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Update: Krisenstab der Stadt Leverkusen
Die Einsatzzahlen der Rettungskräfte, Feuerwehr und Krankenhäuser sind am Wochenende massiv gestiegen. Aus diesem Grund ist der Krisenstab der Stadt Leverkusen unter der Leitung des Gesundheitsdezernenten Alexander Lünenbach alarmiert worden, um die Lage rund um das Thema im Blick zu behalten.
PRESSEMITTEILUNG - Stand: Sonntag, 28.06.2026; 18 Uhr
Lage am Sonntagabend: Krisenstab der Stadt Leverkusen berichtet
Die Einsatzzahlen der Rettungskräfte der Feuerwehr Leverkusen sind auch am Sonntag anhaltend hoch. Von Sonntagmorgen bis Sonntagnachmittag wurden bereits rund 70 Einsätze verzeichnet – ein ähnliches Einsatzaufkommen wie am Samstag. Zum Vergleich: An einem durchschnittlichen Einsatztag liegt das Einsatzaufkommen bei etwa der Hälfte der derzeit verzeichneten Einsätze. Die Feuerwehr Leverkusen ist nach wie vor personell verstärkt im Einsatz und auch für die Nacht auf Montag (28.06.2026) gut vorbereitet.
Im Laufe des Abends werden die im Rahmen der Hitzeschutzmaßnahmen vorbereiteten Angebote schrittweise zurückgefahren. Das betrifft sowohl den „Kühlen Ort“ in der AVEA-Zentrale als auch die Erreichbarkeit des Hitzetelefons. Der im Gebäude der AVEA eingerichtete „Kühle Ort“ wurde nur vereinzelt in Anspruch genommen. Die Nachfrage blieb insgesamt gering, sodass am Sonntagabend die bereitgestellten Betten wieder abgebaut werden, und der „Kühle Ort“ zu 19 Uhr am Sonntagabend geschlossen wird. Das Hitzetelefon ist noch bis 19 Uhr erreichbar. Im Tagesverlauf haben weniger als zehn Bürgerinnen und Bürger das Angebot genutzt.
Der im Forum Leverkusen eingerichtete kühle Aufenthaltsort bleibt vorsorglich über Nacht als Notfalloption bestehen.
Im Rahmen der Hitzeschutzmaßnahmen wurden am Samstag rund 40 Ventilatoren aus verschiedenen städtischen Einrichtungen eingesammelt. Im Laufe des Sonntags wurden rund 25 Stück durch Mitarbeitende der JOB Service Beschäftigungsförderung Leverkusen an bedürftige Einrichtungen verteilt.
„Ziel des Krisenstabs war es, frühzeitig auf die Wetterlage zu reagieren und jederzeit handlungsfähig zu bleiben“, betont der Leiter des Krisenstabs und Gesundheitsdezernent Alexander Lünenbach. „Dafür wurden verschiedene mögliche Szenarien bewertet und entsprechende Maßnahmen vorsorglich geplant und eingeleitet. Auf diese Weise konnte die Stadt auf eine mögliche Verschärfung der Lage vorbereitet sein und hätte bei Bedarf schnell reagieren können.“
PRESSEMITTEILUNG - Stand: Sonntag, 28.06.2026; 17 Uhr
Anhaltende Hitze: Mehrere Todesfälle werden geprüft
Die anhaltend hohen Temperaturen haben in Leverkusen zu einer erheblichen gesundheitlichen Belastung der Bevölkerung geführt. Nach bisherigen Erkenntnissen könnten möglicherweise von Samstagmorgen bis Sonntagnachmittag mehrere Todesfälle im Stadtgebiet im Zusammenhang mit der aktuellen Hitzewelle stehen. Der Stadt Leverkusen sind derzeit 19 Todesfälle bekannt, bei denen ein möglicher Zusammenhang mit der aktuellen Hitze bestehen könnte. Ob und in welchem Umfang die Hitze im Einzelfall ursächlich war, wird geprüft. Zudem ermittelt in einigen Fällen die Kriminalpolizei.
Der Medizinische Dienst der Stadt Leverkusen erhält grundsätzlich nach der Meldung beim Standesamt Kenntnis über Todesfälle.
Besonders gefährdet sind bei den langanhaltenden extremen Hitzebedingungen ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen sowie weitere vulnerable Bevölkerungsgruppen. Sie sollten auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, körperliche Anstrengungen in den heißen Tagesstunden vermeiden und möglichst kühle Aufenthaltsorte aufsuchen.
PRESSEMITTEILUNG - Stand: Sonntag, 28.06.2026; 12 Uhr
Stadt Leverkusen hat Krisenstab wegen anhaltender Hitze einberufen.
Die Stadt Leverkusen ruft aktuell aufgrund der schon langanhaltenden Hitze und der tropischen Nächte zu gegenseitiger Unterstützung und generell zu Vorsicht auf. Der menschliche Körper ist durch die langanhaltende Hitze sehr belastet und kann auch nachts durch die sehr heißen Nächte nicht gut abkühlen. Diese Belastung zeigt sich ebenfalls in den gestiegenen Einsatzzahlen.
Hitzetelefons der Stadt Leverkusen
Die Besetzung des Hitzetelefons der Stadt Leverkusen ist nach der geplanten Erreichbarkeit am Samstag (27.06.) bis 17.00 Uhr durchgängig über die Nacht bis Sonntagabend (28.06.) 19.00 Uhr verlängert worden. Unter der Rufnummer 0214 – 7505 512 erreichen Leverkusenerinnen und Leverkusener geschultes Personal, die entsprechend informieren können.
Zudem richtet die Stadt Leverkusen einen Appell an alle Bürgerinnen und Bürger, vor allem ältere und kranke Menschen – die sogenannte vulnerable Gruppe – im Blick zu behalten. Der persönliche Kontakt – auch aus der Nachbarschaft heraus – steht dabei im Vordergrund. Außerdem bittet die Stadt bei kleineren medizinischen Fällen den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter er Rufnummer 116117 anzurufen. Die Telefonnummer funktioniert ohne Vorwahl. Bei dieser Telefonnummer können ggfs. längere Wartezeiten am Telefon entstehen. Dennoch entlastet dies die Notfallnummern des Rettungsdienstes sowie die Krankenhäuser in der Stadt. Selbstverständlich sind die Notrufnummer 112 für Notfälle sowie die Notfallambulanzen der Krankenhäuser zuständig und erreichbar.
Die Stadt dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Unterstützung und ihr verantwortungsbewusstes Handeln.
Krisenstab der Stadt Leverkusen
Der Krisenstab der Stadt Leverkusen ist am Samstag um 16.30 Uhr alarmiert worden und ist derzeit noch aktiv. (Stand: Sonntag, 28.06.2026, 12 Uhr)
Der Krisenstab der Stadt Leverkusen kommt immer dann zusammen, wenn ein außergewöhnliches Ereignis eintritt, das unmittelbare Auswirkungen auf die Bevölkerung hat – etwa bei Naturereignissen, Großbränden oder technischen Störungen mit erheblicher Tragweite. Während die Feuerwehreinsatzleitung die Koordinierung der Einsatzkräfte sowie die akute Gefahrenabwehr übernimmt, ist es die Aufgabe des Krisenstabes, administrativ-organisatorische Entscheidungen gebündelt, schnell und koordiniert zu treffen.
Notwendig geworden ist die Alarmierung des Krisenstabs der Stadt Leverkusen, weil die Einsatzzahlen der Rettungskräfte, Feuerwehr und Krankenhäuser am Wochenende massiv gestiegen sind. Zudem kam es zu einer Überlastungssituation des St. Remigius Krankenhauses.
Von Samstag (27.06.) 7.00 Uhr bis Sonntag (28.06.) 7.00 Uhr hat die Feuerwehr Leverkusen 153 Rettungsdiensteinsätze verzeichnet. Das sind deutlich mehr als die durchschnittlichen 50 bis 60 Einsätze. Zudem sind seit Samstagabend zusätzliche Krankentransport- und Rettungswagen mit jeweiliger personeller Besetzung in Betrieb genommen worden, und die Freiwillige Feuerwehr hat den unterstützenden Dienst aufgenommen.
Das St. Remigius Krankenhaus war Samstagnachmittag bis -Abend ein weiterer Einsatzort der Feuerwehr Leverkusen. Durch die Anfahrten aus anderen Städten (sogenannten anderen Gebietskörperschaften) kam es zu Wartepositionen in der Notaufnahme. Die Feuerwehr Leverkusen war mit rund 30 Kräften vor Ort und hat mit Material – unter anderem Monitoren, Infusionen und Beatmungsgeräten – aus dem „Mobilen Krankenhaus“ unterstützt. Zudem wurde eine Station mithilfe der Hochleistungslüfter der Feuerwehr belüftet. Der unterstützende Einsatz der Feuerwehr war am Samstag (27.06.) um 22.30 Uhr beendet.
Der Krisenstab hat des Weiteren seit Samstagnachmittag durchgängig mit den Altenheimen und anderen Betreuungseinrichtung in Leverkusen Kontakt gehalten, um über die Situation in den einzelnen Häusern informiert zu sein, um ggfs. Unterstützungen anbieten zu können oder Maßnahmen einleiten zu können. Die Situation in den Einrichtungen waren je nach Beschaffenheit der Gebäude herausfordernd, aber zu jeder Zeit unter Kontrolle. Als mögliches Backup wurde am Sonntagmorgen das klimatisierte Forum Leverkusen in Betrieb genommen. Vorsorglich wurden im Terrassensaal Notfallbetten aufgestellt, um auf eine mögliche Entlastung für Altenheime und andere Betreuungseinrichtungen vorbereitet zu sein. Mit Stand Sonntag, 28.06., 11.30 Uhr wurde davon kein Gebrauch gemacht.
„Kühle Orte“
Für die Allgemeinheit sind zwei „Kühle Orte“ im Stadtgebiet geschaffen worden. Für Menschen, die dringend eine Abkühlung benötigen, gibt es Sonntag (28.06.) – vorerst bis zum Abend – zwei “kühle Orte”. Dies ist ein Angebot, dass z. B. Familien mit kleinen Kindern oder ältere Menschen nutzen können.
Die „kühlen Orte“ sind:
- Zentrale der AVEA
- Adresse: Im Eisholz 3, 51373 Leverkusen
- geöffnet bis Sonntag (28.06.) vorerst 19 Uhr
- Hier stehen städtische Mitarbeitende, Ansprechpartner des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes zur Verfügung.
- Bayer Kasino
- Adresse: Kaiser-Wilhelm-Allee 3, 51373 Leverkusen
- Das Angebot der Bayer AG hat bis Sonntag (28.06.) 20 Uhr geöffnet.
- Es wird kostenlos Wasser ausgegeben.
- Hunde oder Katzen können leider nicht mit ins Kasino, aber auf der LÖWEN-Terrasse finden sie ein schattiges Plätzchen unter Schirmen.
Der Kleidungsstil ist für die Nutzung des “kühlen Ortes” nicht relevant!
Dank an alle helfenden Menschen und Organisationen
Der Leiter des Krisenstabs, Gesundheitsdezernent Alexander Lünenbach, bedankt sich ausdrücklich bei den städtischen Mitarbeitenden aus den verschiedenen Fachbereichen, die im Krisenstab und an den „kühlen Orten“ im Einsatz sind, sowie der AVEA, der JOB Service Beschäftigungsförderung Leverkusen, der Bayer AG sowie den Hilfsorganisationen – insbesondere dem Malteser Hilfsdienst, dem Deutschen Roten Kreuz und den Freiwilligen Feuerwehren in Leverkusen – für ihre zeitnahe und personenstarke Unterstützung.
