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Transformationsprogramm und Geschäftsführung ivl
Nach der gescheiterten Fusion der Informationsverarbeitung Leverkusen GmbH (ivl) mit der Aachener regio IT Gmbh hat sich der Leverkusener IT-Dienstleister zeitnah auf die neue Ausgangssituation eingestellt.
Zwei Wochen nach dem Aus für den Fusionsprozesses haben sich die Gesellschafter der ivl, Stadt Leverkusen und Energieversorgung Leverkusen (EVL), darauf verständigt, den bisherigen kommissarischen Geschäftsführer Holger Breuer als neuen ivl-Geschäftsführer für die kommenden fünf Jahre bestellen zu lassen. Vorbehaltlich des dazu notwendigen Ratsbeschlusses in der kommenden Ratssitzung vom 23. März wird Breuer, der die ivl seit August 2025 interimistisch geleitet hat, dem IT-Dienstleister bis 2031 vorstehen. „Mit Holger Breuer sichern wir die notwendige Kontinuität in einer Phase strategischer Weiterentwicklung und gewährleisten eine verlässliche Führung der ivl“, sagt Stefan Hebbel, Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen.
Zum Hintergrund: Die ivl befand sich seit einem Ratsbeschluss vom 25. August 2025 in einem vertieften Prüfprozess (Due-Diligence-Phase) mit der regio iT GmbH, da eine Fusion mit regio iT als ein strategisch sinnvoller Entwicklungspfad identifiziert worden war. Ziel der Fusion war es, die ivl angesichts steigender Anforderungen an Digitalisierung, Informationssicherheit und Betriebsstabilität strategisch weiterzuentwickeln und langfristig zukunftsfähig aufzustellen. Die Prüfungen in den Bereichen Finanzen, Recht und Steuern verliefen ohne Feststellung transaktionsgefährdender Risiken und beide Unternehmen hatten in weiten Teilen und wesentlichen Themen Übereinstimmung erzielt. Trotz eines tragfähigen wirtschaftlichen Gesamtkonzept mit einem gemeinsamen Business Case musste die regio IT die geplante Fusion aufgrund neuer Gesellschafter-Vorstellungen spät absagen.
Bei einer ivl-Aufsichtsratssitzung am vergangenen Mittwoch haben die Gesellschafter Stadt Leverkusen und EVL zudem den Start des Transformationsprogramm ivl>next als strukturierten Weiterentwicklungsprozess einstimmig genehmigt. „Die ivl ist stabil aufgestellt und handlungsfähig. Die Strategie und Ziele bleiben unverändert, lediglich der Weg dorthin verändert sich“, sagt Thomas Eimermacher, kaufmännischer Geschäftsführer der EVL.
Im Rahmen des Transformationsprogramms soll in den kommenden Monaten ein Zielbild für die ivl und eine Entscheidungsgrundlage für weitere strategische Schritte erarbeitet werden um die ivl wirtschaftlich langfristig stabil zu halten und die digitale Handlungsfähigkeit für das Unternehmen und seine Gesellschafter zu sichern. „Der Markt in Nordrhein-Westfalen zeigt weiterhin eine Rolle für regionale IT-Dienstleister – insbesondere in Kooperationen oder Verbünden. Die ivl bleibt ausdrücklich offen für Kooperationen und Partnerschaften im kommunalen IT-Umfeld“, so Eimermacher weiter.

