Stadt Leverkusen

4. Gesundheitstag und 3. Tag der Inklusion

Informieren, mitmachen, ausprobieren - unter diesem Motto finden am 27. Juni zum vierten Mail der Gesundheitstag und zum dritten Mal der Tag der Inklusion in der Wiesdorfer City statt.

Gemeinsam stellten Kristin Menzel (wupsi), Bernd Schuster, Kerstin Schallehn (beide Behindertenbeirat), Tim Feister (Malteser Hilfsdienst), Alexander Lünenbach, Beigeordneter für Bürger, Umwelt und Soziales, Franziska Loef (Malteser), Professor Dr. Nico Schäfer (Klinikum Leverkusen), Jasmina Hahn (Klinikum), Mirja Stevens (Leiterin Gesundheitsamt) und Susanne Petry (DRK) das Programm des Leverkusener Gesundheitstages und des Tags der Inklusion vor.
Gemeinsam stellten Kristin Menzel (wupsi), Bernd Schuster, Kerstin Schallehn (beide Behindertenbeirat), Tim Feister (Malteser Hilfsdienst), Alexander Lünenbach, Beigeordneter für Bürger, Umwelt und Soziales, Franziska Loef (Malteser), Professor Dr. Nico Schäfer (Klinikum Leverkusen), Jasmina Hahn (Klinikum), Mirja Stevens (Leiterin Gesundheitsamt) und Susanne Petry (DRK) das Programm des Leverkusener Gesundheitstages und des Tags der Inklusion vor.

Wie fühlt es sich an, mit einer Sehbehinderung auf ein Hindernis zu stoßen? Wie steigt man sicher mit dem Rollstuhl oder einem Rollator in einen Linienbus ein? Was sollte man bei einer Reanimation alles beachten und wie sieht eigentlich unser Darm von innen aus? Um all diese und viele weitere Themen geht es am Samstag, 27. Juni, von 11:00 bis 14:00 Uhr in der Wiesdorfer City: Zum 4. Mal finden dort der Leverkusener Gesundheitstag und zum 3. Mal der Tag der Inklusion statt, der Eintritt ist frei. 

„Wichtige Themen wie Einsamkeit, Sucht oder Inklusion werden bei diesen beiden Veranstaltungen sehr niedrigschwellig einer größeren Öffentlichkeit präsentiert“, erläutert Alexander Lünenbach, Dezernent für Bürger, Umwelt und Soziales. „Jedes Jahr versuchen wir andere Akzente zu setzen, mit neuen Aktionen und Themen. Es freut uns sehr, wie gut der Mix aus Informationen und Mitmachaktionen angenommen wird.“
Organisiert wird der Leverkusener Gesundheitstag vom Leverkusener Gesundheitsamt, der Tag der Inklusion gemeinsam vom Dezernat für Bürger, Umwelt und Soziales und dem Beirat für Menschen mit Behinderung. Die Info- und Mitmachmeile erstreckt sich in der Wiesdorfer Fußgängerzone vom Rathaus-Vorplatz bis hin zum Funkenplatz. Das Klinikum Leverkusen ist wieder in der Rathaus-Galerie Leverkusen mit dabei. 

Ein Stand auf dem Tag der Inklusion in der Wiesdorfer Innenstadt

Tag der Inklusion findet zum 3. Mal statt

Für den Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Leverkusen bietet der Tag der Inklusion die Möglichkeit zur Vernetzung und zur Sensibilisierung – und er wächst kontinuierlich. „Die Zahl der Ausstellenden hat sich dieses Jahr fast verdoppelt“, freut sich Bernd Schuster, Vorsitzender des Behindertenbeirats über die positive Resonanz. „In diesem Jahr ist die Zahl der Ausstellenden auf 18 angewachsen, im Vorjahr waren es noch 10 Teilnehmende.“ 
„Mit dem Tag möchten wir zum einen zeigen, wie viele Unterstützungsmöglichkeiten es für Menschen mit Behinderung in unserer Stadt gibt“, ergänzt Kerstin Schallehn, stellvertretende Vorsitzende des Behindertenbeirats, „diese reichen von ehrenamtlichen Vereinen bis hin zu technischen Hilfsmitteln.“ In Leverkusen haben 10,7 Prozent der Bürgerinnen und Bürger (Stand: 31.12.2023) eine Schwerbehinderung. „Gleichzeitig möchten wir auch dafür sensibilisieren, was es bedeutet, im Alltag mit einem Handicap zu leben“, betont Schallehn. 


Leitlinien-Parcours und technische Hilfsmittel

Dies wird beim Leitlinien-Parcours des Blinden- und Sehbehindertenvereins Rhein-Wupper deutlich: Zusammen mit einer Mobilitätstrainerin erfahren die Teilnehmenden, wie sich Seheingeschränkte im Alltag anhand dieser Leitlinien orientieren können. Außerdem werden von der Firma Curatec Hilfsmittel zur Verbesserung der Mobilität, beispielsweise nach Schlaganfall, Multipler Sklerose oder anderen neurologischen Erkrankungen vorgestellt. Kommunikations- und Alltagsmittel können vor Ort am Stand der Ev. Stiftung Hephata-Hephata Leben getestet werden. Der Sozialverband VdK NRW Ortsverband Hitdorf-Rheindorf bietet Kurzberatungen rund um das Schwerbehindertenrecht und die Inklusionshilfe Leverkusen Alltagshilfe im „Papier-Dschungel“.  

Sicheres Ein- und Aussteigen am und im Bus üben

Die wupsi ist mit einem Linienbus in der Fußgängerzone vor Ort. Fahrgäste werden über den sicheren Umgang mit Rollatoren, Rollstühlen und anderen Hilfsmitteln im Bus informiert. „Mit Unterstützung der Mitarbeitenden der wupsi können sie auch das richtige Ein- und Aussteigen direkt am und im Bus üben“, erklärt Kristin Menzel, Leiterin Unternehmenssteuerung und -kommunikation der wupsi.
Darüber hinaus beantworten die Mitarbeitenden vor Ort alle Fragen rund um den ÖPNV im Stadtgebiet und die weiteren Angebote. 

Der Gesundheitstag in der Wiesdorfer Innenstadt

Gesund im Quartier

Der 4. Leverkusener Gesundheitstag steht in diesem Jahr unter dem Thema „Gesund im Quartier“ und zeigt eine große Bandbreite an Gesundheitsangeboten in der Stadt. Wer mag, kann sich an den Ständen informieren oder auch selbst aktiv werden, etwa beim Rauschbrillen-Parcours der Suchthilfe Leverkusen, an den Reanimationspuppen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) oder beim Reanimationsparcours des Malteser Hilfsdienstes. Pro familia ist mit dem Verhütungskoffer vor Ort und bietet ein Quiz rund um Sexualität an, das Sozialpsychiatrische Zentrum informiert zum Thema „Wie bleibe ich psychisch gesund?“. Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Leverkusen stellt seine vielfältigen Angebote im Bereich Gesundheit vor, hierzu gehören Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien, psychosoziale Beratungs-/ Betreuungsangebote, Schwangerschaftsberatung, Vormundschaften, rechtliche Betreuungen sowie offene Treffpunkte für Begegnung und Austausch. 

Das Themenspektrum reicht beim Leverkusener Gesundheitstag von der Blutspende über Dialyse bis zum Schlafapnoe-Syndrom. Mehrere Selbsthilfegruppen sind mit dabei und informieren über ihre Angebote. Auch kleinere Gesundheitstests können durchgeführt werden – auf dem Weg zum Shoppingbummel kann man noch schnell den Blutdruck oder andere Vitalzeichen messen lassen.
Das Leverkusener Gesundheitsamt stellt am 27. Juni die Kinder in den Vordergrund – sie können spielerisch ihre grobmotorischen und feinmotorischen Fähigkeiten ausprobieren und an einer Hitzerallye teilnehmen. „Auch die Kleinsten reisen mittlerweile schon sehr früh in die weite Welt. Damit sie dabei genauso gut geschützt sind wie die Erwachsenen, bieten wir ab diesem Sommer auch eine reisemedizinische Sprechstunde für die ganze Familie an“, kündigt Dr. Mirja Stevens, Leiterin des Leverkusener Gesundheitsamtes, an. 

Begehbares Darmmodell in der Rathaus-Galerie

Begehbares Darmmodell in der Rathaus-Galerie

Wo das Klinikum Leverkusen in den vergangenen beiden Jahren zeigte, wie innovativ und schonend in seinem Endoprothetikzentrum Knie- und Hüftprothesen eingesetzt werden, widmet sich das Großkrankenhaus diesmal der Darmmedizin. Auf der Eventfläche im Untergeschoss der Rathaus-Galerie werden Fachleute eindrucksvoll präsentieren, wie Darmkrebs entsteht und aussieht – und mit welchen modernen Methoden das Team um Professor Dr. Nico Schäfer seine Patientinnen und Patienten behandelt.

„Viele Menschen unterschätzen noch immer das Darmkrebsrisiko“, sagt der Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, der zudem das zertifizierte Viszeralonkologische Zentrum sowie das daran angegliederte zertifizierte Darmkrebszentrum leitet. „Dabei sollte ein geschärftes Bewusstsein dazu beitragen, gesünder zu leben und die bestehenden Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.“

Für eine wirksame Aufklärungsarbeit kommt das Klinikum-Team mit einem überdimensionalen Darmmodell zum Gesundheitstag. In dem mehr als fünf Meter langen begehbaren Modell können Besucherinnen und Besucher sowohl den anatomischen Aufbau des Organs als auch krankhafte Veränderungen wie Polypen und Tumore kennenlernen – und das nicht nur visuell, sondern auch haptisch.

„Anhand des Modells wollen wir deutlich machen, warum man sich bewusst um seinen Darm kümmern sollte“, sagt Professor Dr. Nico Schäfer, „sei es durch regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung oder nicht zuletzt durch die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen.“ Gleichzeitig informieren Schäfer und sein Fachteam über medikamentöse und operative Methoden, die am Klinikum Leverkusen zur Behandlung von Darmkrebsbetroffenen zum Einsatz kommen. Hierzu gehören neben Chemo- und Strahlentherapien insbesondere minimalinvasive chirurgische Eingriffe. Dabei nutzt das erfahrene Operationsteam bereits seit vielen Jahren erfolgreich das roboterassistierte Verfahren mit dem Da-Vinci-System – auch bei Metastasen, etwa in Leber oder Lunge, wie sie bei fortgeschrittenem Darmkrebs auftreten können.

Silent Reading-Abend gegen Einsamkeit

Vom 16. bis 27. Juni 2026 präsentiert die Stadtbibliothek in der Hauptstelle (Eingang im Erdgeschoss der Rathaus-Galerie) eine Ausstellung mit verschiedensten Medien rund um das Thema Ernährung. Die Medien können während der Öffnungszeiten (Dienstag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr, Samstag von 11:00 bis 14:00 Uhr) sowohl vor Ort angesehen als auch ausgeliehen werden.

Außerdem findet am Donnerstag, 25. Juni 2026, von 18:00 bis 21:00 Uhr, passend zum Gesundheitstag und der Aktionswoche gegen Einsamkeit die Veranstaltung „Time-out – Silent Reading und mehr“ in der Hauptstelle statt. Die Besuchenden können dabei in ihrem eigenen Tempo zur Ruhe kommen und entspannen, umgeben von anderen, die dasselbe tun. Ob in einem Buch schmökern, die Stricknadeln klappern lassen, häkeln, zeichnen oder einfach nur in Ruhe einen Tee genießen – alles ist willkommen. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Alle Infos auf einem Blick

  • 4. Leverkusener Gesundheitstag und 3. Tag der Inklusion
  • Samstag, 27. Juni 2025, 11:00 bis 14:00 Uhr,
  • Fläche: Vor dem Rathaus, in der Wiesdorfer Fußgängerzone bis Funkenplatz, sowie im Untergeschoss der Rathaus-Galerie
  • Der Eintritt ist frei

Teilnehmende Tag der Inklusion

  • Arbeiter-Samariter-Bund Leverkusen
  • Beirat für Menschen mit Behinderung
  • Blinden- und Sehbehindertenverein Rhein-Wupper
  • Curatec Services GmbH
  • Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) OV Leverkusen
  • Diakonisches Werk Leverkusen
  • Die Sehwelt
  • Ev. Stiftung Hephata-Hephata Leben gGmbH
  • Hygge Betreuung
  • Inklusionsgruppe Leverkusen
  • JOVITA Rheinland
  • Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) Leverkusen
  • LVR-Verbund für WohnenPlusLeben
  • Lebenshilfe Leverkusen e.V.
  • MeTraServ Krankenbeförderung GmbH
  • SOLEMIO e.V.
  • Sozialverband VdK NRW e.V. Ortsverband Hitdorf-Rheindorf
  • wupsi

Teilnehmende Leverkusener Gesundheitstag

  • AOK Rheinland/Hamburg
  • Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverband Leverkusen
  • Der Paritätische Leverkusen/EUTB Leverkusen
  • DRK Kreisverband Leverkusen e.V.
  • Dialyseverein Köln/Leverkusen e.V.
  • Fachbereich Medizinischer Dienst der Stadt Leverkusen
  • Fachbereich Kinder und Jugend der Stadt Leverkusen
  • help – Beratungsstelle für Krebsbetroffene Leverkusen e.V.
  • Klettergarten Birkenberg
  • Klinikum Leverkusen
  • Malteser Hilfsdienst Leverkusen e.V.
  • pro familia Beratungsstelle Leverkusen
  • Schlafapnoe-Syndrom Leverkusen
  • Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) e.V. Leverkusen
  • Sozialpsychiatrisches Zentrum (SPZ) gGmbH Leverkusen
  • Stadtbibliothek Leverkusen
  • Suchthilfe gGmbH Leverkusen 

Teilnehmende:

  • Alexander Lünenbach, Beigeordneter für Bürger, Umwelt und Soziales 
  • Bernd Schuster, Vorsitzender des Beirats für Menschen mit Behinderungen
  • Kerstin Schallehn, stellvertretende Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderungen
  • Kristin Menzel, Leiterin Unternehmenssteuerung und -kommunikation wupsi
  • Dr. Mirja Stevens, Fachbereichsleiterin Medizinischer Dienst/
    Leverkusener Gesundheitsamt
  • Prof. Dr. Nico Schäfer, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie sowie Leiter des zertifizierten Darmkrebszentrums, Klinikum Leverkusen
  • Susanne Petry, Bereichsleitung Rettungsdienst (DRK)
  • Bettina Willumat, Projektkoordinatorin und Geschäftsführerin Beirat für Menschen mit Behinderungen

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