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Absage aus Berlin für das Hallenbad Bergisch Neukirchen
Das Hallenbad Bergisch Neukirchen wird nicht im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten 2026 – Schwimmbäder“ berücksichtigt. Diese Nachricht hat die Stadt Leverkusen heute aus dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages erreicht. Damit erhält Leverkusen für den dringend notwendigen Ersatzneubau des Hallenbades bereits zum zweiten Mal keine Fördergeld aus dem Bundesförderprogramm. Die Enttäuschung in Leverkusen ist groß.
„Für Leverkusen ist diese Entscheidung ein herber Rückschlag“, macht Oberbürgermeister Stefan Hebbel deutlich. „Wir hatten auf eine positive Entscheidung und die notwendige Unterstützung des Bundes gehofft. Leverkusen befindet sich in einer finanziell außerordentlich schwierigen Lage und ist dringend auf Unterstützung von Land und Bund angewiesen. Umso zermürbender ist es, wenn trotz des klaren Bedarfs und der wiederholten Antragstellung die dringend benötigte Unterstützung ausbleibt.“
„Das Hallenbad in Bergisch Neukirchen ist für Leverkusen weit mehr als ein Freizeitangebot“, bekräftigt Stadtdirektor Marc Adomat. „Es ist ein wichtiger Bestandteil unserer kommunalen Infrastruktur und unverzichtbar für das Schulschwimmen sowie die Arbeit unserer Vereine. Das Hallenbad leistet einen wichtigen Beitrag zu Bildung, Gesundheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt in unserer Stadt.“
Dennoch verlässt Leverkusen nicht der Mut, sich gemeinsam für eine Förderung einzusetzen. Die beiden Leverkusener Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach (SPD) und Nyke Slawik (Bündnis 90/Die Grünen) werden die weiteren Bemühungen ausdrücklich unterstützen. Für Anfang 2027 hat die Bundesregierung eine erneute Ausschüttung angekündigt, sodass sich alle Verantwortlichen gemeinsam dafür stark machen, in der letzten Förderrunde zum Zuge zu kommen.
Das bestehende Hallenbad aus dem Jahr 1973 weist einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Nach den aktuellen Erkenntnissen ist eine wirtschaftlich vertretbare Sanierung nicht mehr möglich. Daher wurde eine Machbarkeitsstudie für einen Ersatzneubau erstellt. Ziel ist es, ein modernes Hallenbad zu schaffen, das insbesondere dem Schul- und Vereinsschwimmen dient und den heutigen technischen und baulichen Anforderungen entspricht.
Die Gesamtkosten für den Ersatzneubau werden derzeit auf rund 19 Millionen Euro einschließlich Mehrwertsteuer geschätzt. Im Rahmen des genannten Förderprogramms wollte die Stadt hierfür eine Bundesförderung von bis zu 8 Millionen Euro in Anspruch nehmen. Der verbleibende kommunale Eigenanteil von mindestens 11 Millionen Euro soll nach derzeitigem Planungsstand aus Mitteln des Infrastrukturgesetzes NRW finanziert werden.
Mit dem Ersatzneubau soll ein modernes und bedarfsgerechtes Hallenbad geschaffen werden, das langfristig eine zeitgemäße Infrastruktur für das Schul- und Vereinsschwimmen sicherstellt und damit einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsorientierten kommunalen Daseinsvorsorge leistet.
