Stadt Leverkusen

Kontrollaktion gegen Müll: 75 Verstöße festgestellt

Eine Woche lang dauerte die städtische Schwerpunkt-Aktion, bei der der Kommunale Ordnungsdienst besonders auf gedankenlos in die Gegend geworfenen Müll geachtet hat. Die Bilanz: Rund 75 Verstöße wurden festgestellt.

Schwerpunktaktion KOD gegen Vermüllung (Lützenkirchen)
Wie hier im Sommer 2025 hat der KOD auch aktuell wieder "Müll-Hotspots" unter die Lupe genommen (Archivbild):

Vom 04. Mai bis zum 10. Mai dauerte die Aktion. An verschiedenen Stellen in der Stadt, vor allem in den Fußgängerzonen, am Busbahnhof in Wiesdorf, an bekannten „Müll-Hotspots“ und im Umfeld von Wertstoffinseln und Altkleidercontainern waren Mitarbeitende des KOD, teils in Zivil, unterwegs. Bei ihren Kontrollgängen stellten sie rund 75 Verstöße fest. Vor allem ging es dabei um achtlos weggeworfenen Kleinmüll wie Zigarettenkippen oder Essens- und Verpackungsreste.

Wer dabei erwischt wurde, erhält einen Bußgeldbescheid durch die Zentrale Bußgeldstelle. Auch kleinere Verstöße haben in der Regel bereits ein Bußgeld in Höhe von mindestens 100 Euro zur Folge. Achtlos weggeworfener Müll verschmutzt nicht nur die Stadt und ist ein optisches Ärgernis, sondern birgt auch Gesundheitsgefahren. Vor allem Zigarettenkippen sind ein besonderes Problem, weil sie in der Gesamtsumme erheblich die Umwelt belasten.

Die nur wenige Gramm leichten Zigarettenstummel werden schnell vom Wind verweht oder vom Regen weggespült. Sie landen laut Naturschutzbund Deutschland e.V. mit allen schädlichen Inhaltsstoffen wie dem wasserlöslichen Nikotin über das Regenwasser auch in Bächen, Flüssen oder im Meer und schädigen dort Insekten und Wasserorganismen. Darüber hinaus gelangen die Rückstände des Kunststoffs (Zellulose-Acetat) der Zigarettenfilter als Mikroplastik in die Umwelt.

 

Kontrollen gegen Müll - Katrin Montag / Steffen Franzkowski
Katrin Montag, stv. Leiterin KOD, und Steffen Franzkowski, Fachbereichsleiter Ordnung und Straßenverkehr, begleiteten die Kontrollaktion.

Der KOD stellte zudem fest, dass dieser Müll teilweise auf den Boden geworfen wurde, obwohl Abfallkörbe und Aschenbecher in unmittelbarer Nähe vorhanden waren. Solcherart entsorgte Essensreste sind nicht nur unappetitlich. Sie können auch Schädlinge, zum Beispiel Ratten anziehen. 

Mit dem konsequenten Sanktionieren der Verstöße ist die Hoffnung verbunden, dass die Kontrollen in Verbindung mit den eingeleiteten Bußgeldverfahren künftig für Verhaltensänderungen bei den Betroffenen sorgen.

Oberbürgermeister Stefan Hebbel unterstützt das: "Wir müssen das Bewusstsein für mehr Eigenverantwortlichkeit gerade auch mit solchen Aktionen immer wieder schärfen. Nur so lassen sich Verhaltensweisen langfristig positiv verändern."

Die Kontrollen an den Müll-Schwerpunkten werden im Rahmen der üblichen Einsatzplanung durch den KOD weiterhin - und auch weiterhin teilweise in Zivil - fortgeführt.

Diese Seite teilen

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise