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Leverkusen blickt mit Spannung auf die Olympia-Entscheidung
Das Rennen um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 geht in die entscheidende Phase. Von ursprünglich drei Bewerbungen sind noch zwei im Rennen. Damit steht eine enge Entscheidung bevor – ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen KölnRheinRuhr und München.
Leverkusen und die gesamte Region KölnRheinRuhr blicken nun entsprechend mit großer Spannung auf die Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Wer den Zuschlag und damit die Chance, Deutschland als Gastgeber der Olympischen und Paralympischen Spiele zu präsentieren, erhält, wird am Samstag (26.09.26) in der DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden entschieden.
Oberbürgermeister Stefan Hebbel blickt mit Zuversicht auf die Entscheidung: „Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten sehr intensiv an dieser Bewerbung gearbeitet und sie mit Leben gefüllt. Vor allem das Land NRW mit Ministerpräsidenten Hendrik Wüst, die uns Städte alle immer wieder mitgenommen haben. Jetzt kommt der Moment, auf den alle gewartet haben. Wir können sagen: Wir sind bereit. Das Konzept steht, die Region steht dahinter und auch Leverkusen als Sportstadt hat sich deutlich im Bürgerentscheid im April positioniert. Jetzt bleibt uns eigentlich nur noch eines, am Samstag die Daumen zu drücken.“
Ein besonderer Pluspunkt der Bewerbung ist die Nutzung vorhandener Infrastruktur. „KölnRheinRuhr setzt auf das, was bereits da ist: 100 Prozent der benötigten Sportstätten sind vorhanden oder werden temporär errichtet“, ergänzt Stadtdirektor und Sportdezernent Marc Adomat. „Wir müssen keine komplett neue Sportwelt bauen, sondern können vorhandene Strukturen nutzen und dort, wo es notwendig ist, nachhaltig investieren.“
Im Vorfeld der Entscheidung hat der DOSB die Konzepte gemeinsam mit den Spitzenverbänden evaluieren lassen. Das Ergebnis: München und NRW liegen nahezu gleichauf. Beide erzielten eine hohe Gesamtpunktzahl: München mit 87,03 von 100 Punkten, direkt dahinter Köln-Rhein-Ruhr mit 85,02. Zudem liegt die Bewerbung der Region Rhein-Ruhr in vier von insgesamt sieben Kategorien an der Spitze. Zu den Stärken der Bewerbung zählen die breite politische Legitimation durch Ratsbürgerentscheide in allen teilnehmenden Städten, der klare Fokus auf die Athletinnen und Athleten sowie die internationale Sportkompetenz und das größte Eventpotenzial der Region mit mehr als 700 Sportgroßveranstaltungen in den vergangenen 20 Jahren.
Die mehrfache Deutsche Meisterin, Europameisterin und Weltmeisterin sowie Olympia-Silbermedaillengewinnerin Steffi Nerius unterstützt die Bewerbung als „Local Hero“. Sie sieht insbesondere für den Nachwuchs und die Inklusion große Chancen: „Es wäre etwas ganz Besonderes, wenn man vielleicht vor heimischem Publikum antreten könnte. Aber es geht um noch viel mehr. Olympische und Paralympische Spiele können eine ganze Region für den Sport begeistern. Und gerade für Menschen mit Behinderung können die Paralympics unglaublich viel bewirken. Wenn Menschen mit Behinderung mit ihren Leistungen sichtbar sind, verändert das die Wahrnehmung. Es baut Vorurteile ab und zeigt: Sport kennt keine Grenzen.“
Auch Stefan Pausch, Vorsitzender des Sportbundes Leverkusen, erhofft sich durch die Bewerbung neue Impulse für den Leverkusener Sport. „Kinder und Jugendliche sehen Vorbilder und bekommen vielleicht selbst Lust, Sport zu treiben. Es geht um die Strahlkraft und mögliche Investitionen in verstärkte Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche in den Vereinen generell sowie Projekte um Werte wie Fairness, Teamgeist und Vielfalt. Wir wünschen uns einen zusätzlichen Schwung für unsere zahlreichen und erfolgreichen Sportvereine, Athletinnen und Athleten.“
Sollte KölnRheinRuhr ausgewählt werden, würde die Region anschließend gemeinsam in die internationale Bewerbungsphase starten. 15 Städte in Nordrhein-Westfalen stehen hinter der Bewerbung: Köln als sogenannte Leading City, Düsseldorf, Mönchengladbach, Krefeld, Monheim, Pulheim, Wuppertal, Aachen, Gelsenkirchen, Duisburg, Oberhausen, Essen, Bochum, Dortmund und Leverkusen mit dem möglichen Austragungsort BayArena.
