Stadt Leverkusen

Dreifach-Sporthalle eröffnet

Von außen ist der markante Bau an der Werkstättenstraße schon länger ein Blickfang; mit dem Abschluss der letzten Innenarbeiten kann die neue Dreifach-Sporthalle in Opladen nun in den Betrieb gehen. Sie wurde heute in Anwesenheit von Oberbürgermeister Stefan Hebbel und der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Andrea Milz, sowie zahlreichen weiteren Gästen feierlich eingeweiht.

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Feierliche Eröffnung: Leiterin des Sportparks Nelly Schreiner, LLG-Schulleiter Frank Lathe, Oberbürgermeister Stefan Hebbel, Architekt Jochem Kastner, Staatssekretärin Andrea Milz, Landtagsabgeordneter Rüdiger Scholz und Stadtdirektor Marc Adomat

Die Halle stellt eine bedeutende Investition in die Infrastruktur für den Leistungssport in Leverkusen dar und wird künftig vorrangig von den Schülerinnen und Schülern der NRW-Sportschule Landrat-Lucas-Gymnasium und den Athletinnen und Athleten des TSV Bayer 04 sowie der 2. Bundesliga-Basketball-Damenmannschaft der „Wings“ genutzt. Ab dem 5. Oktober kann der Trainingsbetrieb in der Halle offiziell starten.

Staatssekretärin Andrea Milz betont: „Die Eröffnung dieser modernen Dreifachsporthalle ist ein Meilenstein für die NRW-Sportschule Landrat-Lucas-Gymnasium und den gesamten Sportstandort Leverkusen. Von den ersten Planungen über den Spatenstich bis zur heutigen Vollendung war klar: Hier entsteht eine Talentschmiede auf Höchstniveau. Trotz der komplexen Herausforderungen während der Bauzeit hat das Land Nordrhein-Westfalen sein Wort gehalten und steht als verlässlicher Partner fest an der Seite der Stadt. Mit dieser hervorragenden Infrastruktur schaffen wir optimale Bedingungen, damit junge Nachwuchsathletinnen und -athleten Schule und Spitzensport bestmöglich miteinander verbinden können. Die Investition steht dabei beispielhaft für die Sportstrategie des Landes: Nordrhein-Westfalen verfügt über starke Sportstandorte und schafft mit gezielten Investitionen die Voraussetzungen dafür, dass junge Talente beste Bedingungen für ihren Weg im Leistungssport vorfinden.“

Oberbürgermeister Stefan Hebbel erklärt: „Leverkusen steht für Leistungssport auf höchstem Niveau. Eine zukunftsfähige Leistungssportförderung im Nachwuchsbereich kann jedoch nur gelingen, wenn die Voraussetzungen stimmen. Insofern freue ich mich sehr, dass dieses wichtige Bauprojekt dank der erheblichen finanziellen Unterstützung des Landes umgesetzt werden konnte. Zugleich ist die Halle eine markante bauliche Ergänzung für das Städtebauprojekt „Neue Bahnstadt Opladen“. Mein besonderer Dank gilt hier auch dem Sportpark Leverkusen, der dieses herausfordernde Großprojekt trotz vieler unvorhergesehener Stolpersteine mit intensivem Engagement und Kraftaufwand von der Planung und Ausschreibung über die Projektleitung und Baubegleitung bis zur Endabnahme erfolgreich gestemmt hat.“

Das Landrat-Lucas-Gymnasium wurde zum Schuljahr 2013/2014 zur Sportschule NRW ernannt. Sportlich begabte Schülerinnen und Schüler in Leverkusen können so mit Blick auf eine Karriere im Leistungssport verstärkt gefördert werden. Die NRW-Sportschulen stellen die Spitze sportlicher Förderung durch die Schulen in Nordrhein-Westfalen dar und garantieren eine hohe Qualität leistungsorientierten Sports für alle Schülerinnen und Schüler. Sie stellen zugleich die Förderung sportlich hochbegabter Schülerinnen und Schülern sicher.

Das Konzept der NRW-Sportschule erfordert für die intensivierten Trainingsumfänge eine entsprechende Infrastruktur mit leistungsfähigen Sportstätten. Aus diesem Grund wurde die Verwaltung 2018 vom Rat beauftragt, den Bau einer Dreifachsporthalle auf dem Gelände der Neuen Bahnstadt Opladen (nbso) zu realisieren.

Im Dezember 2019 erhielt die Stadt Leverkusen die initiale Förderzusage des Landes für den Neubau einer Dreifachsporthalle für die NRW Sportschule Landrat-Lucas-Gymnasium in Höhe von rund 6,2 Mio. Euro aus Mitteln der Sportstättenbauförderung. Der erste Spatenstich erfolgte Ende September 2022.

Das Gebäude, entworfen vom Büro Kastner Pichler Architekten, wurde gemäß dem geltenden B-Plan in einer Bauweise mit Fassaden aus Ziegelstein gestaltet. Die Bauweise leitet sich u.a. aus der unter Denkmalschutz stehenden Nachbarbebauung (Industriegebäude wie Kesselhaus, Magazin und Wasserturm) ab. Die Fassade der neuen Sporthalle gliedert sich in große, über die gesamte Breite des Gebäudes reichende Verglasungen, die sich auf der Nord- und Südseite mit gleich hohen Ziegelflächen abwechseln. Auf der Ost- und Westseite befinden sich die Verglasungen auf Höhe des Eingangs- bzw. Spielfeldebene.

Die ursprünglich geplante Fertigstellung im Sommer 2023 musste aufgrund zahlreicher unvorhergesehen Ereignisse und Probleme immer wieder verschoben werden. So sorgten mehrere Bombenfunde für zeitliche Verzögerungen. Mehr als 70 Gewerke mussten durch das Team der Technischen Abteilung des Sportparks im Rahmen des Bauvorhabens vergeben und beauftragt werden. Die Koordination auf der Baustelle erfolgte durch den leitenden Architekten.

Die voraussichtlichen Gesamtkosten betragen gemäß der aktuellen Vorlage rund 19,73 Mio. Euro. Die Halle ist als Mehrzweckhalle für Sport-, Schul- und sonstige Veranstaltungen für bis zu 600 Personen geplant. Auf der ausfahrbaren Tribüne können bis zu 280 Personen die Wettkämpfe verfolgen. Das Augenmerk richtet sich dabei auf die hauptsächlich stattfindende schulische Nutzung durch das Landrat-Lucas-Gymnasium.  Außerhalb der schulischen Nutzung wird die Dreifachsporthalle auch den sporttreibenden Vereinen zur Verfügung gestellt (in der Woche jeweils von 18.00 bis 22.00 Uhr). Die Halle wird zudem die Heimspielstätte der Wings, die dort samstags ihre Heimspiele durchführen.  

Für den Trainingsbetrieb verfügt die Halle über diverse Besonderheiten. So können im Bereich hinter den Tribünen im 1. OG auf einer eigens verlegten Tartanbahn (50 m) Sprintübungen durchgeführt werden. Zudem befindet sich im 1. OG ein großer Besprechungsraum sowie ein Kraftraum und weitere speziell ausgestattete Bereiche für das Krafttraining.
Auf dem Hallenboden (Sportparkettboden) lassen sich mehrere Fechtbahnen (Planche) aufbauen. Insgesamt hat die Halle eine bespielbare Grundfläche von 1.410 qm.

Die Halle wird an das öffentliche Fernwärmenetz angeschlossen. Die Lüftung der Halle und der Nebenräume wird über autarke Anlagen gesteuert, die Einheiten zur Wärmerückgewinnung enthalten. Der Energiebedarf wird u.a. über dezentrale Luft/Luft-Wärmepumpen abgedeckt. Diese werden von einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) auf dem Dach nebst entsprechenden Stromspeichern ergänzt.


 

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