sicherte sich das Team von Archis, Leo und Lasse mit ihrem Roboter „Eelow", der in einem nachgebauten Lager für Büroartikel das richtige Produkt finden musste. „Das Besondere an Eelow ist, dass er den Weg zum Produkt selbstständig durch Linienerkennung und das Scannen von Barcodes findet", erläuterte Archis den rund 50 Gästen bei der Vorführung. Die Jury würdigte diese besondere Leistung mit dem Hauptpreis. Denn dies alles schaffte der Roboter nur durch viel Programmierung und Arbeit im Vorhinein.
Doch auch die anderen Teams gingen nicht leer aus: Den Award für das beste Teamwork und den kreativsten Parcours erhielt das Team von Isa Marie, Eymen und Vladislav mit ihrem „Roboter-Blindenhund", der Reisende in einem Bahnhof sicher zum richtigen Gleis führen musste. Den Award für die intelligenteste Programmierung vergab die Jury an das Team um Noah, Anton und Mikail, die ihren Roboter so programmierten, dass er möglichst effizient, ohne Umwege, „Müll-Legosteine" auf dem fremden Planeten einsammelt.
Die AG und der Wettbewerb sowie die Angebote des "lev_creation_lab" werden durch die Förderung des Landes NRW und der EU ermöglicht.
Die nächste AG steht schon in den Startlöchern und wird an der Montanus Realschule Leverkusen durchgeführt. Eine Anmeldung kann auf der Seite des lev_creation_labs (Öffnet in einem neuen Tab) in den nächsten Wochen erfolgen.


