Stadt Leverkusen

Neukonstituierung Behindertenbeirat

Kürzlich hat sich der Beirat für Menschen mit Behinderungen neu konstituiert. Dem Gremium gehören jetzt 23 stimmberechtigte Mitglieder sowie beratende Mitglieder aus den Ratsfraktionen und Vertretungen aus drei Ausschüssen an. Der bisherige Vorstand wurde im Amt bestätigt.

Mitglieder des neu konstituierten Behindertenbeirats

Inklusion und Barrierefreiheit bleiben weiter im Fokus

Bei der konstituierenden Sitzung wurde es voll im Sitzungsraum im Verwaltungsgebäude Hauptstraße 105: Die bisherigen und insgesamt vier neue Mitglieder kamen zur Sitzung und stellten sich und die Einrichtungen, Vereine und Initiativen vor, die sie im Beirat vertreten.

Aus der Mitte des Gremiums wurde Bernd Schuster von der Lebenshilfe - Werkstätten Leverkusen / Rhein-Berg gGmbH als Vorsitzender einstimmig im Amt wiedergewählt. Seine beiden bisherigen Stellvertreterinnen Kerstin Schallehn von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft und Katja Bedra vom Heilpädagogische Hilfen (HPH)-Netz Ost des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) wurden ebenfalls erneut für fünf Jahre gewählt. 

„Die Beiratsmitglieder engagieren sich in der Regel ehrenamtlich und stecken sehr viel Engagement und Herzblut in die Beiratsarbeit“, betonte der Vorsitzende Bernd Schuster nach seiner Wiederwahl. „Deshalb freue ich mich, dass neue Mitglieder hinzukommen und wir weitere Unterstützung für unsere Initiativen haben“.

Aufgabe des Beirats für Menschen mit Behinderung ist es, den Rat und seine Gremien zu beraten und zu unterstützen. Die Initiativen des Beirats zielen darauf, in der Öffentlichkeit Bewusstsein für Menschen mit Behinderungen zu schaffen und Barrieren abzubauen oder deren Entstehen entgegenzuwirken. 

Zum „Alltagsgeschäft“ des Gremiums gehört es etwa, bei Anfragen die Notwendigkeit von Behindertenparkplätzen oder Bordsteinabsenkungen einzuschätzen und Standorte zu empfehlen. Bei öffentlichen Bauvorhaben wird der Beirat insbesondere beim Thema Barrierefreiheit einbezogen. Im Vorfeld der Sanierung des Manforter Bahnhofs hat der Beirat beispielsweise konstruktiv mit der Deutschen Bahn zusammengearbeitet und hat sich auch beim Fußverkehrscheck der Stadt Leverkusen aktiv eingebracht. 

Barrierefrei-Siegel eingeführt

In der vergangenen Amtsperiode wurden zahlreiche Initiativen angestoßen und umgesetzt: So entwickelte der Beirat für Menschen mit Behinderung gemeinsam mit dem Dezernat für Bürger, Umwelt und Soziales ein Barrierefrei-Siegel. Öffentliche Einrichtungen, Geschäfte, Restaurants und (Arzt)Praxen mit einem barrierefreien Zugang können sich für das Barrierefrei-Siegel bewerben. Bislang wurde es 32-mal vergeben. Um das Siegel zu erhalten, müssen die Orte bestimmte Kriterien erfüllen wie etwa stufenlose Zugänge, ausreichend breite Türen und Gänge, gut lesbare Beschilderungen oder barrierefreie Toiletten. Alle mit dem Siegel ausgezeichneten Orte werden auf der Homepage der Stadt Leverkusen unter Gütesiegel Barrierefreiheit | Stadt Leverkusen (Öffnet in einem neuen Tab) aufgeführt, hier kann man auch den Antrag für das Siegel stellen.

Tag der Inklusion

Um das Thema Inklusion und Barrierefreiheit breiter in die Öffentlichkeit zu tragen, fand auf Initiative des Beirats 2024 erstmals der Tag der Inklusion statt, 2025 folgte die zweite Auflage. In der Wiesdorfer Fußgängerzone präsentierten Einrichtungen und Vereine ein breites Angebot an Beratung und Infos rund um das Thema Inklusion sowie Mitmachaktionen wie einem Rollstuhl- sowie einen Blinden-Tastparcours. Wer sich testweise in den Rollstuhl setzte, merkte schnell, wie selbst kleine Hindernisse zu großen Stolperfallen werden können. Mit dem Tag der Inklusion möchte der Beirat für Menschen mit Behinderung sensibilisieren, was es im Alltag bedeutet, mit einem Handicap zu leben. Auch in diesem Jahr findet die Veranstaltung wieder statt, am Samstag, 27. Juni 2026, erneut zusammen mit dem Leverkusener Gesundheitstag.  

Neue Initiativen in Planung

Auch für die kommende Amtsperiode hat sich der Beirat einiges vorgenommen: Die Themen barrierefreier ÖPNV und barrierefreier Wohnraum stehen auf der Agenda sowie die Weiterentwicklung des Barrierefrei-Siegels. Auch eine stärkere Vernetzung mit Beiräten und Behindertenbeauftragten aus den Nachbarstädten und Kommunen ist geplant. 

„Wir werden uns weiterhin engagiert für das Thema Inklusion einsetzen“, betonte Bernd Schuster am Ende der konstituierenden Sitzung, „und wir werden weiter unbequem bleiben“.

Weitere Informationen zum Behindertenbeirat gibt es online unter Behindertenbeirat | Stadt Leverkusen (Öffnet in einem neuen Tab)

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